Industrie 4.0
Hannover Messe 2016 schließt mit Besucherplus
Nach fünf Messetagen schloss die Hannover Messe 2016 ihre Tore mit einem Besucherplus: mehr als 190.000 Besucher (175.000 im Vergleichsjahr 2014) fanden den Weg in die niedersächsische Landeshauptstadt.
Mehr als 50.000 Besucher kamen aus dem Ausland. Das sind rund 25 Prozent mehr als im Jahr 2014. Neue Rekordwerte wurden aus den USA und China erreicht. "Ob neue Technologien für Fabriken oder für Energiesysteme – die rund 5.000 amerikanischen Besucher haben in Hannover gefunden, was sie gesucht haben, und konnten viele neue Geschäftskontakte knüpfen", sagte Dr. Jochen Köckler, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG. China konnte mit 6.000 Besuchern die Position als größte Besuchernation nach Deutschland weiter festigen. Aus Europa wurden 30.000 Besucher gezählt.
Köckler weiter: "Die Hannover Messe baut ihre einzigartige Position als der globale Hotspot für Industrie 4.0 eindrucksvoll aus. Hier werden die neusten Technologien und Innovationen erstmals einem breiten Publikum vorgestellt. Industrie-Initiativen aus Deutschland, den USA, China, Japan und der EU haben sich in Hannover getroffen, um gemeinsam den Weg in die digitale Zukunft zu beschreiten." So zum Beispiel beim "Forum Industrie 4.0 meets the Industrial Internet". Mehr als 8 000 Teilnehmer informierten sich dort über Technologien, Standards und Geschäftsmodelle für die vernetzte Industrie.
Das zweite zentrale Thema der diesjährigen Messe war Integrated Energy – das Energiesystem der Zukunft. Von der Erzeugung, Übertragung, Verteilung und Speicherung bis hin zu alternativen Mobilitätslösungen wurde die gesamte energiewirtschaftliche Wertschöpfungskette gezeigt. Dabei stand die Integrated Energy Plaza mit einem weltweit einmaligen interaktiven Modell eines kompletten regenerativen Energiekreislaufs im Mittelpunkt. "Die Hannover Messe ist die weltweit einzige Messe, die das gesamte Energiesystem abbildet. Diesen Ausstellungsschwerpunkt werden wir in Zukunft konsequent ausbauen", erklärte Köckler.
Auch im Ausstellungsbereich der industriellen Zulieferung habe sich gezeigt, dass Industrie 4.0 besonders für Zulieferer immer mehr zur Standardanforderung geworden sei. Weitere wichtige Themen in diesem Bereich waren neue Werkstoffe sowie der Leichtbau. Die Fachbesucher entdeckten vielfältige Konstruktionsideen und Leichtbauteile aus Kunststoff oder Verbundwerkstoffen genauso wie aus Stahl.
Bei "Young Tech Enterprises" , ein neuer Ausstellungsbereich der Hannover Messe, wurde deutlich, dass sich Gründergeist auch in der Industrie lohnt. "Maschinenbau-Startups müssen höhere Risiken eingehen als Startups aus dem IT-Umfeld. Jahrelange Entwicklungsarbeit und hohe Investitionskosten sind die Regel", sagte Köckler. "Im neuen Ausstellungsbereich konnten die Jungunternehmen Kontakte zu potenziellen Investoren, Kunden und Partnern knüpfen."
Noch nie waren so viele politische Entscheidungsträger und Konzernlenker aus der Industrie auf der Messe vertreten. US-Präsident Obama hatte drei Minister in seinem Gefolge, darunter Handelsministerin Penny Pritzker, die bis einschließlich Mittwochabend auf der Messe Gespräche führte. Mit Vizepräsident Maros Sefcovic (Energie), Günther Oettinger (Digitales), Elzbieta Bienkowska (Industrie), Cecilia Malmström (Handel) und Carlos Moedas (Forschung) besuchten auch fünf der wichtigsten EU-Kommissare die diesjährige Hannover Messe. Hierzu stellvertretend Kommissar Oettinger: "Die Hannover Messe ist nicht nur die international führende Industriemesse, sie hat mittlerweile auch eine Vorreiter-Rolle beim Thema Digitalisierung der Industrie übernommen. Sie ist damit auch für die Europäische Kommission eine wichtige Plattform für den Austausch von Informationen und Ideen sowie ein Ort der Debatte über die Zukunft der europäischen Industrie." kf
Die Hannover Messe 2017 wird vom 24. bis zum 28. April ausgerichtet. Das Partnerland im kommenden Jahr ist Polen. kf









