Produktionslogistik

Daniel Schilling,

Fahrerlose Transportsysteme ohne Leitstand

Das neue Safelog AGV L1 hebt Lasten bis zu 1500 Kilogramm und zieht bis zu 3000 Kilogramm.

Das SAfelog AGV L1 kann Paletten und Lasten bis zu einem Gewicht von 1500 Kilogramm transportieren und Anhängelasten bis zu 3000 Kilogramm ziehen © Safelog GmbH / Joe Hoelzl Photography

Die Safelog GmbH aus Markt Schwaben hat ihre FTS-Produktfamilie um eine weitere Baureihe erweitert. Das Portfolio für die Lagertechnik bestehet bislang aus den drei Modellgrößen AGV S2, AGV M3 und AGV L1. Die agentenbasierte Steuerung macht einen übergeordneten zentralen Leitstand überflüssig und ermöglicht somit den effizienten und kostengünstigen Betrieb weniger Fahrzeuge ebenso wie den Einsatz in Schwarmgrößen von mehreren hundert Stück. Mit der Einführung des Modells Safelog AGV L1 im Jahr 2020 können nun Lasten bis zu 1500 Kilogramm gehoben oder bis zu 3000 Kilogramm gezogen werden.  

Kein übergeordneter Leitstand notwendig

Je weniger Fahrzeuge für die Bewältigung eines spezifischen Prozesses benötigt werden, desto schwieriger wird es für viele Hersteller von Fahrerlosen Transportsystemen, eine rentable Lösung anzubieten. Das liegt vor allem daran, dass für die Fahrzeugsteuerung ein übergeordneter Leitstand benötigt wird. Diese Anschaffung ist aber erst ab einer größeren Fahrzeuganzahl rentabel, da die Kosten für Hard- und Software des Leitstands sowie dessen projektspezifische Programmierung sehr hoch sind. Die Safelog AGVs verfügen daher über eine agentenbasierte Steuerung, mit deren Hilfe die einzelnen Fahrzeuge untereinander sowie mit den umliegenden Produktions- und Logistikanlagen kommunizieren können. Die Software wird kundenspezifisch auf die jeweiligen Bedürfnisse konfiguriert und sorgt durch ihre Schwarmintelligenz für die Routenabstimmungen sowie die Aufgabenverteilung. Um eine möglichst hohe technische Verfügbarkeit des Gesamtsystems zu erreichen, stehen verschiedene Navigationsarten zur Verfügung, welche auch in Kombination Anwendung finden können. Für die Kommunikation der AGVs untereinander wird WLAN verwendet, aber auch der Einsatz des neuen 5G-Standards befindet sich bereits in der Testphase. Eine eigene App für mobile Endgeräte gewährleistet in Echtzeit einen Systemüberblick und zeigt den aktuellen Betriebszustand an.

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Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten

Mit der Markteinführung des AGV L1 hat Safelog das Portfolio in Sachen Zug- und Hebelast nach oben abgerundet. Mit einer Höhe von nur 340 Millimetern eignet sich das AGV L1 beispielsweise zum Unterfahren von Paletten oder Gitterboxen. Damit kann ein Großteil der üblichen Transportaufgaben abgewickelt werden. Aus Sicherheitsgründen darf die Gesamthöhe von AGV und Transportgut 2 m nicht übersteigen. Die Steuerung erlaubt eine omnidirektionale Fahrweise, so dass sich das AGV jederzeit in jede beliebige Richtung bewegen kann. Dadurch erhöht sich die Einsatzflexibilität der Fahrzeuge, da auf engsten Raum rangiert werden kann. Um eine Unterbrechung des Materialflusses durch Fahrten zur Ladestation zu vermeiden und einen 3-Schicht-Betrieb abbilden zu können, besteht die Möglichkeit die Be- und Entladepunkte oder Arbeitsstationen mit Ladekontaktplatten auszustatten, um die AGV-Batterien im laufenden Betrieb zu laden.

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