Bausteine der Automation

Standardlösungen für den Konstrukteur

Auch wenn die Komplexität automatisierter Anlagen kontinuierlich zunimmt, basieren die Automationslinien im Kern immer wieder auf den gleichen Funktionen: dem Spannen, dem Bearbeiten und dem Transportieren. Ziel von Tünkers ist es, Anwendern für die gängigen Funktionen im Umfeld des Roboters einen industrietauglichen Baukasten an die Hand zu geben.

Automationstechnik ist der Schlüssel zur kosteneffizienten und qualitätsoptimierten Produktion von Serienprodukten. Ein Beispiel ist hierfür die Automobilindustrie, die zum Beispiel in der Karosseriefertigung auf einen fast hundertprozentigen Automatisierungsgrad setzt. Während am Anfang der Rationalisierung die Vereinfachung einzelner Prozesse im Vordergrund stand, dominieren in heutigen Automationsanlagen der Automobilindustrie voll verkettete Linien, in denen der Werker nur noch Zubringerdienste leistet oder etwa für den Abtransport der Teile zuständig ist. Für den Laien fast unverständlich ist, dass solche komplexen Systeme heute fast störungsfrei im Dauerbetrieb 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr funktionieren. Dabei ist das Grundrezept, das hinter dem Erfolg solcher Automationslinien steht, relativ einfach und lautet: Standardisierung. Den Schlüssel hierzu bildet als Kernzelle der Industrie der Roboter, der heute das Herz fast jeder Automationslinie darstellt. Mit diesem Modularisierungsansatz lassen sich alle Automationsaufgaben in einfache, immer wiederholende Funktionen gliedern. In der Regel geht es darum, ein Werkstück zu fixieren, zu spannen, dieses Werkstück zu bearbeiten, mit weiteren Werkstücken zu verbinden und dieses Halberzeugnis an die nächste Station zu übergeben, also zu transportieren.

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Für diese erforderlichen Schritte hat Tünkers die neun Bausteine der Automation abgeleitet. Sie umfassen standardisierte Lösungen für die Prozesse Spannen, Positionieren, Verfahren, Umformen, Fördern, Greifen, Drehen, Schweißen und Transportieren mit einem ausgeprägten Fokus auf die Blechverarbeitung – hier im Besonderen auf den Karosseriebau in der Automobilindustrie. Die Lösungen sind robust und wartungsfrei und ausgelegt für die extremen Einsatzbedingungen der Großserienfertigung. Außerdem verfügen sie bereits über Antrieb, Getriebe, Prozesskontrolle und die passenden Schnittstellen, und bilden damit eine Funktion wie das Spannen oder Fördern vollständig ab. Vor dem Hintergrund, dass immer wiederkehrende Funktionen wie das Spannen auch gleiche und damit standardisierbare Produkte erforderlich machen, ist ein Werkzeugkasten entstanden, mit dem nahezu alle Funktionen dieser neun Bausteine realisiert werden können. Mit diesem Werkzeugkasten rückt das Ziel näher, Vorrichtungen nicht mehr individuell zu konstruieren, sondern entsprechend der benötigten Funktionen im CAD-System mit dem Baustein-Modellen zusammenzufügen. Der Konstrukteur wird damit zum Komponist, der sich nicht mit der Komplexität bis hin zur Einzelteil-Detaillierung beschäftigt, sondern auf das richtige Komponieren der geeigneten Funktion konzentriert. ee

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