EDB hilft Erstinvestoren

Investieren in Bahrain

An der Schwelle zwischen Ost und West ist Bahrain schon seit über 4000 Jahren eine der wichtigsten Handelsschnittstellen am Golf. Durch seine zentrale Lage an den Handelsrouten der Golfregion und im Herzen der reichen Perlentaucherindustrie floriert der Handel in Bahrain bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Wer hier investieren möchte, kann sich an das Bahrain Economic Development Board (EDB) wenden.

© Bahrain Economic Development Board

Schon immer war dabei Offenheit das Erfolgsrezept für den wirtschaftlichen Fortschritt in Bahrain. Als etablierter Handelsknotenpunkt und Investitionszentrum war das Königreich in vielerlei Hinsicht ein Pionier in der Region, vom Handel über die Ölexploration bis hin zu Finanzdienstleistungen und Ausbildung. Dank dieser Trends verfügt Bahrain heute nicht nur über eine gut ausgebildete Erwerbsbevölkerung in einer diversifizierten Wirtschaft, sondern ist auch stark in das weltweite Wirtschaftsgeschehen eingebunden.

Mit einem großen und vielfältigen Angebot an heimischen und ausländischen Arbeitskräften, erstklassiger Logistikinfrastruktur und einem sehr attraktiven Investitionsumfeld hat Bahrain Unternehmen, die Produktionszentren in der Region aufbauen wollen, viel zu bieten. Nicht zuletzt dank dieser Faktoren hat die Produktion in den vergangenen fünf Jahren um 80% zugelegt, und ausgehend vom aktuellen Wachstum sollte das produzierende Gewerbe im Königreich innerhalb der nächsten zehn Jahre über ein Fünftel des BIP beisteuern.

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Marktvolumen von 1,5 Billionen Dollar

Sein Wachstum verdankt Bahrain nicht zuletzt den günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Bahrain bietet eine einheitliche Rechtsordnung mit einem bewährten Regulierungsrahmen für Investitionen sowie minimalen Beschränkungen für Auslandsinvestitionen bzw. für ausländische Eigentümer. In kaum einem anderen Land der Golfregion sind die Kosten und Steuern so niedrig, und das Königreich gilt allgemein als "Tor zur Golfregion", das erstklassigen Zugang zu den Märkten der Golf-Kooperationsstaaten (GCC) Bahrain, Königreich Saudi-Arabien, Kuwait, Oman, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie darüber hinaus zu den Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas bietet. In den letzten Jahren haben die Mitgliedstaaten die Chancen, die die GCC-Kooperation bietet, verstärkt genutzt. Bahrain profitiert hiervon in hohem Maße, ganz besonders im Bankensektor und im Bereich Finanzdienstleistungen, und die weiteren Anstrengungen zur Integration von Handel und Wirtschaft tun hier noch ein Übriges. Der Golf, der Nahe Osten und Afrika bilden eine der wichtigsten Wirtschaftsregionen der Welt. Die GCC-Wirtschaft hat heute ein Volumen von USD 1,5 Billionen, bis 2020 sollen es USD 2 Billionen sein. Die Wirtschaft wächst weiter. Dafür sorgen die für die Welt essenziellen Energiereserven ebenso wie die steigenden Investitionen in Infrastruktur und wirtschaftliche Diversifizierung. Nach Schätzungen des IWF sollte die Wirtschaft des Nahen Ostens und Afrikas 2014 um insgesamt 3,6% zulegen.

Produzierendes Gewerbe in Bahrain

Aluminiumspezialist Bahrain

Die Aluminiumproduktion ist ein wichtiger und wachsender Sektor, und das Metall ist nach Öl Bahrains zweitwichtigster Exportartikel. Alba, eine der größten Aluminiumhütten der Welt, hat ihren Firmensitz in Bahrain. Sie stellt hochreines Material her und schafft damit ideale Voraussetzungen für die nachgelagerte Aluminiumproduktion für die Automobilbranche. Für 2013 etwa sollte die globale Aluminiumnachfrage um 7% steigen, und entsprechend stark profitiert die aluminiumproduzierende Industrie in Bahrain. 2013 betrug der Gesamtumsatz von Alba BD 749,3 Millionen (USD 1.993 Milliarden). Das schafft beste Voraussetzungen für die nachgelagerte Aluminiumproduktion z.B. für die Automobilbranche.

Nicht weit vom Alba-Standort liegt Gulf Aluminium Rolling Mill (Garmco), das größte Aluminiumwalzwerk im Nahen Osten, das Kunden mit hochwertigen Aluminiumplatten und Bändern aus einer Hand beliefert. Die Jahresproduktion beträgt insgesamt 165.000 Tonnen. Midal Cables Ltd ist das erste Unternehmen am Golf, das Stäbe, Oberleitungen, Drähte und endlos stranggepresste Produkte aus Aluminium und Aluminiumlegierungen herstellt und exportiert. Es produziert durchschnittlich etwa 60.000 Tonnen pro Jahr. Die Bahrain Aluminium Extrusion Co (Balexco) war das erste Aluminium-Stranggussunternehmen im Arabischen Golf mit einer jährlichen Produktionskapazität von ungefähr 25.000 Tonnen. Hier werden nach internationalen Standards hochwertige Stranggussprodukte und Systeme hergestellt, die vor allem in Aluminiumtüren, -fensterrahmen sowie anderen Produkten für die Bauindustrie verwendet werden.

Stahlproduktion in Bahrain

Im Jahr 2012 begann United Steel (SULB) mit dem Bau eines Stahlwerks mit einem Investitionsvolumen von insgesamt USD 1,2 Milliarden. Das Projekt ist eine Joint Venture zwischen Gulf United Steel Holding Company (Foulath) und der japanischen Yamato Kogyo Company. Der Bau ist bereits weit fortgeschritten, und wie Gulf Construction berichtet, wird das Werk nach Fertigstellung die Angebotskette für Bahrains Baubranche wesentlich verstärken.

Freihandelszonen

Im Gegensatz zu anderen Golfstaaten können Investoren in Bahrain zu 100% Eigentümer eines Unternehmens bleiben, und sie profitieren von den niedrigsten Steuern in der Region. Zwar verfügt Bahrain nicht über eine eigene Freihandelszone, aber Investoren können ihr Kapital, ihre Gewinne und ihre Dividenden jederzeit in ihr Heimatland transferieren. So ist Bahrain eigentlich eine einzige große Freihandelszone.

Salman Industrial City-Projekt

Das Salman Industrial City-Projekt wurde im Januar 2010 angestoßen, um ein geeignetes Umfeld für Industrie- und Produktionsansiedlungen im Königreich zu schaffen. Mit einem BIP-Beitrag von etwa 15% spielt das verarbeitende Gewerbe eine wichtige Rolle in der Wirtschaft von Bahrain. Angrenzend an den Khalifa Bin Salman Port und mit direkter Anbindung an die nahe gelegene Infrastruktur wie etwa den Bahrain International Airport und den 25 km langen King Fahd Causeway nach Saudi Arabien bietet die Salman Industrial City ideale Bedingungen für internationale Unternehmen, die Fertigungsstandorte oder Industriebetriebe für den 1,5-Billionen-Dollar-Markt der Golfregion errichten möchten.

Bahrain International Investment Park

Der etwa 2.500.000 m² große BIIP ist eine Entwicklung des bahrainischen Ministeriums für Industrie und Handel. Der Industriepark ist vom Bahrain International Airport gut zu erreichen und liegt direkt neben dem Khalifa bin Salman-Hafen in Hidd. Über den King Fahd Causeway schließlich ist der BIIP auch an Saudi-Arabien angebunden. Nach seiner Fertigstellung wird der BIIP über 70 Unternehmen beherbergen. 28 Werke wurden bereits eröffnet, 23 weitere sind im Bau und über 20 in der Planung. Insgesamt werden in den nächsten Jahren etwa BD 5 Milliarden in den BIIP investiert. Die damit verbundenen 43 neuen Projekte schaffen voraussichtlich über 8000 Arbeitsplätze.

Zu den bereits angesiedelten Unternehmen gehören unter anderem:

  • Mondelez (früher Kraft Foods) (USA - Käse- und Getränkepulverhersteller)
  • MTQ Corporation (Singapur - Komponentenhersteller für die Öl- und Gasindustrie)
  • Abahsain Fibreglass (Saudi Arabien - Hersteller von E-CR-Glasfaser)
  • Arabian Sugar (Spanien/Golf-Kooperationsrat - Zucker)
  • RMA Middle East S.P.C (Deutschland - Werk)
  • BASF (Deutschland - Chemieunternehmen)
  • JBF (Indien - Polyesterunternehmen)
  • Siemens (Deutschland - Servicezentrum für metallurgische Dienstleistungen)

Unter den von FDI Intelligence aufgelisteten zukunftsträchtigen Freihandelszonen des mittleren Ostens rangiert der BIIP 2013-2014 an sechster Stelle. Ein Jahr zuvor stand er noch auf Platz 15.

Bahrain Logistics Zone

Die nahe dem Khalifa bin Salman-Hafen gelegene Bahrain Logistics Zone (BLZ) ist der einzige ausgewiesene zollfreie Mehrwert-Logistikstandort in Bahrain und das erste Mehrmodell-Logistikzentrum im Nahen Osten, das sich auf Reexporte und Mehrwert-Logistikleistungen konzentriert.

Kunden können hier selbst bauen oder hochmoderne Lager mieten, die sich für den modernen Logistikbetrieb eignen. Obwohl die BLZ erst am Anfang ihrer Entwicklung steht, sind bereits internationale Logistikfirmen auf sie aufmerksam geworden und haben Mietverträge unterzeichnet.

Der Erdöl- und Chemieprodukthersteller Mena Energy DMCC hat sich kürzlich entschieden, in der BLZ gemeinsam mit Pörner eine Cooling & Packing-Einheit errichten zu lassen, um von hier die Märkte in Afrika, Indien und Asien zu erschließen.

Das Economic Development Board - maßgeschneiderte Dienstleistungen für Erstinvestoren

Das Bahrain Economic Development Board (EDB) unterstützt Erstinvestoren, die Regionalbüros oder Standorte in Bahrain eröffnen möchten, und fungiert als deren Anlaufstelle im Königreich. Spezielle Firmenberater betreuen die Investoren über auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Vor-Ort-Besichtigungen und ermöglichen so umfassende Einblicke in die Rahmenbedingungen der für die Unternehmen relevanten Branchen. Daneben erhalten potentielle Investoren Informationen über die für Ansiedlungen nötigen Formalitäten und Prozesse, Entscheidungshilfen und Unterstützung bei der Knüpfung von Kontakten in Bahrain.

Weitere Informationen über das Bahrain EDB finden Sie hier.

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