Additive Fertigung

Andreas Mühlbauer,

AM-Technologie in die digitale Fertigungslandschaft integrieren

Anwender von Gefertec-Produktionssystemen können zukünftig die komplette CAD/CAM-Bearbeitung in der NX-Software von Siemens durchführen.

Tobias Krümberg, Geschäftsführer von Gefertec. © Gefertec

WAAM (Wire Arc Additive Manufacturing) erfordert als mehrdimensionale DED-Technologie spezielle Funktionalitäten und Routinen für die Bahnplanung. Im Rahmen einer Entwicklungspartnerschaft zwischen Gefertec und Siemens wurde das NX CAM-Modul „Multi Axis Deposition“ erweitert, um CAM-Bearbeitung von WAAM-Anwendung effizient durchzuführen. 

Anwender profitieren somit von einer durchgängigen digitalen Prozesskette – von der Bauteilaufbereitung über die AM-Programmierung, CNC-Nachbearbeitung bis hin zur Qualitätskontrolle inklusive voll integrierter PLM-, ERP- und MES-Funktionalitäten.

„Wir freuen uns sehr, unseren Kunden und dem Markt ab sofort Gefertec WAAM-Fertigungssysteme mit der Siemens-Software anbieten zu können. Wir sind davon überzeugt, dass die Zusammenarbeit nicht nur das Potenzial von WAAM für industrielle Kunden einfacher zugänglich machen kann, sondern es auch ermöglicht, das technische und kommerzielle Potenzial der Technologie besser und schneller zu erschließen“, sagt Tobias Krümberg, Geschäftsführer von Gefertec. Helmut Zeyn, Portfolio Development Additive Fertigung bei Siemens Digital Industries Software, ergänzt: „WAAM ist eine der sehr vielversprechenden Technologien für die additive Fertigung. Daher freuen wir uns über die Zusammenarbeit mit Gefertec, einen der führenden Anbieter auf diesem Gebiet.“

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Der robuste Schutzgasschweißprozess, die hohen Aufbauraten und die einfache Handhabung von Draht als Ausgangsstoff machen das Verfahren interessant für die Fertigung mittelgroßer bis großer Bauteile. Der Fokus der WAAM-Technologie liegt, im Gegensatz zu anderen AM-Verfahren, auf Kostenreduktion und hoher Verfügbarkeit. Ersatz- oder Bauteile in Kleinserien in den Industrien Öl & Gas, Maritim, Maschinen- und Anlagenbau, Transport sowie Luft- und Raumfahrt wurden bereits erfolg-reich von konventioneller Fertigung auf WAAM mit substanzieller Lieferzeit- und Kostenreduktion umgestellt. Darüber hinaus ist die Fertigung ressourcenschonender durch deutlich geringeren Materialverbrauch. 

Als einer der ersten gemeinsamen Partner von Siemens und Gefertec profitiert Siemens Energy von der durchgehenden Prozesskette in Siemens NX für die Fertigung von Bauteilen mittels WAAM sowie die anschließende CNC-Nachbearbeitung. Das Unternehmen nutzt additive Fertigungstechnologien bereits für die eigenen Produkte, bietet jedoch auch AM-Services für externe Kunden an. „Die Integration von WAAM in Siemens NX trägt einen wesentlichen Teil dazu bei, dass für uns als Anwender die Prozesse effizienter werden und wir somit Durchlaufzeiten beispielsweise in der Ersatzteilfertigung reduzieren können“, sagt Ole Geisen, Leiter Engineering Services für Additive Manufacturing bei Siemens Energy.

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