Wirtschaft + Unternehmen

Festo erhält ersten Esslinger Klimapreis

"Festo hat in der Vergangenheit hohe Anstrengungen unternommen und beträchtliche Investitionen getätigt um den Standort Esslingen energieeffizient und energieoptimiert aufzustellen. Vision und Leitbild von Festo bilden dabei die Leitplanken für ein ökonomisches und ökologisches, nachhaltiges Handeln", so Frank Weber, Leiter Corporate Real Estate und Facility Management Festo, bei der Preisverleihung. Gemeinsam mit drei am Projekt beteiligten Mitarbeitern nahm er den Preis von Esslingens erstem Bürgermeister, Wilfried Wallbrecht, entgegen.

Weber (zweiter von links), Leiter Corporate Real Estate und Facility Management, nimmt gemeinsam mit Bernd Bruy (erster von links), Leiter Corporate Real Estate und Facility Management Engineering, Martin Fischer (zweiter von rechts) Technical Building Engineering und Martin Höschele (erster von rechts), Building Services Engineering, den ersten Esslinger Klimapreis entgegen. Überreicht wird dieser vom ersten Bürgermeister der Stadt Esslingen, Wilfried Wallbrecht (dritter von rechts).

Festo engagiert und investiert aber nicht erst seit kurzem in die Themen Energie und Umwelt. Aspekte wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Energieeffizienz wurden bei Festo frühzeitig aufgegriffen und sind seit Jahren tief in den Unternehmenswerten und Managementsystemen verankert. Deshalb findet seit 2000 bei allen neuen Bauvorhaben und der Modernisierung von Bestandsimmobilien weltweit eine stetige Evaluierung neuester energieeffizienter Technologien statt.

In den vergangenen Jahren sind bei Festo insbesondere im Bereich Infrastruktur und Facilities zahlreiche Ansätze für eine langfristige Berücksichtigung der Energieeffizienz entstanden. Dazu initiierte Festo im Jahr 2006 in einem 5-Jahres-Masterplan, ein umfangreiches Programm an Maßnahmen, um die Energieeffizienz an den Standorten und den Produktionswerken nachhaltig zu steigern. Diese Vielfalt an Maßnahmen, welche vor allem auf die Optimierung, Modernisierung und Unterstützung der Wärme- und Kälteversorgung abzielten, wurde zwischen 2006 und 2008 umgesetzt. Beispiele hierfür sind:

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Größte Solaranlage Europas
Am Standort Esslingen wurde eine Solaranlage mit modernsten Vakuumröhrenkollektoren zur Gebäudekühlung mit 1.200 m² Fläche installiert. Mit ihrer Fläche ist sie die größte Solaranlage Europas, die zur Gebäudekühlung eingesetzt wird. In den Sommermonaten, wo der höchste Kühlungsbedarf existiert, ist die Anlage am ertragreichsten. Allein durch die Solaranlage werden jährlich 135 Tonnen CO2 eingespart. Im Zusammenspiel mit der Abwärmenutzung der Kompressoren werden somit über 80 % der Kälteerzeugung des Festo TechnologieCenters in Berkheim mit kostenloser solarer Wärme und Abwärme erzeugt. Dies führt zudem zu einer hocheffizienten Drucklufterzeugung für die Produktionsprozesse.

Nutzung von Erdkälte
Ein weiterer Beitrag zur Nutzung regenerativer Energien sind die 95 aktivierten Gründungspfähle von Bau 6, welche die im Erdreich und Grundwasser verfügbare Erdkälte an eine Betonkernaktivierung abgeben. So werden die Decken des Gebäudes im Grundlastbetrieb über den Wasserdurchfluss aus den Erdpfählen gekühlt. Energieeffizient ist dieses Verfahren, da aufgrund der großen Speichermassen schon Temperaturdifferenzen von wenigen Grad ausreichen.

Masterplan erzielt Erfolge
Im Jahresverlauf zeigt sich, dass ganzjährig hohe Einsparungen erzielt werden konnten. In den vergangenen vier Jahren konnte Festo, durch die Umsetzung des Masterplans, seinen Heizenergiebedarf im Mittelwert um 46 % reduzieren. Dies entspricht einer Einsparung von ca. 6.500 MWh und ca. 1.400 t CO2. Dies belegt die hohe energetische Effizienzwirkung des Masterplans im Zusammenspiel aller Maßnahmen.

Nominiert für den Klimapreis in der Kategorie "Industrie" war auch die Daimler AG. Das Team von Daimler hat ebenfalls den 1. Preis erhalten. lg

 

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