Routenzug als Logistik-Lösung
Take the E-Train
Der A-Train war die Erkennungsmelodie für Duke Ellington und sein Orchester. Jetzt kommt Pefra aus Bayern mit einem Routenzug namens E-Train. Besonderes Zeichen der Wiedererkennung: elektrische Verstellantriebe.
Wenn es um den Transport von Bauteilen geht, sind elektrische Transportfahrzeuge nicht mehr wegzudenken. Die bayerische Pefra bietet nicht nur die passenden Fahrzeuge und entsprechende Anhänger, sondern sie löst gemeinsam mit ihren Kunden die logistischen Aufgaben, die sich innerhalb einer Produktion stellen. Als kleiner, aber hochspezialisierter Anbieter geht Pefra oft neue und bislang unbekannte Wege. Ein Beispiel dafür ist die Entwicklung eines Routenzuges, bei dem die hydraulische Hebetechnik durch elektrische Verstellsysteme von Linak ersetzt wurde. "Normalerweise werden hydraulische Systeme für das Anheben der einzelnen Trolleys verwendet. Wir haben uns jedoch für eine elektrische Lösung entschieden", erläutert Martin Gärth, verantwortlich bei Pefra für den Vertrieb.
Die Konstrukteure sahen viele Vorteile der elektrischen Verstellung gegenüber einer hydraulischen Lösung:
Präzise Steuerung: Eine elektronische Steuerung mit einem TR-EM-Modul sorgt für den perfekten Parallellauf der beiden Verstellantriebe und des gesamten Elektro-Train.
Einfache Bedienung: Von der Zugmaschine aus kann der Fahrer die einzelnen Wagen - ein Zug kann insgesamt sechs Wagen aufnehmen - an- und abkuppeln und die Hebevorrichtung bedienen.
Witterungsbeständig/Wartungsarm: Es kann zu keiner Leckage von Hydraulikschläuchen durch Witterung/Veraltung kommen. Elektroverbindungen sind sicher und dauerhaft geschützt.
Leiser Betrieb: Ein weiterer Vorteil sind die geringen Betriebsgeräusche, die der Elektro-Train verursacht. Auch hier gibt es bei einem Hydrauliksystem mit Kompressor Nachteile für den Kunden.
Der Elektro-Train entspricht den Anforderungen von vielen Unternehmen:
Individuelle Maße: Länge der einzelnen Anhänger, Wendekreis und die Maße der zu transportierenden Trolleys waren vorgegeben. Jeder der vierradgelenkten Anhänger muss einen Trolley aufnehmen können, der bis 600 Kilogramm schwer ist.
Hohe Transportgeschwindigkeit: Ein Trolley, der eigene Räder hat, darf nur mit einer Geschwindigkeit von fünf Stundenkilometern bewegt werden. Der Routenzug kommt jedoch auf eine Geschwindigkeit bis 15 Stundenkilometer. Aus diesem Grund muss der Trolley leicht angehoben werden, damit das Fahrwerk genügend Bodenfreiheit hat. Der Trolley wird in den Anhänger geschoben und mit Hilfe von zwei Linak-Verstellantrieben LA36 angehoben.
Da der Routenzug sich sowohl innen als auch im Freien bewegen soll, müssen alle Komponenten wetterfest sein. Die elektrischen Verstellantriebe bieten hierfür die Voraussetzungen. Weder Kälte noch Nässe beeinflussen den Betrieb der Bauteile. Auch das Reinigen mit einem Hochdruckreiniger setzt ihnen nicht zu. Sie erreichen die Schutzklassen IP66 dynamisch und IP69K statisch. Für Martin Gärth sprechen viele Dinge für den elektrischen Verstellantrieb. "Für uns als Hersteller ergibt sich zwar der Aufwand der Steuerungs-Programmierung, aber dafür hat der Kunde den Nutzen einer besonders einfachen Bedienung".
Besonders die Automobilindustrie setzt für ihre logistischen Abläufe innerhalb der Produktion auf Lösungen von Pefra. Martin Gärth ist überzeugt, dass der neue Elektro-Train seine Vorteile gegenüber anderen Lösungen ausspielen kann und dass elektrische Verstellsysteme gerade bei Routenzügen eine große Zukunft haben. bw









