Hydraulik + Pneumatik
Die ganzheitliche Methode
Die Unternehmen der metallbearbeitenden Industrie stehen nicht nur unter dem Druck ihre Kosten fortlaufend senken zu müssen, es geht auch um Liefersicherheit und -qualität. Es stellt sich also die Frage, wie kann man Standzeiten von Emulsionen verlängern und Stückkosten pro Werkstück sowie den Ausschuss reduzieren. Nur dann können die Fertigungsprozesse wirtschaftlicher und sicherer gestaltet werden. Um dies zu erreichen, bietet Rhenus Lub seinen Kunden als Servive eine ganzheitliche Prozessbetrachtung.
Das bestehende System optimieren
Im Zentrum des so genannten rhenus lubrineerings stehen der Einsatz der verwendeten Schmierstoffe und die Berücksichtigung ihrer Einflüsse auf den gesamten Bearbeitungsprozess. In erster Linie profitieren daher Kunden aus der metallverarbeitenden Industrie von dem angebotenen Service, also Serienfertiger und Hersteller von Kleinserien mit hohen Qualitätsansprüchen. Auf den ersten Blick ist diese Überlegung nichts Neues, sie ähnelt dem klassischen Fluid Management. Aber das, was Rhenus Lub hier anbietet, geht qualitativ weit darüber hinaus. Mit rhenus lubrineering wird ein umfassendes System von methodischen Management- und Optimierungsleistungen angeboten. Ein ganzheitlicher Ansatz und das Know-how der Mönchengladbacher Schmierstoffexperten gehören ebenso dazu, wie ein umfassendes Prozesswissen. All dies bildet in Summe eine Basis, um die notwendigen Optimierungsziele präzise zu formulieren und erfolgreiche Konzepte zu entwickeln.
Zu Beginn eines typischen rhenus lubrineering-Projekts werden die einzelnen Projektmodule zusammen mit dem metallverarbeitenden Unternehmen besprochen. Hierbei geht es um die genaue Vorgehensweise einer methodischen Analyse des gesamten Prozesses. Untersucht wird der Einsatzbereich aller Kühlschmierstoffe im Unternehmen - angefangen von der Beschaffung bis zur Entsorgung. Mit in die Analyse einbezogen sind daher, und das ist ein wichtiger Punkt, auch Werkzeuge, Filteranlagen sowie alle wichtigen Prozessbestandteile. Aus all diesen Fakten erarbeitet das Team nicht nur ein schlüssiges Konzept sondern auch ein verbindliches Angebot. Denn Sicherheit und Wirtschaftlichkeit des Prozesses werden auf Cent und Euro berechnet. Das dies überhaupt möglich ist, beruht auf der Erfahrung aus mehr als 60 erfolgreich durchgeführten Projekten. Die Verlängerung von Standzeiten, die Reduktion des Verbrauchs und die Verbesserungen weiterer Leistungsparameter senken die Fertigungskosten, die durch Kühlschmierstoffe beeinflusst werden, um 10 bis 30 Prozent.
Die Umstellung eines Prozesses aufgrund dieser Untersuchung erfolgt für die Kunden ohne Risiko, da bereits im Vorfeld verbindlich kalkuliert wird, welche Produktionskosten sich innerhalb des definierten Projektes einsparen lassen. Dieses Potenzial der Kostensenkung wird dann als Zieldefinition in einem Pflichtenheft fixiert und deren Einhaltung durch ein kontinuierliches Reporting überprüft. Der Zielvereinbarung folgt die Implementierung. Dabei werden nicht nur alle Produktionsabläufe kontinuierlich verbessert, sie werden zugleich sicherer und wirtschaftlicher. Wichtig ist hierbei, dass die notwendigen Maßnahmen flexibel auf die individuelle Fertigung abgestimmt werden. Falls gewünscht, kann auch das Personal des Kunden geschult und in diesen Prozess mit einbezogen werden. Dank ihrer Fachkompetenz und ihrer Erfahrung führen die Mitarbeiter von Rhenus Lub die ihnen übertragenen Aufgaben im Unternehmen ihrer Kunden im Übrigen völlig eigenverantwortlich durch, sodass sich der Kunde auf seine eigenen Kernkompetenzen konzentrieren kann. Mit einer gezielten Auswahl der Pflege- und Systemtechnik, Labor- und Qualitätskontrollen sowie der Optimierung von Befüllung und Reinigung der Produktionsmaschinen trägt eine solche Umstellung mit dazu bei, die Standzeiten der eingesetzten Fluide zu verlängern.
Die globale Ausrichtung des beschriebenen rhenus lubrineering garantiert auch die Übertragung der Ergebnisse auf ausländische Produktionsstandorte. Das ermöglicht ein zielorientiertes Benchmarking innerhalb einer Unternehmensgruppe. International agierende Kunden gehen daher vermehrt dazu über, das komplexe Fluid Management „Made by Rhenus Lub“ auf ihre Standorte im Ausland zu übertragen. Denn wenn Werkzeugmaschinen in Werken rund um den Globus vergleichbare Arbeitsschritte vollziehen, lassen sich die optimierten Prozesse mit nur geringen individuellen Anpassungen auch an anderen Produktionsstandorten einsetzen. Damit gelingt der Ausgleich zwischen der geforderten Standardisierung von Bearbeitungsprozessen und der notwendigen flexiblen Anpassung an die Bedingungen der neuen Produktionsstätte.
Michael Obst, Rhenus Lub / st








