Zulieferer
Die Konzerne machen es vor
Offensichtlich ist es leichter und risikoloser, Kompetenzen zuzukaufen, statt sie mühsam selbst zu erarbeiten. Was die großen Konzerne schon seit Jahrzehnten praktizieren, nimmt sich mancher Mittelständler zum Vorbild. So hat Dieffenbacher rund um die Kernkompetenz Press- und Umformtechnik etliche Spezialgebiete akquiriert. Heute haben die Eppinger Pressen und Komplettanlagen für die Kunststoffumformung ebenso im Programm wie vollständige Anlagen für die Metallumformung sowie für die Fertigung von faserverstärkten Formteilen, kombinierte Extrusions-/Kompressionsanlagen, solche für glasfaserverstärkte Kunststoffteile und für die Edelstahlumformung. Konkret werden viele Wünsche der Metall- und Kunststoffindustrie, der Holzplatten-, Möbel- und Bauindustrie erfüllt.
Hauptmetier sind jedoch Lösungen für komplexe Produktionsverfahren und -aufgaben, sofern eine hydraulische Presse darin die Hauptrolle spielt. Drumherum wird alles integriert, was für weitere Bearbeitungs- und Handhabungsaufgaben sowie die Steuerung des Gesamtprozesses wichtig ist. Im Gegensatz zur gängigen Outsourcing-Welle produziert Dieffenbacher in der Gruppe alle Kernkomponenten selbst. Das bedeutet konkret, dass es eigene Firmen für Roboter- und Transferautomation sowie Werkzeuge gibt. Was natürlich das Zusammenwirken aller Baugruppen fördern sollte.
Der Hersteller kann auch auf ein eigenes Technikum zurückgreifen, wo Verfahren, Systeme und Kundenmaterialien erprobt, letztere geprüft sowie Werkstoff- und Bauteilentwicklungen durchgeführt werden. Ein Spezialgebiet ist das Umformen von Werkstoffen, die bisher nur bedingt oder gar nicht verarbeitbar waren, beispielsweise Naturfasern und andere nachwachsenden Rohstoffe. Fast selbstverständlich, dass auch umfassende Beratungs- und Serviceleistungen zum Repertoire zählen.rm









