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Energiekosten: Siemens-Studie deckt Einsparpotenziale auf
Durch den Einsatz energieeffizienter Technologien könnten Industrieunternehmen weltweit ihre Stromkosten enorm senken. Dies verdeutlicht eine aktuelle Studie der Financial-Services-Einheit von Siemens (SFS), für die in zehn Ländern der Anstieg der Energiekosten für Unternehmen betrachtet und mögliche Gegenmaßnahmen analysiert wurden.
Demnach bietet die Umrüstung auf drehzahlvariable Antriebe das größte Potenzial. Allein die deutsche Industrie könnte so Energiekosten bis zu 6,5 Mrd. Euro innerhalb der kommenden fünf Jahre einsparen. Damit liegt Deutschland hinter den USA (16,7 Mrd. Euro) und China (8,7 Mrd. Euro), aber noch vor Indien (5,4 Mrd. Euro), Großbritannien (3,2 Mrd. Euro) und Frankreich (2,7 Mrd. Euro). Die anhaltend schwierige wirtschaftliche Situation führt jedoch oft zum Aufschub notwendiger Investitionen.
Alternative Finanzierungsmodelle gewinnen daher zunehmend an Bedeutung. "Angesichts weltweit steigender Energiepreise wird der Einsatz energieeffizienter Technologien immer wichtiger für Industrieunternehmen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Dafür notwendige Investitionen können mit Hilfe alternativer Finanzierungslösungen budgetfreundlich realisiert werden", sagt Kai-Otto Landwehr, Leiter des Commercial-Finance-Geschäfts der SFS in Deutschland.
Finanzierungen, zum Beispiel in Form eines Leasing-oder Mietkaufmodells erlauben kalkulierbare Zahlungen über die Vertragsdauer hinweg. Diese können hinsichtlich Laufzeit, Frequenz und Höhe projektspezifisch gestaltet und ganz oder teilweise aus den erzielten Energieeinsparungen beglichen werden. Dabei bietet vor allem der Austausch von Motoren und Antrieben, etwa für Produktionslinien oder Logistikanlagen, sowie die Modernisierung von Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik (HLK) das höchste Potential. Insbesondere der Einsatz drehzahlvariabler Antriebe in Pumpen, Lüftern oder Kompressoren kann den Energieverbrauch um 20 bis 70 Prozent verringern.
Da bisher erst wenige Antriebe über eine elektronische Drehzahlregelung verfügen, sind die Einsparmöglichkeiten bei Energie und Kosten hier bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Den aktuellen Studienergebnissen zur Folge können insgesamt circa 50 bis 70 Prozent der industriellen Prozesse auf diese Art optimiert werden. "Industrieunternehmen sind mehr denn je gefordert ökonomisch und ökologisch sinnvoll zu handeln und sollten vorhandene Einsparpotenziale nicht ungenutzt lassen. Alternative Finanzinstrumente spielen dabei eine entscheidende Rolle", so Landwehr.
Die Analyse beruht auf veröffentlichten Quellen, die zur Berechnung der Energiekosten des industriellen Sektors sowie zur Schätzung potenzieller Einsparungen herangezogen und analysiert wurden. Betrachtet wurden die zehn Länder China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Polen, Russland, Spanien, Türkei und die USA. Die Untersuchung wurde von April 2012 bis September 2012 durchgeführt.
Die Studie sowie weitere Länderergebnisse ist erhältlich bei Claudia Berndt, Tel.: +44 (0) 207 402 0510, E-Mail: "[email protected]". kf









