Virtuelle Inbetriebnahme

Andreas Mühlbauer,

So funktioniert smarte Robotersimulation

Intelligenter, effizienter, einfacher zu bedienen – Roboter entwickeln sich rasant weiter. Bei deren Einrichtung und Betrieb ist unter ande­rem größte Sorgfalt gefragt, um kosten­intensive Ausfallzeiten zu vermeiden. Hierbei kommen zunehmend Werkzeuge zur Robotersimulation unter­stützend zum Einsatz.

Release 4.5 von Visual Components bietet unter anderem Kuka Offline-Programmierungs-Lösung. © Dualis

So lassen sich Prozesse im Vorfeld testen, planen und kalkulieren. Das neue Release 4.5 von Visual Components bietet unter anderem eine Kuka Offline-Programmierungs-Lösung, welche die virtuelle Inbetrieb­nahme mit genaueren Zykluszeiten, Roboterbahnen und Kollisionen ermög­licht. Zudem pro­fi­tieren Anwendende der 3D-Simulationssoftware, die von Dualis IT Solution als Vertriebspartner ange­boten wird, von Neuheiten zur Prozessmodellier­ung, AGV-Features und mehr.

 „Unzählige bewegliche Teile, unbekannte Parameter und kurze Taktzeiten. Die Plan­ung und Gestaltung neuer Roboterzellen kann selbst für sehr erfahrene Inge­nieure eine Herausforderung darstellen. Um Sicherheit zu gewinnen, ist der Einsatz von Simulationssoftware mit Funktionen zur Offline-Programmierung hilfreich“, erklärt Ralf Dohndorf, Vice President Factory Simulation der Dualis IT Solution. 

Dualis hat sich mit ihren Software-Lösungen auf die Planung und Optimierung smarter Prozesse, Systeme und Maschinen in vernetzten Fabriken spezialisiert. Das Unternehmen entwickelt unter anderem Add-ons und Dienstleistungen rund um die 3D-Simulationsplattform Visual Components. Der Fokus liegt darauf, die Bedienung der Software oder Modellierung bei bestimmten Use Cases zu vereinfachen. So hat DUALIS beispielsweise für Visual Components eine AGV-Bibliothek entwickelt, mit der sich die Komplexität fahrerloser Transportsysteme in der Praxis präziser und einfacher abbilden lässt.

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Visual Components kommt unter anderem bei der dreidimensionalen Robotersimu­lation, Materialfluss- und Anlagenplanung zum Einsatz. Anlagen lassen sich damit exakt planen und Fehler können bereits im Entstehungsprozess einer Anlage, einer Halle oder eines Systems erkannt und ausgeräumt werden.

Neue Freiheitsgrade für die Simulation von Robotern

Das Release 4.5 von Visual Components verfügt unter anderem über das neue Feature KUKA OLP Solution zur Robotersimulation. Damit können Anwendende ihre entsprechenden Roboter in gewohnter Syntax in KRL (KUKA Robot Language) programmieren und ihre Projekte direkt auf KUKA-Robotersteuerungen übertragen.Durch integrierte RCS-Module werden Zykluszeiten, Roboterbahnen und mgl. Kollisionen genau abgebildet und die virtuelle Inbetriebnahme lässt sich ab sofort noch effizienter und detaillierter durchführen.

Mit einem Update zum Feature Process Modelling erhalten An­wen­dende zusätzliche Optionen, um komplexere Produktionspro­zesse abzubilden und damit praxisnaher zu simulieren. Mit Hilfe neuer boolescher Modellierungsfunktionen werden die möglichen Manipulationen von CAD-Daten erweitert, um Anwendungen wie Schneiden, Bear­beiten, Bohren, Stanzen etc. zu visualisieren und zu simulieren. Diese Funktionen ermö­g­lichen es, Geometrie einfach zu verschmelzen oder auszuschneiden. Ferti­gungsan­wendungen können so besser visualisiert und simuliert werden.

Das neue Release bringt zusätzlich ein optimiertes Rendering mit. Mit Verbesserun­gen an den Material-Shadern wird die Qualität der von Visual Components erzeugten visuellen Darstellungen erhöht. Die Notwendigkeit zur Nutzung externer Renderer zum Erstellen von Marketingmaterialien reduziert sich. Neben diesen Erweiterungen gibt es eine Verbesserung im Konnektivitäts-Plugin und aktualisierte CAD-Importer und -Exporter.

„Insbesondere in Hinblick auf die Industrie 4.0 und automatisierte Produktion, in der auch Maschinen und Produkte miteinander kommunizieren und agieren, sollten neben der Robotersimula­tion auch andere Faktoren berücksichtigt werden. Werk­zeuge, die alle benötigten Ressourcen wie Werker, Roboter, Transportsysteme, Flächen und Materialverbrauch auf einer Plattform simulieren können, sind im klaren Vorteil und können als sinnvolles Werkzeug für zukünftige Entwick­lungen dienen. In diesen Plattformen lässt sich nicht nur die Logik eines Roboters abbilden, sondern auch das Verhalten anderer systemrele­vanter Komponenten, das Zusammenspiel zwischen diesen Komponenten und die Interaktion mit übergelag­erten Steuerungssystemen“, erklärt Ralf Dohndorf.

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