Schuler-Platinenschneider beschleunigt die Kantprofilproduktion

Ein Tag hat nur acht Stunden

Die Platinenschneidanlage Powerline S mit Stanzeinheit und Querteilschere beschleunigt die Produktion von Kantprofilen bei Wirth.

Vor wenigen Wochen ging eine Powerline S von Schuler beim Kantprofil-Hersteller Wirth in Landsberg bei Halle (Saale) in Betrieb. (Fotos: Schuler)

Damit bestätigt sich, die vor zwei Jahren von Wirth gefällt Entscheidung, die fast 20 Jahre alte Platinenschneidanlage nicht um eine Stanzeinheit erweitern, sondern doch lieber eine komplett neue Maschine anschaffen? Der gemeinsame Beschluss von Geschäftsführer, Produktionsleiter und Bedienern fiel schließlich zugunsten einer Powerline S mit integrierter, vollautomatischer Stanzeinheit von Schuler aus, die vor wenigen Wochen in Betrieb gegangen ist. Und schon jetzt zeigt sich, dass sich die Anschaffung gelohnt hat.

Die hoch automatisierte Platinenschneidanlage hat die Produktion von Kantprofilen in dem Unternehmen auf ein neues Level gehoben.

„Wir haben einen Auftrag über 34 Tonnen an Kantprofilen erhalten, den ein Mitarbeiter in acht Stunden an der neuen Bandanlage erledigt hat“, berichtet Produktionsleiter Rainer Roth. „Das ist eine riesige Ersparnis. Denn mit der alten Maschine hätte das mindestens 24 Stunden gedauert, und es wären zwei Mitarbeiter damit beschäftigt gewesen.“ Die wären schon alleine dafür nötig gewesen, um die schweren, bis zu sechs Meter langen Bleche nach dem Abcoilen, Richten und Querteilen auf die Stanz-Nibbel-Anlage aufzulegen und dort zu lochen.

Geschäftsführer Holger Schadwinkel und Produktionsleiter Rainer Roth konnten mit der Maschine das Produktspektrum erweitern.

Die Entlastung von diesen schweren körperlichen Tätigkeiten war ein Grund, warum die neue Anlage auch unter den Bedienern schnell beliebt war. Hinzu kam, dass die Mitarbeiter frühzeitig in die Entscheidung eingebunden waren, so Roth: „Auch wenn sie sich zunächst umstellen mussten, macht es ihnen Spaß, an einer modernen Maschine zu arbeiten.“ Mit Funktionen wie dem automatischen Einfahren und Rückspulen des Coils sowie der Bandkantenregelung und vielen weiteren Funktionen – Richten, Lochen, Stanzen, Ausklinken, Prägen, Kennzeichnen der Teile und Zuschneiden – verfügt die Powerline S von Schuler über einen deutlich höheren Automatisierungsgrad als der Vorgänger.

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Das liegt vor allem an der integrierten, vollautomatischen Stanzeinheit zur Lochung von tragenden Elementen wie Pfetten und Profilen.

Dass Wirth in eine fortschrittliche Technologie investieren musste, war spätestens dann klar, als das Unternehmen sein Portfolio an Kantprofilen um Pfetten und Riegel erweiterte, den tragenden Elementen von Hallendächern und -wänden: „Das passte in unser Produktprogramm, und der Markt dafür wächst“, erklärt Geschäftsführer Holger Schadwinkel. „Wir brauchten also günstige Fertigungsmöglichkeiten, um mit dem Wettbewerb mithalten zu können. Doch die bot unsere bisherige Anlage nicht.“ Denn Pfetten und Riegel sind in der Regel gelocht, und eine automatische Stanz-Einheit hatte die vorhandene Maschine ja nicht.

Mit der Powerline S lassen sich Coils automatisch einfahren und zurückspulen.

„Wir wussten, dass Schuler solche Anlagen schon gebaut hat“, erzählt Roth weiter. „Also haben wir angefragt und definiert, was wir erwarten.“ Eine Bedingung war, dass darauf dieselbe Steuerungs-Software laufen sollte wie auf den anderen Maschinen bei Wirth. „Schuler ist darauf eingegangen, obwohl es dort mit diesem System noch keine Erfahrung gab“, ergänzt Schadwinkel. „Das hat schließlich den Ausschlag gegeben, warum wir uns für die Powerline S entschieden haben.“

„Maschine hält, was sie verspricht“

Natürlich gehörte eine umfassende Beratung durch Schuler zum Leistungsumfang.

„Dass es bei einem solchen Projekt an irgendeiner Stelle mal hakt, ist ja logisch“, blickt Roth zurück. „Manche Kleinigkeiten fallen auch erst im Produktionsbetrieb auf. Aber Schuler ist auf unsere Wünsche eingegangen und hat funktionierende Lösungen präsentiert. Auch die Abnahme war perfekt durchorganisiert. Das habe ich als sehr positiv empfunden.“

Und wie fällt das Fazit insgesamt aus? „Die Maschine hält, was sie verspricht“, sagt Produktionsleiter Roth. „Schuler hat die Anforderungen voll und ganz erfüllt.“ bw

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