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Mikrotechnik als strategisches Instrument

Die Miniaturisierung von Produkten und Verfahren ist ein weltweiter Trend mit unzähligen Anwendungsbeispielen. Immer mehr Unternehmen erkennen die Mikrosystemtechnik (MST), die inzwischen als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts gilt, neben Feldern wie der Medizintechnik oder dem Maschinenbau als für sich stehende Branche an. Das ist das Ergebnis der aktuellen Mitgliederbefragung des IVAM Fachverbandes für Mikrotechnik. Dieser Erfolgskurs lässt sich leicht erklären: Durch die Veredelung von Produkten schafft Mikrotechnik für den Anwender direkte Wettbewerbsvorteile.

Im Alltag lässt sich der Trend zu immer kleineren Produkten leicht nachvollziehen. Allein in der Automobilindustrie ist Mikrotechnik unverzichtbar. Ohne moderne Motormanagement- und Sicherheitssysteme, deren Funktionsweise auf Mikrotechnik basiert, sind Fahrzeuge heute nahezu unverkäuflich. Auch viele andere Bereiche kommen ohne Mikrotechnik kaum noch aus, seien es die Chemie mit der Mikroverfahrenstechnik, Life Sciences und Medizintechnik mit Lab-on-a-Chip-Systemen oder der Maschinen- und Anlagenbau mit modernen Sensor- und Aktuatorsystemen. Ebenso viele Herausforderungen bieten sich für Mikrotechnik in der industriellen Produktion und dem Maschinenbau. Als eine der umsatz- und beschäftigungsstärksten Branchen in Deutschland ist der Maschinenbau ein interessantes Einsatzfeld für miniaturisierte Hightech-Lösungen. Diese reagieren auf die wichtigsten Anforderungen des Anlagen- und Maschinenbaus wie ressourcenschonende Produktionsverfahren, Flexibilität, dezentrale Intelligenz. Vor allem aber auf den Bedarf nach gesteigerter Präzision. Lösungsbeispiele sind busfähige Mikrokomponenten und Sensoren, die in Maschinen und Anlagen neue Funktionen integrieren. Hierzu zählen Werkzeugüberwachung, prozessinterne Werkstückmessung oder intelligente Bilderkennungssysteme.

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Ein weiterer wichtiger Einsatzbereich Mikrosystemtechnik sind mikrotechnische Fertigungsverfahren, die sich zunehmend neben den klassischen feinwerktechnischen Verfahren etablieren. Ein bereits „konventionelles“ Mikrofertigungsverfahren ist die spanende Bearbeitung. Durch Fräsen, Drehen, Bohren und Schleifen kann die Mikrozerspanung verschiedenste Werkstoffe mit hoher Genauigkeit präzise bearbeiten. Darüber hinaus kommen abtragende Verfahren wie Laserablation oder elektrochemisches Abtragen zum Einsatz. Auch automatisierte Montagesysteme werden immer häufiger genutzt, beispielsweise in der Medizintechnik, bei Mikroaktoren oder der Produktion faseroptischer oder opto-elektronischer Systeme. In der Qualitätssicherung liegt der Schwerpunkt auf der Messung von Komponenten und Systemen. Dabei genügt die dimensionelle Mikromesstechnik auch den anspruchsvollsten Messobjekten.

Auch kleine und mittelständische ­Mikrotechnik-Unternehmen haben den Maschinenbau für sich entdeckt und reagieren mittlerweile sehr flexibel auf die sich verändernden Anforderungen des Marktes. IVAM – der Fachverband für Mikrotechnik – agiert als kommunikative Brücke zwischen Technologieanbietern und -anwendern der Branche, wobei der Verband speziell kleine und mittelständische Unternehmen unterstützt. Mehr Informationen und Ansprechpartner sind unter http://www.ivam.de zu finden. st

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