Sensor+Test 2026

Andreas Mühlbauer,

KI, Daten und neue Sicherheitsanforderungen

Instabile Weltmärkte, steigender Kostendruck und Digitalisierung verändern die Sensorik grundlegend. Im Interview mit Andreas Mühlbauer erklärt Michael Schümperli, Head of Product Management bei Kistler, im Vorfeld der Sensor+Test, wie neue Anforderungen an Präzision, Rückverfolgbarkeit und Datensicherheit entstehen und welche Innovationen die Zukunft prägen.

Michael Schümperli, Head of Product Management bei Kistler © Kistler

Welche Trends prägen derzeit die Sensorik und Mess- technik und welche Themen stehen für Sie auf der Sensor+Test besonders im Fokus?

Die globalen Märkte sind im Wandel und werden zunehmend instabil. Das beeinflusst die Industrie und damit auch die dort eingesetzte Messtechnik und Sensorik direkt. Neben der weiter fortschreitenden Digitalisierung und dem stetig zunehmenden Kostendruck sind immer höhere Qualität, Präzision, Rückverfolgbarkeit und Flexibilität in den Produktionsprozessen gefordert. Die fertigenden Unternehmen können diese Anforderungen meist nur mit präziser Messtechnik und ausgeklügelter Auswertesoftware bewältigen. Dafür bieten wir bei Kistler die passenden Lösungen.

Wie verändern Digitalisierung und datenbasierte Produktion die Anforderungen an moderne Sensorik und Messtechnik?

Mit der Digitalisierung rückt nun die Datensicherheit in den Fokus, das Stichwort ist CRA (Cyber Resilience Act) Readiness. Wir unterziehen unsere Produkte einer systematischen Analyse, um unseren Kunden Lösungen anzubieten, die den CRA erfüllen. Wir sehen zudem ein gesteigertes Bedürfnis nach mehr Flexibilität in der Produktion sowie nach standardisierten smarten Schnittstellen und Sensoren. Auch hier bieten wir mit unseren IO-Link-Messketten und unseren Analysesoftwares JBeam und MaDaM echte Mehrwerte für eine verbesserte Effizienz. Oft stellt sich auch die Frage: Was nützen die vielen Daten, wenn man sie schlussendlich nicht analysiert oder aufgrund der Menge Anomalien nicht wahrnimmt? Hier unterstützen wir unsere Kunden dabei, solche versteckten Themen aufzudecken.

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Wo sehen Sie in den kommenden Jahren die größten Innovationspotenziale für Sensorik in der Industrie?

KI, humanoide Roboter, aber auch Condition Monitoring sind Themen, die die Sensorik in den nächsten Jahren beeinflussen werden. Sensoren sind die fühlenden Elemente von Robotern und KI, bringen also reelle Daten in die virtuelle Welt. Da spielen auch Prozesssimulationen mit digitalen Zwillingen eine wesentliche Rolle. Unsere Gesamtlösungen ergänzen wir fortlaufend mit neuen Funktionen, um diesen Ansprüchen gerecht zu werden.

Als Innovationstreiber in der Industrie beschäftigen wir uns zudem mit der weiteren Miniaturisierung unserer Produkte und damit, kontinuierlich noch bessere und genauere Messlösungen auf den Markt zu bringen. Davon profitieren auch unsere Kunden, da sie in ihrer Analyse präzisere Werte und damit noch bessere Rückschlüsse auf ihre Messungen und Prozesse ziehen können. Man darf in den kommenden Jahren also auf einige neue Produkte von Kistler gespannt sein.

Sensor+Test, Halle 1, Stand 612

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