Wirtschaft + Unternehmen

Energiekosten senken - Beratung ist notwendig

Druckluft ist eines der wichtigsten Medien nahezu aller Industriebranchen. Als Energieträger für Antriebe und Stellglieder, auch in ex-schutz-Bereichen, als ¿Betriebsmittel¿ in Förder- und Trocknungsanlagen oder in der Verpackungstechnik beweist sie ihre Vielseitigkeit. Einzig die Kosten der Drucklufterzeugung und ¿verteilung trüben das Bild. Die richtige Kombination aus modernen Technologien und betriebswirtschaftlich sinnvollem Handeln kann die Kosten jedoch nachhaltig senken. Da das Thema Druckluft üblicherweise nicht zu den Kernkompetenzen der Verbraucher gehört, ist es vernünftig externe Fachleute hinzuzuziehen, um alle sinnvollen Möglichkeiten der Kostensenkung zu realisieren. Um die Seriösität der Beratung sicherzustellen, bietet E.ON UltraAir verschiedene Modelle an, die letztlich rein auf Erfolgsbasis arbeiten.

Energiekosten im Fokus

Keine Spedition betreibt eine Raffinerie, um sich mit der benötigten Energie in Form von Diesel und Benzin zu versorgen. Nahezu jeder verarbeitende Betrieb dagegen verwendet viel Zeit und Geld darauf, den Energieträger Druckluft selbst zu erzeugen, aufzubereiten und zu verteilen. Bei näherer Betrachtung fast immer mit wenig überzeugenden wirtschaftlichen Ergebnissen und Folgen.

Erste Schritte zur Senkung der Energiekosten haben viele Unternehmen in den beiden letzten Jahren bereits beim Thema Stromlieferungen unternommen. Hier haben sich die Bemühungen als relativ einfach erwiesen, da sich die Kosten ausschließlich nach dem Verbrauch richten und die Einsparungen sogar ohne Nutzung des Taschenrechners offenkundig werden.

Beim zweitwichtigsten Energieträger, der Druckluft, sind die Potenziale nicht auf den ersten Blick sichtbar, zumal viele Unternehmen Druckluft zusätzlich als ¿Betriebs- und Produktionshilfsmittel¿ einsetzen. Die Kosten für Erzeugung, Aufbereitung, Verteilung und Verluste im Netz sind meist nicht bekannt, und damit ist auch keine Perspektive zur Kostensenkung erkennbar. Prozessluft, besonders wenn sie medienberührt genutzt wird, wie in Lebensmittel- und Getränkeproduktion, bildet einen weiteren Block in den Gemeinkosten, der eine intensive Überprüfung lohnt.

Während die externe Putzkolonne, der externe Spediteur, externe IT-Betreuer und andere Dienstleister selbstverständlich in Anspruch genommen werden, ist das Erzeugen und Verteilen von Druckluft in nahezu allen Unternehmen als Teil der Betriebstechnik eine ¿interne Dienstleistung¿. Sie wird jedoch in aller Regel nicht kostenstellenbezogen abgerechnet, und schon gar nicht mengenbezogen einzelnen Produkten oder Aufträgen zugeschlagen. Damit halten sich, selbst wenn die Betriebstechnik als eigenständiges Profitcenter arbeitet, die Optimierungsbemühungen meist in Grenzen. ¿Gebastelt¿ wird üblicherweise bei Neuanschaffungen von Kompressoren, Trocknern, Filtern und anderen Komponenten, um die Investitionskosten zu drücken. Dieses Feilen an der Technik ist jedoch nur die ¿halbe Miete¿ ¿ und meist nicht einmal das. Bis zu 90 Prozent der Life-cycle-costs eines Kompressors beispielsweise entstehen durch die Betriebskosten. Einsparungen bei der Investitionssumme wirken sich also im Laufe der Zeit kaum aus.

Es scheint sinnvoller, das zunehmend komplexer werdende Thema Druckluftversorgung an Spezialisten zu delegieren, die alle Parameter eines Druckluftnetzes hinsichtlich Investitions- und Betriebskosten dauerhaft zu einem Gesamtoptimum bringen. Am einfachsten ist es, Druckluft ¿ wie die Spedition ihren Diesel ¿ entsprechend definierter Qualitäten und ausschließlich entsprechend den verbrauchten Mengen zu kaufen. Ziele sind

l drastische Kostensenkungen je Kubikmeter verbrauchter Druckluft und

l langfristig sicher kalkulierbare Kosten der benötigten Druckluft ohne Risikovorsorge.

Erzeugung optimieren ist nur der erste Schritt

¿Druckluftcontracting¿ ist seit rund zwei Jahren in einer breiteren Öffentlichkeit Diskussionsthema. Bisher verstehen Anbieter und Anwender darunter üblicherweise das Bereitstellen einer modernen Kompressoranlage, eventuell ergänzt um Teile der Aufbereitungstechnologie. Damit sind bereits Kostensenkungen gegenüber den häufig betriebenen veralteten Systemen zu erreichen.

Ein erster Schritt auf dem Weg zu Optimierungen ist damit getan, aber wirklich nur der erste. Es gilt, das gesamte Druckluftnetz kritisch zu begutachten und alle Potenziale zu berücksichtigen. Ist das Verteilungsnetz bis zu den Verbrauchsstellen richtig dimensioniert, sind Leckageverluste nur minimal, läuft die Drucklufterzeugung mit maximalem Wirkungsgrad, sind Aufbereitungstechnologien ausreichend und wartungsarm? Das sind nur einige der Fragen, die in ein optimiertes Konzept der Drucklufttechnologien einfließen müssen. Und schließlich die wichtigste Frage: Was kostet ein Kubikmeter Druckluft in der gewünschten Qualität in den nächsten Jahren?

Um solche Fragen zu klären und die bestmöglichen Antworten zu finden und in entsprechende Anlagen umzusetzen, haben die ultrafilter international AG mit Sitz in Haan und der Energieversorger E.ON, München, ein gemeinsames Dienstleistungspaket geschnürt: E.ON UltraAir. Unter dieser Marke stehen alle Dienstleistungen in einem abgestuften, modulartigen Konzept zur Verfügung. Basis ist eine intensive Beratung entsprechend der jeweils speziellen Situation im Unternehmen. Von der Aufnahme der Ist-Situation bis zur langfristig gesicherten Lieferung von Druckluft in definierten Qualitäten und mit garantierter Verfügbarkeit zu fest vereinbarten Kosten reicht das Angebotsspektrum.

Hinter dieser Kooperation stecken zwei außerordentlich erfolgreiche Unternehmen mit ihren jeweiligen Kernkompetenzen, die mehr bieten als Aufstellung und Wartung von Kompressoren: Die gesamte Versorgung mit Druckluft wird als externe Dienstleistung erbracht und ausschließlich verbrauchsmengen-orientiert abgerechnet. Damit ist Druckluft erstmals so problemlos zu handhaben wie Strom aus der Steckdose.

Mindestens ebenso wichtig ist die umfassende Beratung, um nicht nur einzelne Punkte der Drucklufttechnik zu optimieren, sondern zu einem Gesamtoptimum zu kommen, das in ein über den aktuellen Tag hinaus tragfähiges Konzept mündet.

Schrittweise zu mehr Qualität und geringeren Kosten

Wie sieht das typische Vorgehen zur nachhaltigen Optimierung des Druckluftnetzes aus?

Erster Schritt ist eine sorgfältige Bestandsaufnahme (Air Survey) durch die Berater von ultrair. Daraus ergeben sich bereits erste Ansätze für Verbesserungen und eine grobe Abschätzung des Einsparungspotenzials bestehender und geplanter Anlagen. Im nächsten Schritt folgt eine Detail-Analyse und das Erstellen eines ¿Optimierungsfahrplans¿ sowie dessen Projektierung (Air Audit).

Im dritten Schritt schließlich geschieht die Umsetzung der Planungen (Air Utility), je nach Interessenslage von punktuellen Optimierungen über Festpreis-Vereinbarungen für bestimmte Leistungen bis zum unternehmensweiten Contracting der gesamten Drucklufttechnologie. Gleichzeitig stattfinden oder anschließen sollte sich die Optimierung des Netzes mit Leckagesuche und -beseitigung, Optimierungen der Querschnitte, Beseitigung von Engstellen und ähnlichen Arbeiten, um den Verbrauch zu senken (Air Performance).

Typischerweise benötigen Unternehmen der Prozessindustrie Druckluft in verschiedenen Druckniveaus und unterschiedlichen Qualitäten. Die Anwendungen reichen von der Versorgung von Maschinen- und Anlagensteuerungen über einfache ¿Pressluft¿ für Reinigungszwecke in Werkstattbereichen bis zur Prozessluft in der Verfahrenstechnik. Organisches Wachstum des Unternehmens, der Produktion und Implementierung neuer Verfahren haben die Drucklufttechnik zu einem wenig planvoll gewachsenen Netzwerk aus Erzeugern, Aufbereitungsstationen und Verbrauchsstellen wachsen lassen. Wartung und Pflege von Kompressoren, Trocknern, Filtern, Steuerungen und anderen Komponenten verschiedener Hersteller beschäftigen Betriebsschlosser und -elektriker. Zusätzlich muss bei Störungen häufig der Service der Hersteller in Anspruch genommen werden. Die Kosten der Primärenergie sind trotz der jüngsten Preissenkungen der Energieversorger immens. Jeder neue Verbraucher stellt die Leistungsfähigkeit des bis an die Grenzen ausgelasteten Netzes erneut in Frage.

Langfristig sicher kalkulierbare, niedrigere Kosten

In solchen Situationen bietet es sich an, das gesamte System mit Hilfe der E.ON UltraAir-Konzepte zu durchleuchten. Ziel ist es, ein mittel- bis langfristig tragfähiges Konzept zu entwerfen und umzusetzen, das für mehrere Jahre Sicherheit bei der Versorgung und exakt kalkulierbare ¿ und von Anfang an deutlich niedrigere ¿ Kosten verspricht. Mittel zum Zweck ist nicht nur die technische Modernisierung des Gesamtsystems und das Anpassen an tatsächliche aktuelle und künftige Bedarfe entsprechend der detaillierten Analyse. Entscheidender Schritt ist die Delegation der Verantwortung für die Drucklufterzeugung an den externen Dienstleister. Schnittstelle ist, je nach Randbedingungen, in aller Regel die Entnahmestelle hinter der letzten Aufbereitung. So wie elektrische Energie von einem Lieferanten bezogen und mengenabhängig bezahlt wird, so kauft das Unternehmen seine Druckluft in gesicherter Qualität und Menge zu einem langfristig fest vereinbarten Preis. Das Equipment steht zwar weiterhin auf dem Betriebsgelände des Verbrauchers, mit der Betreuung hat er aber nichts mehr zu tun.

Auf Kernkompetenzen konzentrieren

Während der Kunde die Drucklufterzeugung quasi ¿nebenher¿ betreibt, gehören Leistungen rund um das Thema Druckluft zu den Kernkompetenzen von E.ON UltraAir. Dementsprechend kann der Dienstleister eine Anlage erheblich kompetenter und in der Folge auch kostengünstiger betreiben als der Verbraucher selbst. Da der Kunde nur die jeweils verbrauchte Luftmenge zahlt, ist der Dienstleister automatisch daran interessiert, die wirksamste Konstellation an Systemen für Erzeugung und Aufbereitung zu nutzen. Damit ist garantiert, dass nur moderne Technik zum Einsatz kommt, die entsprechend unanfällig für Störungen ist. Üblicherweise ist eine Ferndiagnose mit Verbindung zum Dienstleister installiert, die frühzeitig auf notwendige Wartungsarbeiten hinweist.

UtraAir geht noch einige Schritte weiter: Aufgrund der Aktivitäten des Partner E.ON kann bereits die benötigte Primärenergie in Form elektrischen Stroms kostengünstig bereit gestellt werden. Ultrafilter stellt in dieser Partnerschaft sein in vielen Jahren und Branchen gewonnenes Know-how in Sachen Drucklufterzeugung und ¿aufbereitung zur Verfügung. Dazu gehört auch das weit verzweigte Netz spezialisierter Servicetechniker, das schnelle Reaktionen im Servicefall garantiert.

Nur Gewinner?

Aus dem UltraAir-Contracting ergeben sich attraktive Vorteile:

- Aus Kundenprojekten, aber auch aus Untersuchungen des Fraunhofer Instituts ISI ist bekannt, dass bei korrekter Auslegung drucklufttechnischer Anlagen in den Unternehmen Einsparungen von durchschnittlich 33 Prozent der Primärenergie möglich sind.

- Verfügbarkeit von Druckluft ist gemäß definierter Kriterien garantiert, ohne eigenes Wartungspersonal vorhalten zu müssen.

- Es sind keine eigenen Investitionen erforderlich. Damit entsteht keine Kapitalbindung und kein Abschreibungsbedarf. Es fallen lediglich langfristig vereinbarte, verbrauchsabhängige Kosten an, die regelmäßig unter den Kosten der ¿Eigenproduktion¿ liegen.

Der Contracing-Partner E.ON UltarAir profitiert durch die langfristige Zusammenarbeit. Eine der seltenen, echten Win-Win-Situationen, in der alle Seiten Gewinn erzielen, ist hier entstanden.

Meinolf Droege


UltraAir

Unter diesem Namen bieten der Energieversorger E.ON Vertriebs GmbH, München, und die ultrafilter international AG, Haan, Spezialist für Systeme der Druckluftaufbereitung und -verteilung, ein umfassendes Spektrum von Dienstleistungen rund um die betriebliche Druckluftversorgung. Das Angebot reicht von der Bestandsaufnahme vorhandener Anlagen, über die exakten Bedarfsermittlung mit Hilfe moderner Messtechnik bis zur Übernahme der gesamten Drucklufterzeugung einschließlich Stromlieferung und Aufbereitung sowie Lieferung der Druckluft zum Festpreis.


Anzeige
  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Stanzwerkzeuge

Alles formgenau im Schaltschrankbau

Um reibungslose Arbeitsabläufe zu gewährleisten, muss Werkzeug für die Bearbeitung von Schaltschränken und Gehäusen fehlerlos und zuverlässig funktionieren. Mit der Multi-Press 500 rundet Häwa das Angebot im Bereich Stanzen ab.

mehr...
Anzeige

Schraubenkompressor CSD/CSDX

Effizient und nachhaltig

Schraubenkompressoren sind das zuverlässige Rückgrat der industriellen Drucklufterzeugung. Die innovative CSD/CSDX-Baureihe von Kaeser Kompressoren mit zahlreichen Features produziert diese noch effizient und energiekostensparend. Das verringert...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren