ifo-Konjunkturumfrage

Melanie Steinbeck,

Geschäftsklima in der Autoindustrie steigt im Mai leicht an

Die deutsche Autoindustrie wirkt im Mai etwas weniger bedrückt als noch einen Monat zuvor. Das Geschäftsklima verbesserte sich nach Angaben des ifo Instituts von minus 23,5 auf minus 20,8 Punkte*. Die Unternehmen bewerten ihre aktuelle Lage etwas günstiger und blicken auch auf die kommenden Monate nicht mehr ganz so pessimistisch wie zuletzt.

Symbolbild © Kalyakan/Stock.adobe.com

Von Zuversicht ist die Branche dennoch weit entfernt. „Angesichts der weiterhin hohen Unsicherheit bleibt die Stimmung in der Autoindustrie dennoch sehr gedrückt“, sagt ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl.

Wie fragil die Lage bleibt, zeigt ein anderer Wert: die Exporterwartungen. Sie rutschten innerhalb eines Monats von 11,7 Punkten* auf minus 16,4 Punkte ab. Dahinter stehen vor allem die handelspolitischen Spannungen mit den USA. Die Anfang Mai erneuerten Zolldrohungen aus Washington dürften die Erwartungen der Unternehmen erheblich belastet haben.

Wenig später folgte allerdings ein Gegensignal. Am 20. Mai 2026 verständigten sich EU-Kommission, Europäisches Parlament und die Mitgliedstaaten darauf, das Zollabkommen mit den USA umzusetzen. Für viele Unternehmen der Branche dürfte das zumindest kurzfristig etwas Planungssicherheit zurückgebracht haben.

Die grundlegenden Probleme bleiben jedoch bestehen. Denn trotz des Abkommens gelten weiterhin US-Zölle von 15 Prozent auf Autos und Autoteile. „Allerdings stellen auch die weiterhin geltenden US-Zölle in Höhe von 15 Prozent auf Autos und deren Teile immer noch eine spürbare Herausforderung für die deutsche Automobilindustrie dar“, sagt Wölfl.

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Die Zahlen zeichnen damit das Bild einer Branche, die zwischen vorsichtigem Optimismus und anhaltender Verunsicherung pendelt: Die Lage wird etwas besser, die Risiken bleiben groß.

* saisonbereinigt

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