Aventics-Pneumatik in Zügen

Patronen sorgen für Sicherheit

Pneumatikantriebe von Aventics senken die Lebenszykluskosten und erhöhen die Sicherheit von Schienenfahrzeugen, sagt der Hersteller, denn mit neuen Pneumatikmodulen erleichtert Aventics nun Konstrukteuren von Schienenfahrzeugen die Arbeit: Die pneumatischen Türantriebe RTC-TD seien extrem langlebig und wartungsarm. Dadurch lassen sich die Lebenzykluskosten von Zügen maßgeblich senken. Zudem sorgen die kompakten Pneumatikmodule für ein einfaches Öffnen im Notfall.

Die neuen pneumatischen Türantriebe RTC-TD bestehen aus Systemkomponenten des Pneumatikbaukastens von Aventics: In den Enddeckeln des kolbenstangenlosen Zylinders ist eine Patronenlösung für die Ventile integriert. (Fotos: Aventics)

Die neuen pneumatischen Türantriebe RTC-TD ermöglichen eine Einstellung der Schließgeschwindigkeit, eine pneumatische Dämpfung und ein sicheres Entlüften. Das Produkt besteht aus bewährten Systemkomponenten des Standard-Pneumatikbaukastens von Aventics. In die Enddeckel des kolbenstangenlosen Zylinders haben die Pneumatikspezialisten eine Patronenlösung für die Ventile integriert. Diese zeigen im Bahneinsatz für Bremssysteme ihre Vibrationsfestigkeit und Robustheit, denn anders als bei auf Profilen montierten Ventilen können sich keine Rohre und Rohranschlüsse lösen. Mit Ausnahme der Auf-/Zu-Steuerung sind alle notwendigen pneumatischen Funktionen über die Ventile integriert. Dadurch baut der kolbenstangenlose Antrieb der Serie RTC-TD kompakter und leichter als elektromechanische und andere pneumatische Lösungen.

Pneumatische Dämpfung in Hardware verankert

Beim Öffnen und Schließen der Türen dämpft RTC-TD – im Vergleich zu Wettbewerbsprodukten – die Bewegung bereits 80 Millimeter vor Erreichen der Endposition ab. Möglich ist dies durch die spezielle Konstruktionsweise. Das frühzeitige Abbremsen schont die Mechanik und reduziert das Risiko, dass Passagiere sich oder ihr Gepäck einklemmen.

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Im Gegensatz zu elektromechanischen Antrieben ist der Aufbau von pneumatischen Antrieben weniger komplex. Weil weniger Komponenten enthalten sind, sinkt das Risiko, dass Teile ausfallen. Eine zweistufige Drosselung mit festen Drosselquerschnitten übernimmt das Abbremsen der Bewegung ohne Elektronik und mechanische Verschleißteile. Im Labor stimmt Aventics das Antriebsmodul auf die jeweiligen Anforderungen des Türenherstellers ab. Die einmal definierte Einstellung vereinfacht die Montage und Inbetriebnahme der Türantriebe beim Zughersteller. Auch beim Verschleiß der Türmechanik bleibt der gesteuerte Bewegungsablauf die gesamte Lebensdauer über ohne Wartungsarbeiten erhalten, da die Türgeschwindigkeit fluidmechanisch geregelt ist. 

Leicht manuell zu öffnen

Mit RTC-TD ausgerüstete Türen lassen sich in Notsituationen schnell und einfach per Hand öffnen. Tritt ein Spannungsausfall ein und wird das Notöffnungsventil betätigt, öffnet sich das Entlüftungsventil automatisch und der Druck im kolbenstangenlosen Zylinder sinkt auf das Niveau der umgebenden Atmosphäre. Anders als bei elektromechanischen Lösungen muss der Passagier nicht zusätzlich die Kräfte der Mechanik überwinden. Vielmehr entweicht die Restluft direkt nach außen. Dadurch ist der notwendige Kraftaufwand bei RTC-TD geringer als bei anderen Pneumatiklösungen.

Lebensdauer: 30 bis 40 Jahre

Die Wartung und Reparatur der Einheiten sei laut Aventics unkompliziert, denn sie bestehen aus einer geringen Anzahl von Standardkomponenten. Die Wartungstechniker müssen nach dem Austausch keinerlei Einstellungsarbeiten für die Geschwindigkeit oder Dämpfung vornehmen. Die Lebensdauer erreicht – je nach Luftqualität – voraussichtlich 30 bis 40 Jahre. Der RTC-TD erreicht sicher die in Deutschland vorgeschriebene Mindestlebensdauer von Türantrieben von zwei Millionen Kilometern Laufleistung. Die bauähnlichen RTC-BV halten nachgewiesen mindestens fünf Millionen Kilometer. Das entspricht gut 2,5 Millionen Zyklen ohne Einstellarbeiten. bw

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