
Werkzeugmaschinenbau schöpft Hoffnung
Auftragseingänge steigen erstmals wieder deutlich
Die Auftragseingänge im Werkzeugmaschinenbau steigen erstmals wieder deutlich. Produktion, Exporte und Beschäftigung bleiben jedoch rückläufig.

INDUSTRIAL Production Produkte des Jahres 2026
Trumpf hat eine umfassend überarbeitete Version der Biegemaschinen-Serie TruBend 3000 vorgestellt. Die Maschine arbeitet schnell und präzise, ist einfach zu programmieren und zeichnet sich durch einen reduzierten Energieverbrauch aus. Dafür wird das Unternehmen mit dem 2. Platz in der Kategorie Metallbearbeitung und Werkzeugmaschinen ausgezeichnet.
Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie erwartet 2026 nach zwei schwachen Jahren ein leichtes Produktionswachstum, getragen von einer Erholung der Inlandsnachfrage. Gleichzeitig verschärfen strukturelle Veränderungen und internationaler Wettbewerbsdruck insbesondere aus China die Anforderungen an die Branche.
Im dritten Quartal 2025 sank der Auftragseingang in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie um 5 Prozent. Besonders die Inlandsnachfrage fiel stark, während Auslandsorders stabil blieben. Dr. Markus Heering vom VDW erläutert die aktuellen Trends und die regionale Entwicklung.
„Wenn wir über Retrofit sprechen, dann geht es für uns darum, einer Werkzeugmaschine ein zweites Leben einzuhauchen, das genauso lange dauert wie das erste“, betont Ralf Glatzeder, Leiter der Abteilung Reman bei Liebherr-Verzahntechnik in Kempten.
Siemens und mehrere Maschinenbaupartner bündeln ihre Maschinendaten, um generative KI für automatisierte NC-Programme und adaptive Fertigungsprozesse einzusetzen – Basis für ein neues, industriespezifisches KI-Modell.
Lineare Bewegungslösungen für Werkzeugmaschinen mit hoher Präzision, Steifigkeit und Belastbarkeit auch unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen finden sich im Portfolio von Rollon.
Kleine und mittelständische Zulieferer stehen in einem harten nationalen und internationalen Wettbewerb. Die dabei geforderte Flexibilität in der Produktion können diese Unternehmen mit digitalisierten Fertigungs- und Automatisierungslösungen erlangen. Für die notwendigen Investitionen spielen auch Finanzierungsmodelle und After-Sales-Service eine wichtige Rolle. Eine weitere Option der Modernisierung ist Retrofit.
Künstliche Intelligenz hält Einzug in Werkzeugmaschinen und verändert nicht nur die Produktion, sondern auch die Wartung von Maschinen. KI wird zur Schaltzentrale effizienter, nachhaltiger und wettbewerbsfähiger Fertigung. Wie KI die industrielle Produktion revolutioniert, wird auch auf der EMO Hannover 2025 vom 22. bis 26. September zu sehen sein.

Kern Microtechnik stellt mit der Kern Fortis HD auf der EMO ein 5-Achs-Bearbeitungszentrum vor, außerdem präsentiert das Unternehmen eine für die Serienfertigung ausgelegte Micro HD+ und das Laserbearbeitungszentrum Femto E3.

Paul Horn zeigt in Hannover Zerspanung pur. Vier Maschinen, vier spannende Bauteile, verschiedene Werkzeuglösungen – während der gesamten Messe live im Einsatz unter Span.