BMW Group bündelt Know-how

Neues Leichtbauzentrum am Standort Landshut

Das BMW Group Werk in Landshut hat den Zuschlag für das neue Leichtbauzentrum des Unternehmens erhalten. Geplant ist u.a. eine "Denkfabrik", in der rund 160 Ingenieure verschiedenster Fachrichtungen gemeinsam an innovativen Werkstoffen, Mischbaukonzepten und Produktionsverfahren für künftige Fahrzeuggenerationen forschen. Das Unternehmen wird hierfür bis Ende des Jahres 2016 rund 20 Millionen Euro investieren.

CFK-Fertigung im Werk Landshut.

„Landshut ist als Standort für das neue Leichtbauzentrum der BMW Group wie geschaffen. Die Konzentration von Leichtmetallguss-, Kunststoff- und Faserverbund-Kompetenz an einem einzigen Ort ist heute schon einmalig“, so Hattler. „Das Leichtbauzentrum wird das Know-how künftig unter einem Dach bündeln und wertvolle Synergien schaffen. Der Standort Landshut erhält damit sowohl inhaltlich wie auch optisch eine ‚neue Mitte‘.“ Der Innovationsanspruch des Leichtbauzentrums soll sich auch in seiner Gestaltung widerspiegeln. Der Bürotrakt wird den Projektflächen-Gedanken aufgreifen, der sich im Münchner Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) seit Jahrzehnten erfolgreich bewährt hat. Das bedeutet: flexibel gestaltete Arbeitsplätze, eine offene Kommunikation und kurze Entscheidungswege.

Pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum des BMW Group Standorts Landshut am 1. Januar 2017 soll die neue Denkfabrik ihren Betrieb aufgenommen haben. Sie verbindet Produktions-, Labor- und Büroflächen auf rund 7.600 Quadratmetern miteinander. „Als weithin sichtbares Symbol für den Pioniergeist und die Zukunftsfähigkeit des Standortes“, wie Hattler betonte.

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Darüber hinaus plant die BMW Group, das Landshuter Werk im Nordosten um eine Fläche von rund 92.000 Quadratmetern zu erweitern. An der Ergoldinger Mattarello-Allee soll ein Versorgungszentrum entstehen, das direkt an das bestehende Werksgelände angebunden ist und die Fertigungs-technologien ab 2017 hoch effizient mit Material beliefert. Laut Standortleiter Hattler würden damit wichtige Voraussetzungen geschaffen, um den Standort auch strukturell weiterzuentwickeln: „Mit dem neuen Versorgungszentrum können wir unsere Logistikströme innerhalb und außerhalb des Werks nachhaltig optimieren. Das Produktionsmaterial wird an einem Standort konsolidiert, das Lkw-Aufkommen spürbar gesenkt. Davon werden Anwohner und Umwelt gleichermaßen profitieren. Darüber hinaus schaffen wir auf dem bestehenden Werksgelände Platz für die Fertigung neuer, innovativer Komponenten.“

Betriebsratsvorsitzender Willibald Löw beurteilt die Perspektiven des Standorts entsprechend positiv: „Diese Entscheidungen sind ein starkes Bekenntnis der BMW Group zum Standort Landshut und ein großer Vertrauensbeweis für die Menschen, die hier arbeiten. Damit stellen wir die Weichen klar in Richtung Zukunft und sichern langfristig Beschäftigung.“

Innovativer Leichtbau gilt als eine der Schlüsseltechnologien der weltweiten Automobilindustrie. Angesichts steigender CO2-Anforderungen und neuer Antriebskonzepte entscheidet er maßgeblich über die Wettbewerbsfähigkeit der Hersteller in einer sich stetig wandelnden Branche. Schon heute gilt der Standort Landshut als Vorreiter auf diesem Gebiet. So entstehen in dem Komponentenwerk wesentliche Umfänge für die revolutionären BMW i Modelle – darunter Karosserieteile aus Carbon, Gussteile aus Leichtmetall, Komponenten für das Kunststoff-Exterieur, Cockpits sowie der komplette Elektroantrieb.

Zu diesem Zweck wurde in den vergangenen Jahren bereits umfassend in den Standort investiert. Ausbildungsberufe wurden an veränderte technologische Anforderungen anpasst, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Umgang mit neuen Technologien qualifiziert. „Die Ansiedlung des Leichtbauzentrums ist ein weiterer Meilenstein im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung unseres Standortes. Damit werden wir auch künftig aus Landshut heraus Trends für die gesamte Branche setzen“, so Hattler.

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