Antriebstechnik
Ein heißes Lager
kann es geben, wenn ein Gebläse für die Ofenkühlung mit weniger hitzebeständigen Gehäuselagern gelagert wird. So geschehen in einem Unternehmen der metallbearbeitenden Industrie. Oberhalb des Ofens installiert und daher dauerhaft Temperaturen von rund 120 Grad Celsius ausgesetzt, traten in kurzen Abständen Ausfälle auf. Im Durchschnitt mussten einmal pro Monat die Lager ausgetauscht werden. Das nahm jedesmal rund anderthalb Stunden in Anspruch. Der Anwender musste somit zwölf unplanmäßige Stillstände und insgesamt 18 Stunden Ausfall pro Jahr hinnehmen – Grund genug, sich mit diesem Problem an das NSK-Engineering zu wenden. Vom Anwender bislang eingesetzt wurden nämlich die Self-Lube-Gehäuselager des Ratinger Unternehmens. Diese Einheiten bestehen aus Steh- oder Flanschlagern, in die Rillenkugellager mit verbreitertem Innenring eingesetzt werden. Die Rillenkugellager werden bereits vorgefettet und abgedichtet ausgeliefert. Standardmäßig ist eine Nachschmiermöglichkeit vorgesehen, die auch einen Einsatz unter ungünstigen Betriebsbedingungen ermöglichen sollte.
Als Ausfallursache wurden in der Tat Heißlaufschäden festgestellt, und das Unternehmen schlug vor, die Standard-Gehäuselager durch die HLT Self-Lube-Baureihe mit den selben Abmessungen zu ersetzen. HLT-Einsätze sind für ein breiteres Temperaturspektrum (von -40 bis +180 Grad Celsius) geeignet. Dichtsystem, Käfigwerkstoff und Schmierstoff sind auf die höheren Temperaturen abgestimmt. Zusätzlich wurden die Gehäuselager in diesem Fall noch mit einem NSK- Hochtemperaturfett nachgeschmiert. Innerhalb der planmäßigen Instandhaltungszeit von einem Jahr gab es keinen Ausfall. Und die Moral von der Geschicht´? Unterschätz die Hitze nicht! ee








