Schrauben-Kompressoren

Prickelnder Genuss

Stündlich befüllt das Traditionsunternehmen Rotkäppchen- Mumm Sektkellereien bis zu 24.000 Flaschen mit Sekt. Ohne eine zuverlässige Druckluftversorgung wäre diese Leistung undenkbar: Seit zehn Jahren liefern zwei Boge- Schraubenkompressoren sowie ein frequenzgeregelter Kompressor konstant den gewünschten Druck. Die Sektkellerei kann sich so auf ihr Kerngeschäft konzentrieren - und spart dank effizienter Wärmerückgewinnung jährlich rund 11.000 Euro sowie bis zu 67 Tonnen CO2 ein.

Mit über 40 Prozent Marktanteil ist die Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH Deutschlands führender Hersteller auf dem Sektmarkt. Um neben Spirituosen und Wein die Abfüllung von jährlich knapp 170 Millionen Sektflaschen an vier Standorten zu bewerkstelligen, ist ein technisch perfekter Produktionsablauf notwendig. Am Standort Eltville, an dem rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind, werden die Marken Mumm, Jules Mumm, MM Extra sowie Rotkäppchen hergestellt. Hier, am rechten Ufer des Rheins, unweit der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden, sind drei Anlagen im Einsatz, die den Sekt in 0,75-Liter-, 0,2-Liter-Piccolo- und 1,5-Liter-Magnum-Flaschen abfüllen.

Mittels Druckluft lassen sich bis zu 24.000 Flaschen pro Stunde entpacken, reinigen, befüllen, verschließen, etikettieren und wieder verpacken – und das von montags bis samstags im Dreischichtbetrieb. Eine zuverlässige Druckluftversorgung ist entscheidend, um einen reibungslosen Betriebsablauf zu gewährleisten und konstant lieferfähig zu bleiben. Werkstattleiter Torsten Pfeil bringt es auf den Punkt: „Sobald wir zu wenig oder gar keine Druckluft erhalten, steht unser Betrieb praktisch still – mit gravierenden Folgen für unsere ‚just in time‘-Produktion.“ Um den technisch perfekten Produktionsablauf sicher zu stellen, legt der Marktführer bei der Auswahl seiner Geschäftspartner einen besonderen Fokus auf Qualität. Das Versprechen an Langlebigkeit und Effizienz seiner Produkte stellt Boge Kompressoren in Eltville seit über zehn Jahren unter Beweis: Zwei Kompressoren der Baureihe S 60 sowie ein frequenzgeregelter SF 61 Kompressor sind rund um die Uhr im Einsatz und gewährleisten eine konstante Druckluftversorgung. „Wir haben uns bewusst für Boge entschieden, weil wir von der Qualität der Kompressoren überzeugt sind. Darüber hinaus setzen wir großes Vertrauen in den Kundenservice, der jederzeit zu Stelle ist, wenn es darauf ankommt“, betont Pfeil.

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Bereits beim Entpacken der Sektflaschen ist ein konstanter Druck wichtig, um die sterilen Flaschen mittels Venturi-Effektes anzusaugen und von der Palette auf das Abfüllband zu befördern. Auch beim anschließenden Füllprozess der Sektflaschen, kommt Druckluft zum Einsatz: Das Ansteuern der Pneumatikventile während der verschiedenen Füllphasen erfordert einen Druck von sechs bis sieben bar. Bevor die Mitarbeiter die hochwertige Ware etikettieren und verpacken, erfolgt der Feinschliff: Luftdüsen befreien die Flaschen von Kleinstpartikeln wie Korkresten und Wasser. Anschließend fotografiert und prüft der sogenannte Checkmat den Sitz der Etiketten sowie der Chargennummern. Für die perfekte Ausrichtung werden Druckluftimpulse eingesetzt.

Wärme gut genutzt

In der Sektkellerei im Rheingau erfüllen die Schraubenkompressoren des Fluidtechnikspezialisten hohe Ansprüche an Wirtschaftlichkeit und Qualität. Zuverlässig erzeugen die Verdichterstufen der beiden S 60-Systeme einen konstant hohen Druck bei gleichzeitig niedrigem Leistungsbedarf. Der ventillose Ölkreislauf ohne Ölstop- und Rückschlagventil gewährleistet maximale Betriebssicherheit. Für eine flexible Druckluftmenge sorgt die integrierte Frequenzregelung des Schraubenkompressors SF 61. Der Volumenstrom wird hier kontinuierlich zwischen 25 und 100 Prozent geregelt – das vermeidet teure Leerlaufzeiten. In Verbindung mit den direkt gekuppelten S 60-Kompressoren lässt sich der nötige Druck flexibel für die jeweilige Anwendung erzeugen. Denn für jedes bar Druckluft, das man mehr erzeugt, müsste ein um 6 bis 8 Prozent erhöhter Energiebedarf einkalkuliert werden. So spart das Werk in Eltville beträchtliche Mengen seiner druckluftbezogenen Energiekosten.

Seit langem ist bekannt, dass nur ungefähr fünf Prozent der Energie, die man zum Erzeugen von Druckluft benötigt, in der Druckluft verbleibt. Der Rest der Energie wird in Form von Wärme wieder an die Umwelt abgegeben. Nutzt man die Wärme aber für den Produktionsprozess oder die Raumbeheizung, lassen sich beeindruckende Wirkungsgrade von deutlich über 90 Prozent erzielen.

Für nachhaltige Energieeinsparungen hat der Hersteller die Kompressoren in Eltville von Anfang an mit seinem Wärmerückgewinnungssystem Boge Duotherm ausgestattet. Die Kellerei kann damit die Abwärme der Kompressoren nutzen, um das Wasser zur Reinigung des Füllers auf 60 Grad Celsius vorzuwärmen. Um das Wasser schließlich auf eine Endtemperatur von 90 Grad Celsius aufzuheizen, genügt eine geringe Menge Heizöl. Neben der Füllerreinigung setzt das Werk das erwärmte Brauchwasser auch zur wöchentlichen Intensivreinigung der Piccolo-Abfüllanlage ein. Die Energiekosten für die Druckluft werden durch die Wärmerückgewinnung zwar nicht niedriger, aber Rotkäppchen-Mumm spart erheblich bei den Heizkosten für die Brauchwassererwärmung. "Umwelt- und Ressourcenschonung ist für uns ein zentrales Thema. Durch die effiziente Nutzung der bereits vorhandenen Wärme reduzieren wir unseren jährlichen CO2-Ausstoß um 34 Tonnen und sparen dabei fünfstellige Beträge für Fremdenergie", freut sich Pfeil.

jg

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