Wirtschaft + Unternehmen

Kuka verstrahlt wieder Zuversicht

Der Roboterhersteller Kuka will sich verstärkt außerhalb der Automobilindustrie nach neuen Tätigkeitsfeldern in der Industrie umsehen. Zwei Bereiche hat Vorstandschef Dr. Till Reuter dabei wohl in erster Linie im Auge: Medizintechnik einerseits und Service mit seinen starken Margen andererseits.

Kuka schreibt wieder schwarze Zahlen und will den Bereich Automotive um andere ergänzen.

Aber auch andere Bereiche wie die Logistik, der Flugzeugbau und die Solarindustrie würden noch erhebliche Potenziale bieten, hieß es auf der Hannover Messe. Dort verwies der Vorstandschef auf die hohe Roboter-Population in der Automobilproduktion, die achtmal höher sei, als bei anderen Industriezweigen und folgert daraus erheblichen Nachholbedarf.

Die Kuka-Abhängigkeit von Automotive ist noch groß. Ca. 70 Prozent der Umsätze kommen gegenwärtig aus diesem Bereich. Bereits in zwei Jahren soll jeder zweite Umsatz-Euro aus neuen Tätigkeitsfeldern für die Roboter kommen. Das Unternehmen will damit dem Drängen der beiden Großinvestoren Grenzebach und Guy Wyser Pratte nachkommen, die dies bereits seit langem fordern.

Insgesamt zeichnete Reuter ein freundliches Konjunkturbild. Bei Umsatz legte der Konzern im letzten Jahr auf 1,08 Mrd. Euro zu. Das entspricht einem Plus von 20 Prozent. Die Roboter erreichten dabei einen Anteil von knapp 500 Millionen Euro. Der Auftragseingang verzeichnete sogar ein Plus von 27 Prozent und erreichte 1,14 Mrd. Euro. Das entspricht so ziemlich der Umsatzgröße, die Kuka in diesem Jahr erwartet.

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Zahlreiche Erfolge konnte Reuter bereits für das erste Quartal verkünden. "Kuka hat seine Auftragseingänge aus der allgemeinen Industrie in den ersten drei Monaten 2011 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 60 Prozent steigern können", bilanzierte er die ersten Monate des Jahres. Besonders die BRIC-Staaten hätten sich durch hohe Order ausgezeichnet, hieß es. So gehen beispielsweise gleich 100 Roboter an die chinesische Papierindustrie.

Gleichzeitig gelang im letzten Jahr bilanziell der Turn-around. Aus einem Minus von 50 Millionen Euro in 2009 wurden 2010 immerhin 25 Millionen plus. Restrukturierungsmaßnahmen unterstützten dabei die wirtschaftliche Erholung in Augsburg. bw

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