Sensorik + Messtechnik
Wenn Kupferdrähte
gleichzeitig sehr gut leitfähig und hochfest sein sollen, dann ist der Anwender bei Wieland in Ulm an der richtigen Adresse. Denn dort gibt es zwei aushärtende, niedrig legierte Kupferwerkstoffe, deren zur Festigkeitssteigerung zulegierten Atome nicht wie bei Bronze und Messing im Kupfergitter gelöst sind, sondern in Form kleiner Dispersoiden vorliegen. Außerdem erreichen die so hergestellten Werkstoffe eine hohe Relaxationsbeständigkeit, so dass sie auch bei höheren Temperaturen einsetzbar sind.
Die Ulmer produzieren allgemein Drähte mit besonderer Oberflächen- und Volumenqualität in vielen Abmessungen und Legierungen, auch aus Hochleistungswerkstoffen wie hochfesten Speziallegierungen. So bilden niedrig legierte Kupfersorten eine Alternative zu Kupfer-Beryllium und Kupfer-Cadmium, das wegen toxischer Probleme zunehmend in Verruf gerät. Drähte aus niedrig legierten Werkstoffen können beispielsweise als Vormaterial für hochfeste Vierkant-Stecker-Stifte, für Nieten für Flachleiterverbindungen oder für die Federn in LAN-Buchsen dienen. Neben der Kombination aus hoher Festigkeit und Leitfähigkeit ist hier auch die Lastwechsel- und Temperaturbeständigkeit wichtig. Einige Werkstoffe sind zudem ausscheidungshärtend und lassen sich bestens durch Widerstands- und Laserschweißen verarbeiten.
Als Spezialität gilt auch ein wegen seiner chemischen Zusammensetzung korrosionsbeständiger, hochfester und gleichzeitig unmagnetischer Werkstoff. Er enthält neben Kupfer etwa je 20 Prozent Mangan und Nickel. Schon im nicht ausgehärteten Zustand liegen die Streckgrenzenwerte über 1.000 Megapascal, nach einer Wärmebehandlung über 1.600 Megapascal. Als Herstellungsverfahren wird das Sprühkompaktieren angewandt, das zwischen der Pulvermetallurgie und dem Stranggießen angesiedelt ist und sich für die Produktion sehr hoch legierter Werkstoffe eignet. Daraus entstehen dann beispielsweise hochfeste Steckkontakte, Stützdrähte in Litzen und Feinstdrahtgewebe für Filter.rm








