Variable Antriebslösung
Schneider Electric präsentiert Altivar Process
Mit Altivar Process stellt Schneider Electric die erste variable Antriebslösung mit einer Embedded-Services-Funktion für industrielle Anwendungen vor. Verteilte Daten sind auch in der Produktion ein Problem. Altivar Prozess erlaubt den einfachen Zugang zu Daten über den integrierten Webserver. Der Anwender greift auf die Informationen per Tablet, Smart Phone oder Rechner zu, ohne sich mit der Steuerungstechnik auseinanderzusetzen.
Die Altivar-Lösungen sind von 0,75 bis 1,5 Megawatt ausgelegt. Erhältlich sind die Antriebe als Einbau-, Wand- oder Schrankgerät sowie als Standard- oder Low Harmonic-Ausführung. Speziell entwickelt wurde Altivar Process für die Wasserwirtschaft, die Öl- und Gasbranche sowie den Bergbau und die Lebensmittelindustrie. Typische Anwendungsbeispiele sind Pumpen, Lüfter und Kompressoren in Anlagen, die Gase oder Flüssigkeiten befördern.
Über den Web Server oder die Ethernet-Schnittstelle lassen sich Energie-, Leistungs-, Diagnosedaten, Fehlermeldungen, die Anzahl der Starts und Stopps sowie Alarm- und Fehlerhistorien auslesen. Neben der Überwachung kann man den Umrichter über den Webserver auch komplett parametrieren. Somit ist keine Konfigurationssoftware notwendig. Ärger über Inkompatibilitäten aufgrund von unterschiedlichen Versionsständen gehört somit der Vergangenheit an.
Über das Dashboard des Frequenzumrichters erhalten die Anwender ein komplettes Abbild des Umrichters. Außerdem bekommen Anwender einen schnellen Überblick über Energie und Wartungsdaten wie Energieverläufe, Energiekennzahlen oder Fehlerstatistiken. Das Dashboard kann dabei entsprechend den eigenen Anforderungen frei konfiguriert werden.
Auf diese Informationen lässt sich auch über Smartphone oder Tablet zugreifen. Erforderlich ist lediglich ein Browser, man muss keine spezielle App installieren. Dabei sind alle Level-2-Anfoderungen des Achilles Standards erfüllt, der für SCADA-Systeme definiert wurde.
Mit der Lösung sind u.a. folgende Management-Konzepte möglich:
- Energiemanagement mit Altivar Process: Mit der Lösung überwachen Betreiber in Echtzeit den Energiebedarf ihrer Maschinen. Das erlaubt die Ermittlung von Kennwerten zum Energieverbrauch pro Produkt. Sind diese erst einmal bekannt, können Entscheider beispielsweise energieintensive Produktionsprozesse in Zeiten mit günstigeren Stromtarifen verlegen, um so die Energiekosten zu senken und die Gewinnmarge zu erhöhen. Das macht den Einsatz des Altivar Process beispielsweise zu einer wichtigen Maßnahme, sollten Unternehmen im Rahmen der ISO50001 ein Energiemanagementsystem für ihre Produktion einführen wollen.
- Asset Management mit Altivar Process: Der Umrichter ermöglicht Unternehmen eine zustandsorientierte Wartung ihrer Anlagen basierend auf den ausgelesenen Betriebsdaten: Um hohe Wartungskosten zu vermeiden, können Betreiber aufgrund der entsprechenden Anlageninformationen ihre Geräte frühzeitig in Stand setzen. Sollte beispielsweise bei einer Pumpe aufgrund fehlender Schmiermittel der Betriebszustand gefährdet sein, kann rechtzeitig reagiert und gewartet werden. Das verhindert nicht nur Ausfälle, sondern verlängert auch den Lebenszyklus der Anlage.
Verglichen mit herkömmlichen Antrieben senkt Altivar Process die Betriebskosten um bis zu acht Prozent, da das System durchgängig Effizienzabweichungen erkennt und die Motorleistung mit einer Genauigkeit von bis zu fünf Prozent überwacht. Das unterstützt dabei, die Automatisierungsebene laufend anzupassen - Negativeffekte gehören der Vergangenheit an. Im Gegensatz zu gängigen Antrieben senkt Altivar die Ausfallzeiten um bis zu 20 Prozent. jg









