Hochtechnologieunternehmen

Andreas Mühlbauer,

Trumpf verzeichnet 8 Prozent Umsatzrückgang

Trumpf hat seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2019/20 vorgelegt. Danach ging der Umsatz um 8 Prozent von 3,8 auf 3,5 Milliarden Euro zurück.

Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Gruppengeschäftsführung von Trumpf. © Trumpf

Die Trumpf-Gruppe verzeichnete zum Abschluss des Geschäftsjahrs 2019/20 am 30. Juni 2020 einen Umsatzrückgang von 8 Prozent auf 3,5 Mrd. Euro (2018/19: 3,8 Mrd. Euro). Der Auftragseingang ging von 3,7 auf 3,3 Mrd. Euro zurück. Dies entspricht einem Minus von 11 Prozent. Hierbei profitierte Trumpf vom hohen Auftragsbestand, sodass der Umsatz um 210 Mio. Euro über dem Auftragseingang lag.

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) entwickelte sich mit 309 Mio. Euro abhängig vom Umsatz ebenfalls rückläufig und sank gegenüber dem Geschäftsjahr 2018/19 (349 Mio. Euro) um 11,5 Prozent. Aufgrund des Zurückfahrens von Investitionen und Sachkosten sowie Effizienzverbesserungen erzielte das Unternehmen eine insgesamt gute Rendite in Höhe von 8,9 Prozent (Vorjahr: 9,2 Prozent).

Zudem reagierte Trumpf auf die Folgen von Corona im Frühjahr 2020 durch weitere Kosteneinsparmaßnahmen wie dem Abbau der Arbeitszeitkonten und Urlaubstage, ab April dann mit der Einführung von Kurzarbeit sowie einer zusätzlichen Kürzung der Sachkosten und Investitionen. Auch infolgedessen konnte der Rückgang der Rendite weiter abgefedert werden.

Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Gruppengeschäftsführung von Trumpf: „Wir spüren bereits seit Herbst 2018 eine Abschwächung der weltweiten Konjunktur. Corona hat den Rückgang zusätzlich verstärkt – als Krise in der Krise. Allerdings ist unser Umsatz deutlich geringer gesunken als im Maschinenbau insgesamt. Zudem ist es uns durch konsequentes Kostenmanagement gelungen, die Rendite nahezu auf Vorjahresniveau zu halten.“

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Zum Ausblick auf das am 1.7.2020 gestartete Geschäftsjahr 2020/21 sagt sie: „In den ersten drei Monaten konnte der Rückgang bei Umsatz und neuen Aufträgen gestoppt werden. Wir sehen vorsichtige Anzeichen für das Ende der konjunkturellen Talfahrt, wenn auch noch keinen Aufschwung.“

Nach Deutschland mit 610 Mio. Euro Umsatz waren die USA mit 490 Mio. Euro sowie die Niederlande mit 480 Mio. Euro, bedingt durch das EUV-Geschäft mit ASML, weltweit die drei größten Einzelmärkte von Trumpf, gefolgt von China mit 350 Mio. Euro. In vielen europäischen Kernmärkten wie Italien oder Spanien, aber auch in Osteuropa, sank der Umsatz in Folge der schwachen Weltkonjunktur und des Corona-Stillstands zum Teil zweistellig.

Neue Smart Factory in Ditzingen

Am Stammsitz in Ditzingen wird im Oktober 2020 eine neue Smart Factory eröffnet, in die 6 Mio. Euro investiert wurden. Dort stehen auf einer Fläche von 5.000 m2 nun 30 miteinander vernetzte Maschinen. Die neue Smart Factory ist für Kunden zugänglich, um sich ein Bild von den Effizienzsteigerungen in der Produktion und neuen Vernetzungslösungen machen zu können. Zusammen mit der Smart Factory in Chicago in den USA und in Taicang in China ist Trumpf nun in allen großen Märkten mit hochmodernen Fabriken vertreten.

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