Oberflächentechnik

Andreas Mühlbauer,

Metallisieren von Kunststoffteilen

Oerlikon Balzers hat an das BMW-Group-Werk Landshut Beschichtungsanlagen für das Metallisieren von Kunststoffteilen geliefert. Die ePD-Technologie ermöglicht innovative Funktionen und Designs und entspricht den REACH-Umweltvorschriften.

Die BMW Group wurde für das Kunststoff-Konzept der BMW-Niere des iX-Modells ausgezeichnet. © Bosch Group

Die Oerlikon-Gruppe hat Nachhaltigkeit und Umweltschutz in ihrer Konzernstrategie verankert. Für deren Umsetzung entwickelt Oerlikon Balzers Beschichtungslösungen und -anlagen für ihre Kunden, die dazu beitragen, schonend mit dem Verbrauch von Ressourcen umzugehen, und die CO2-Emissionen deutlich zu reduzieren. Innovative Funktionen und Designkonzepte nehmen eine wesentliche Rolle in der Entwicklung zukünftiger Automobil-Generationen ein. Die BMW Group verwendet die nachhaltige ePD-Technologie für ihren neuen vollelektrischen BMW iX.

zukunftsweisendes Beschichtungsverfahren

ePD (embedded PVD for design parts) ist ein umweltfreundliches und zukunftsweisendes Beschichtungsverfahren, das überall dort einsetzbar ist, wo hochwertige Metalloberflächen auf Kunststoffteilen mit smarten Funktionen benötigt werden. Der dreischichtige Aufbau aus UV-Lacken und einer eingebetteten PVD-Schicht gilt als wegweisend für neue Designkonzepte von Kunststoffkomponenten für Automobile mit reinem elektrischen oder Hybrid-Antrieb. Die Kombination mit anderen Technologien wie Lasermarkierung, Digital-, Sieb- oder Tampon-Druck eröffnet noch weitere Möglichkeiten für Designer und Ingenieure.

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Der ePD-Prozess ist aufgrund seines geringen Energiebedarfs und der Vermeidung von Sonderabfall umweltfreundlich und kostengünstig. Zudem hat die Europäische Union auch die sogenannte REACH-Norm auf den Weg gebracht, die beabsichtigt, den Einsatz schädlicher Substanzen zunächst einzuschränken und später gar nicht mehr zuzulassen.

Neue Funktionen für die nächste Automobil-Generation

Für das autonome Fahren wird die interaktive Kommunikation unter den Fahrzeugen eine viel größere Rolle spielen, wofür ePD Lösungen mit einem auch optisch ansprechenden Design bietet. Ein Beispiel dafür sind radartransparente Schichten für Fahrer-Assistenzsysteme. Aufgrund der besonderen Fertigungstechnologie lassen sich auch kapazitive oder transluzente Komponenten fertigen, deren Funktionalität unsichtbar bleibt. Weil die langlebigen und kratzfesten Schichten lichttransparent hergestellt werden können, lassen sich auch Symbole in hinterleuchtete Tasten einbringen.

Oerlikon Balzers beschichtet auch das Formwerkzeug der neuen Frontniere des BMW iX. Die Beschichtung bietet durch ihre hohe Härte eine sehr hohe Kratz- und Verschleißfestfestigkeit. Durch die verbesserte Formfüllung und leichte Entformung bleibt die brillante Oberflächenqualität erhalten. Die Instandhaltungskosten werden dadurch verringert und das Formwerkzeug lässt sich trotz der hohen thermischen Belastung deutlich abrasiver reinigen, ohne dabei die Oberfläche anzugreifen. Der gesamte Produktionsprozess gewinnt dadurch eine hohe Produktivität, Wirtschaftlichkeit und Fertigungssicherheit. Für das Konzept der Niere für den BMW iX wurde die BMW Group beim 20. „SPE Automotive Award“ im Produktionsbereich Kunststoff Exterieur mit dem Grand Award ausgezeichnet.

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