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Artikel und Hintergründe zum Thema

Vernetzte Fertigung in Ditzingen

Andrea Gillhuber,

Neue Smart Factory für Trumpf

Trumpf fertigt in seiner dritten vollvernetzten Produktion am Standort Ditzingen Blechbauteile für seine Werkzeugmaschinen. Die Vernetzung ermöglicht eine Effizienzsteigerung von bis zu 30 Prozent.

Trumpf eröffnet seine dritte Smart Factory in Ditzingen. © Trumpf

Nach Chicago (USA) und Taicang (China) hat Trumpf an seinem Stammsitz in Ditzingen seine dritte Smart Factory weltweit eröffnet. Dort werden ab sofort Blechbauteile für die Werkzeugmaschinen des Herstellers gefertigt. Außerdem dient die Smart Factory als Vorführzentrum, in dem insbesondere auch KMUs einen Einblick in die effiziente Blechfertigung bekommen. Die vernetzte Fertigung ermöglicht laut Unternehmen eine Effizienzsteigerung von bis zu 30 Prozent. „In unserer neuen Smart Factory haben wir 30 Maschinen miteinander vernetzt. Dadurch vermeiden wir Ausschuss, senken die Bearbeitungszeit und sorgen für mehr Effizienz. Unsere Lösungskompetenz für die Blechbearbeitung ist in dieser Form weltweit einzigartig“, sagt Heinz-Jürgen Prokop, CEO Werkzeugmaschinen bei Trumpf.

Vom Lager bis zur Produktion

Die Smart Factory in Ditzingen erstreckt sich auf drei Hallen mit insgesamt 5.000 m². Darin finden sich sowohl Schneid-, Biege- und Schweißmaschinen als auch ein Großlager. Mittels fahrerlosen Transportsystemen sind sie miteinander vernetzt. „Wer die Effizienz seiner Blechfabrik steigern möchte, sollte sich vor allem auf die vor- und nachgelagerten Arbeitsschritte der eigentlichen Bearbeitung seines Bauteils konzentrieren. Gerade in Zeiten von kleineren Losgrößen, schnelleren Reaktionszeiten und komplexer werdenden Bauteilen ist die Vernetzung von Produktionsprozessen und Maschinen der entscheidende Wettbewerbsvorteil für Blechfertiger“, so Prokop.

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Gesteuert wird die gesamte Produktion vom sogenannten Control Center aus, hier laufen alle wichtigen Kennzahlen aus der Fertigung in Echtzeit zusammen – vom Auftragseingang bis zum fertigen Bauteil. Assistenzsysteme unterstützen die Mitarbeiter im Arbeitsalltag. Die komplette Fertigung lässt sich mittels der Trumpf-Fertigungssteuerungssoftware TruTops Fab per Tablet, Smartphone oder Smartwatch überwachen.

Vorführzentrum für KMUs

Die neue Smart Factory dient auch als Vorführzentrum für Blechbearbeiter, die sich hier Effizienzverbesserungen beim Schneiden, Biegen, Stanzen und Schweißen in einer realen Produktion ansehen können. Zu sehen sind dort neue Vernetzungslösungen und Systeme für Produktionen, darunter auch Einstiegslösungen wie einen KI-basierten Absortierassistenten. Demonstriert wird in Ditzingen auch, wie Anwender ihre Fertigung schrittweise weiter vernetzen können, zum Beispiel in der Logistik. Außerdem können Besucher innerhalb der Smart Factory eine teilautonome Fertigung sehen: Dort greifen Stanz-, Laser- und Biegeprozesse sowie ein Lager nahtlos ineinander.

Trumpf sieht sich künftig noch mehr als Lösungsanbieter für die gesamte Fertigung und setzt dazu auch auf Partnerschaften. So stammen die Flurförderfahrzeuge, die an den Werkzeugmaschinen Material anliefern und abtransportieren, vom Partner Jungheinrich. Die Lagersysteme kommen von Stopa, eine Richt- und Entgratmaschine von Arku und eine Messmaschine von Inspecvision.

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