Fördertechnik
Eine Menge auf Lager
Gleit-, Linear- und Gelenklager-Lösungen aus Kunststoff von Igus aus Köln minimieren Wartungsintervalle und erhöhen auch in rauesten Umgebungen die Lebensdauern von Lagerstellen. Die heutige Vielfalt von Bauformen und Lagervarianten ermöglicht eine individuelle Konstruktion von Materialfluss-Systemen mit ab Lager lieferbaren Produkten. Das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik in Dortmund zum Beispiel setzt bei seinem Drehsorter zur Automatisierung der Paket-Sortierung Kunststoff-Flanschlager aus Köln ein – als Lagerung der Tragschalen und für die Lagerung der Rückhaltevorrichtung an den Tragschalen. Da die Anschraubfläche ein dünnes Blech ist, müsste man entweder Lager-Blöcke für die Aufnahme von Gleitbuchsen fräsen oder winkeltolerante Flansch-Wälzlager verwenden. Die Kunststoff-Flanschlager indes sind im Vergleich dazu eine günstige Alternative.
Beispiele aus der Praxis
Die Firma WBS Systemtechnik setzt in ihren Förderanlagen wartungsfreie Kunststoff-Gelenkköpfe als Verbindungskomponente zwischen Pneumatikzylinder und Stellhebel ein. Durch das geringe Gewicht und die schwingungsdämpfenden Eigenschaften des Gelenkkopfes können in dieser Anwendung sehr kurze Taktzeiten erreicht werden. Ähnlich bei den Förderanlagen von Reich Anlagenbau für die Lebensmittelindustrie: Durch Stehlager mit Kunststoff wurden Herausforderungen wie Abrieb, Korrosion, hohe Lebensdauer (zwei Jahre im Dauerlauf), Beständigkeit gegen Reinigungsmittel sowie Wartung auf einen Streich gemeistert. Bei einer Anwendung im Hause Streker Natursaft ersetzen Kunststoff-Gleitlager aus „iglidur J“ im Förderband geschmierte Kugellager.
Ein weiteres Beispiel für die Verwendung von hochleistungsfähigen Polymer-Gleitlagern ist eine Schubmastantriebskette für Scherenhubtische der Firma Innovative Hebe Technik in Georgsmarienhütte: Hier wurde eine annähernd verschleißfreie Lagerung durch Buchsen Type Z und W300 aus Köln gefunden, die zugleich einem hohen Druck Stand halten muss. Bei einer Stauförderband-Applikation bei Edag Engineering + Design sind kurze Linearhübe und wechselnde Schwenkwinkel unter unterschiedlichen Stoßbelastungen die Anforderungen an Kunststoff-Gleitlager aus „iglidur G“. Der Kölner Hersteller konnte dies im Staurollenförderer zusätzlich ohne Wartung und im völligen Trockenlauf erreichen. Diese und andere logistische Anwendungen (zum Beispiel Applikations-Kopf eines Traggriff-Spenders und Setzkopf für Kleinformatfliesen) sind auch unter http://www.igus.de/referenzen zu sehen. Schmutzunempfindlichkeit und ein gutes Dämpfungsverhalten der Lager sind dabei weitere Parameter, die Ingenieure und Konstrukteure interessieren. (pb)








