handling award 2020

Kategorie 1 - Erster Platz: Zuführung auf neuem Niveau

Mit ROTU und PARU hat der Hersteller die Flexibilität eines Roboters mit der Leistungsstärke eines Vibrationsförderers kombiniert. Die Performancesteigerung ist dank Digitalisierung möglich: KI bewertet die Machbarkeit, Simulation legt die Sortierwerkzeuge aus.

Mehr Performance durch neue Systemarchitektur. © Hofmann & Stirner

Hofmann & Stirner Zuführsysteme  konnte in der Kategorie Handhaben und Montage mit seinen Zuführsystemen ROTU und PARU für den ersten Platz überzeugen. Auf der Basis einer neuartigen Maschinenarchitektur mit standardisierter Antriebseinheit und einem fördergutindividuellen Sortierwerkzeug sind flexibel rüstbare Zuführsysteme entstanden, die bis zu 800 Teile pro Minute transportieren können und sich binnen zwei Minuten rüsten lassen. Der Hersteller hat mit diesen Systemen die Flexibilität eines Roboters mit der Leistungsstärke eines Vibrationsförderers kombiniert. Hofmann & Stirner nennt eine 350prozentige Leistungssteigerung im Vergleich zu herkömmlichen Zuführsystemen sowie eine Lieferzeit von nur rund sechs Wochen.

Der Rundschwinger ROTU ist für Sortieraufgaben konzipiert, der Linearschwinger PARU wird als Staustrecke eingesetzt. Der Hersteller hat eine Simulationssoftware für die digitale Auslegung der Zuführsysteme entwickelt. Mit dem Modul Digital Motion wird berechnet, wie sich die Systeme bewegen. Das Modul Digital Feeder simuliert, wie sich folglich die Fördergüter im Zuführsystem und in der Sortierstrecke verhalten. Mit dem finalen Simulationsmodell ist das gesamte Zuführsystem, das an den Kunden ausgeliefert wird, als digitaler Zwilling vorhanden. Bei der Machbarkeitsanalyse und Angebotserstellung kommt Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz, sodass bei Kundenanfragen schließlich ein vollwertiges Angebot bereits innerhalb von 24 Stunden vorgelegt werden kann. Der Kunde kann ein Fördergut als 3D-CAD-Modell hochladen und seine Zuführaufgabe spezifizieren. Dadurch entfällt die Lastenhefterstellung. Mittels 3D-Deep-Analysis des Förderguts werden Machbarkeit der Ausbringlage, Leistungsdaten, Kosten, Lieferzeit, Verhakung und weitere Parameter  bestimmt und in ein pdf-Angebot überführt.

Anzeige

Jedes Sortierwerkzeug funktioniert auf jedem ROTU der gleichen Größe: Plug & Feed. Das Umrüsten erfolgt rein mechanisch, es ist keine aufwändige Sensorik für eine Anpassung der Betriebsparameter verbaut. Die Abstimmung erfolgt vollständig vorab mittels digitalem Zwilling. ROTU gibt es in zwei Systemgrößen jeweils links- und rechtslaufend. Das System kombiniert Schwingantrieb, Fördertopf, Teilebevorratung und Umhausung in einem standardisierten Massenprodukt. Der Linearschwinger PARU erzielt Fördergeschwindigkeiten bis zehn Meter pro Minute. Er ist in drei Basisgrößen S, M und L verfügbar. Diese lassen sich durch Aneinanderflanschen zu weiteren Längen von 400 bis 3.200 Millimeter durchgehende Staustrecke kombinieren. PARU muss bezüglich Federanstellwinkel oder Ausgleichsmassen nicht angepasst werden. Die Abstimmung erfolgt ausschließlich digital über den digitalen Zwilling. Die Zeit bei der Erstinbetriebnahme für ein neues Fördergut beträgt bei PARU üblicherweise nur wenige Minuten. pb

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Zentriereinheit

Werkstücke ausrichten und fixieren

Die neue Zentriereinheit von Norelem ist für das exakte Ausrichten und Fixieren von Bauteilen konzipiert. Sie besteht aus einem Kegel mit einvulkanisierten Präzisionskugeln und einer Buchse. Der spezielle Aufbau des Systems ermöglicht eine...

mehr...

Flächengreifer FQE

Der Tolerante

Schmalz hat einen neuen Greifer für die automatisierte Handhabung entwickelt: Der FQE ist für verschiedene Aufgaben auch an kollaborativen Robotern geeignet und hält Werkstücke unterschiedlicher Größe und Form schnell und sicher.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige