Antriebsexperte zeigt Weltneuheit
Dr. Nils Schmid besucht SEW-Eurodrive auf der Hannover Messe
Der baden-württembergische Finanz- und Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Dr. Nils Schmid stattete dem HMI-Messestand von SEW-Eurodrive am Dienstag einen Besuch ab.
Schmid informierte sich, wie über die Jahre hinweg das Portfolio von SEW-EURODRIVE immer weiter ausgebaut wurde, um unterschiedlichste Kundenapplikationen lösen zu können: Motoren, Getriebe, Elektronik, dezentrale Technik, Servotechnik, Industriegetriebe, mechatronische Antriebssysteme, Steuerungstechnik und Software. Auch in diesem Jahr werden einige neue Produkte und Lösungen auf dem Messestand der Öffentlichkeit präsentiert.
So zeigt das Unternehmen in Hannover ein neues mechatronisches Industriegetriebe, in das der Technologieführer aus Bruchsal die Mechanik und Elektronik nicht nur integriert hat – das mechatronische Industriegetriebe ist eine ganzheitliche, intelligente Antriebslösung. Dies sei eine Weltneuheut, od das Unternehmen.
Der Antriebsspezialist zeigt überdies Neuheiten im Bereich der Getriebe und Industriegetriebe, der Servolineartechnik, bei energieeffizienten Antrieben oder beim Thema sichere Bremssysteme mit Doppelbremsen.
Im Fokus der Hannover Messe stehen in diesem Jahr vernetzte Produktionsanlagen, intelligente Roboter und neue Automatisierungslösungen. Bei der Führung über den SEW-Stand durch Johann Soder, Geschäftsführer Technik, durfte daher das Hauptmessemodell nicht fehlen. Dieses zeigt exemplarisch Logistikprozesse, welche mit flexiblen, autonomen Logistikassistenten nach Industrie 4.0 gestaltet wurden. Es stellt einen Ausschnitt aus der Schaufensterfabrik von SEW-EURODRIVE dar, welche das Unternehmen real in seinem Fertigungs- und Logistikwerk in Graben-Neudorf betreibt. Der komplette Technologiebaukasten von SEW-EURODRIVE kommt hier zum Einsatz, von Antriebstechnik über die komplette Steuerungs- und Automatisierungstechnik, der Navigation und Ortung, der Energieversorgung und -speicherung, der Visualisierung, der objektorientierten Parametrierung, und der Simulation.
Die Entwicklung hin zu individualisierten Produkten erfordert wandlungsfähige Fabriken. Anstelle starrer Förderelemente schaffen mobile Assistenzsysteme ein hohes Maß an Skalierbarkeit und Flexibilität, um auf den Auftragseingang und die Anforderungen neuer und kundenindividueller Produkte reagieren zu können.
Innerhalb modular aufgebauter Montageinseln fungieren die Assistenten als mobile Werkbank, welche die einzelnen Arbeitsstationen anfährt und sich dabei auf die ideale Arbeitshöhe einstellt. Der Montageassistent wird zum CyberPhysicalSystem. Mit dem Auftrag verheiratet, führt dieses alle Auftragsdaten mit sich, unterstützt den Montierer bei seiner Tätigkeit und übermittelt ihm wichtige Informationen zu jeder Montagesequenz. Durch die Kollaboration Mensch-Assistent lassen sich völlig neue Produktionskonzepte realisieren. Cirka 30% gegenüber den konventionellen Produktionsmethoden werden eingespart.
Im Bereich der Fertigung ermöglichen intelligent verkettete Fertigungsinseln kurze Auftragsdurchlaufzeiten infolge einer Komplettbearbeitung. Um den Mitarbeiter zu entlasten werden mobile Handlingsassistenten eingesetzt, welche die Bestückung und die Werkstückentnahme übernehmen.
Der Warentransport innerhalb der Fabrik wird mittels mobiler Logistikassistenten umgesetzt. Auf diese Weise erfolgt die Verkettung der Small Factory Units, der Fabriken in der Fabrik. Im Bereich der Getriebemontage in Graben-Neudorf ist ein Schwarm von Fahrzeugen unterwegs, die miteinander kommunizieren können und sich selbst organisieren. Die Routenplanung erfolgt in Kooperation mit Nachbarfahrzeugen. kf











