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Artikel und Hintergründe zum Thema

Präzisionswerkzeuge

„Konsequent digitalisieren“

Vor einem Jahr haben wir mit Holger Langhans, Manager Technology Center und bei der Walter AG zuständig für das Thema Digital Manufacturing, über Vernetzung und die wachsende Bedeutung von Apps im Fertigungsprozess gesprochen. Seither ist bei Walter eine Menge in dieser Richtung passiert.

Holger Langhans, Manager Technology Center und bei der Walter AG

SCOPE: Die Digitalisierung entwickelt sich mit wachsender Dynamik. Im vergangenen Herbst haben Sie Ihr Technology Center in Betrieb genommen. Und seit 2017 sind Sie Eigentümer ihres langjährigen Software-Partners Comara. Was haben Sie vor?

Holger Langhans: Wir sind fest entschlossen, unsere Prozesskompetenz auszubauen. Das geht nur, wenn wir konsequent digitalisieren. Und uns vom reinen Werkzeughersteller zum Anbieter umfassender Fertigungslösungen und nun auch digitalen Fertigungslösungen entwickeln. Dieses sind erklärte Ziele, die wir mit Comara und mit unserer Arbeit im Technology Center verfolgen.

SCOPE: Was heißt das konkret und welchen Nutzen haben Ihre Kunden davon?

Langhans: Comara ist exzellent im Sammeln, Auswerten und Nutzen von Echtzeitdaten zur Vernetzung von Maschinen. Wir bei Walter kennen die Prozesse und Anforderungen unserer Kunden sehr genau. Gemeinsam entwickeln wir Software-Lösungen, um die Arbeit von Maschinen und Werkzeugen auf der Basis von Echtzeitdaten zu optimieren. Die neuen Services, die so entstehen, steigern die Produktionseffizienz unserer Kunden.

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SCOPE: Gibt es schon erste Praxis-Einsätze und Ergebnisse aus Ihrer Entwicklungsarbeit im Technology Center?

Langhans: Die gibt es. Wir stellen mittlerweile Anwendern Apps über unsere Anwendungsplattform „appCom“ zur Verfügung. Einige davon laufen bereits und optimieren deren Prozesse. Und seit der Eröffnung des Technology Centers hat sich unter unseren Kunden herumgesprochen, dass es sich lohnt, unsere dortige Arbeit genauer unter die Lupe zu nehmen. Allein schon, um ein Gefühl dafür zu entwickeln, was auf der Basis digitaler Informationen bereits alles möglich ist.

SCOPE: Können Sie uns ein Beispiel nennen?

Langhans: Sehr gerne. Wir haben beispielsweise eine App, mit der sich komplette Bearbeitungsläufe sehr detailliert dokumentieren lassen: Welches Werkzeug ist wie lang und unter welchen Rahmenbedingungen im Einsatz, wie viel Anteil haben die Nebenzeiten und wie viel die reinen Arbeitszeiten und noch viel mehr. Die App liefert sofort und genau die Informationen, die aktuell gebraucht werden. Harte Fakten in Echtzeit statt Plandaten, höchste Transparenz und Optimierungspotenziale per Mausklick. Dass unsere Kunden davon begeistert sind, liegt auf der Hand.

SCOPE: Ich nehme an, wir werden davon einiges auf der EMO zu sehen bekommen ...

Langhans: Auf jeden Fall. Wir kommen mit einem neuen Standkonzept nach Hannover, das unsere Positionierung in Richtung „digitaler Lösungsanbieter und ganzheitlicher Servicepartner“ deutlich macht. Selbstverständlich gibt es bei uns konkrete Beispiele für die Digitalisierung. Es werden deutlich weniger haptische Werkzeuge zu sehen sein, dafür viele digitale Anwendungen. Neben einem großen zentralen Bildschirm können sich die Standbesucher darüber – passend zum Thema – an zahlreichen Touchscreens und Werkzeug-Displays intuitiv und individuell informieren.

EMO, Halle 3, Stand B34

Digitalisierung steht im Mittelpunkt

Digitalisierung steht im Mittelpunkt

Die Anforderungen in der Metallbearbeitung steigen, Digitalisierung und Vernetzung gewinnen an Dynamik. Zugleich wächst der Bedarf an begleitenden, digitalen Serviceleistungen. Walter bietet daher ein immer breiteres Portfolio an digitalen Lösungen, das weit über Werkzeuge hinausgeht. Was dies konkret bedeutet, zeigt das Unternehmen auf der EMO 2017 vom 18. bis 23. September 2017. Unter anderem erlaubt Walter in Hannover seinen Besuchern einen Blick in die Zukunft des Unternehmens als „Gestalter der digitalen Transformation“, wie sich das Unternehmen selbst bezeichnet. Mirko Merlo, Vorstandsvorsitzender der Walter AG, dazu: „Exzellente Werkzeuge sind die Basis unseres Erfolgs. Doch unsere Kunden erwarten zu Recht mehr – zum Beispiel zuverlässige, maßgeschneiderte Prozesse und die Steigerung ihrer Effizienz mit Hilfe leistungsfähiger digitaler Lösungen. Auf der EMO zeigen wir, welche Vorteile wir ihnen mit unserer Entwicklung in Richtung Industrie 4.0 schon heute bieten. Und natürlich können sie sich über die nächsten Schritte hin zur Smart Factory mit Walter informieren.“
Apps und digitale Tools stehen in Hannover somit im Mittelpunkt. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Daten- und Vernetzungsspezialisten Comara, der mittlerweile zu Walter gehört, weitet das Unternehmen seine digitale Kompetenz weiter aus. cs

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