Intec/Z connect 2021

Andreas Mühlbauer,

Produktion von morgen

Unter anderem bestimmen die smarte Produktion und adaptive Fertigung die Produktion von morgen. Das Online-Forum „Trends in der Fertigungstechnik und der Zulieferindustrie“ der Intec/Z connect 2021 nimmt das Thema genauer unter die Lupe.

Das Online-Forum „Trends in der Fertigungstechnik und der Zulieferindustrie“ widmet sich der Produktion von morgen. © Leipziger Messe

Mit seinem Impulsvortrag „Produktion von morgen – nachhaltig, flexibel und fehlerfrei“ am ersten Tag der Intec/Z connect 2021 greift Prof. Dr. Martin Dix, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, das Thema auf. Ein weiterer Beitrag dazu lautet „Smarte Produktion: Adaptive Finishbearbeitung im Werkzeugbau“ von Konstantin Kusch vom Fraunhofer IWU. Der deutsche Werkzeugbau muss sich zunehmend dem globalen Wettbewerb stellen und steht dabei unter Zeit- und Kostendruck, berichtet der Experte. Ein bedeutender Anteil bei der konventionellen Herstellung von Umformwerkzeugen entfällt auf die mechanische Bearbeitung. Dabei stellt der TryOut-Prozess und die damit verbundenen manuellen Glättungs- und Korrekturarbeiten einen schwer kalkulierbaren Prozess dar. Daher arbeite das Fraunhofer IWU mittels automatischer Druckbilderkennung und robotergestützten, adaptiven Schleifprozessen an einer neuartigen reproduzierbaren Prozesskette.

Martin Naumann ist ebenfalls am Fraunhofer IWU tätig. Der Gruppenleiter Steuerungs- und Reglungstechnik gibt in seinem Vortrag Auskunft über die „Möglichkeiten und Varianten der kognitiven Roboterprogrammierung“. Der Trend der Schnelllebigkeit – einhergehend mit mehr Individualität und Produktvielfalt – stellt die gesamte Automatisierungsbranche vor neue Herausforderungen. Besonders Industrieroboter spielen aufgrund der hohen Flexibilität eine immer wichtigere Rolle, erfordern aber neue Ansätze zur schnellen und effektiven Programmierung, teilt der Experte mit. In seinem Beitrag werden anhand konkreter Beispiele Potentiale und Möglichkeiten kognitiver Roboterprogrammierung aufgezeigt. Dabei liegt der Anwendungsschwerpunkt auf dem Einsatz CNC-gesteuerter Industrieroboter.

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Der Vortrag „Neue Dimensionen der adaptiven Fertigung“ von Heiko Mucke, Vertriebsingenieur bei B&R Industrie-Elektronik, ist ein weiterer Bestandteil des Forums „Trends in der Fertigungstechnik und Zulieferindustrie“. Kleinere Losgrößen, kürzere Lebenszyklen und der Online-Handel sind aktuelle Herausforderungen für die Hersteller von Konsumgütern. Für die modernen Fertigungsmaschinen ergibt sich daraus die Notwendigkeit einer sehr hohen Flexibilität. Dies darf allerdings keinen negativen Einfluss auf die Produktivität und Robustheit haben, betont der Referent. Ein neuer Maschinentyp soll helfen, diese Herausforderungen zu bewältigen: die adaptive Maschine. Dabei handelt es sich um Maschinen, die sich im laufenden Betrieb automatisch an unterschiedliche Produkte anpassen. Zur Umsetzung der adaptiven Maschine ist es erforderlich, bestehende und neue Technologien zu einer neuen Gesamtlösung zu verschmelzen, sagt der Experte.

Sebastian Held, Senior Sales Consultant bei Schaeffler Digital Solutions, vermittelt in seinem Vortrag mit dem Titel „Smarte Produktion: From Sensor to Value – Schaeffler’s way to success in digitalization“ einen Überblick zur digitalen Transformation des Unternehmens. „Smarte Produktion: 5G in der Smart Factory – Potentiale heute und morgen“ ist das Thema, das Stefan Richter, Bereichsleiter Campusnetze bei MUGLER, beleuchtet. Der Zugang zum neuen Mobilfunkstandard 5G ist im Vergleich zu den Vorgängernetzen nicht mehr vorrangig von der Besiedlungsdichte abhängig, sondern richtet sich nach den Anforderungen der Anwender vor Ort. Insbesondere innovative Anwendungen in der Fabrik der Zukunft erfordern leistungsfähige Kommunikationsnetze. Mit der neuen lokalen Frequenznutzung werden Unternehmen befähigt, Mobilfunknetze in einem exklusiven Frequenzbereich eigenständig und qualitätsgesichert zu nutzen, erklärt der Experte. Anwendungen und Prozesse können so zunehmend drahtlos realisiert, gesteuert und kontrolliert werden. Wie diese Umsetzung funktioniert, wird in dem Vortrag dargestellt.

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