EMO Hannover 2019
Werkzeugmaschine im Fokus des Fortschritts
Mehr als 2.200 Aussteller zeigten auf der EMO Hannover 2019 ihre Neuheiten für die industrielle Fertigung. Große Herausforderungen und Chancen sieht EMO-Generalkommissar Carl Martin Welcker im Transformationsprozess der Automobilindustrie.
Bei allen Fortschritten stehen immer die Industrieproduktion und damit die Werkzeugmaschine im Fokus. Weniger Energie- und Materialverbrauch, höhere Effizienz bei den Prozessen und gleichzeitig höhere Qualität der Produkte lauten die Anforderungen. „Tatsächlich leistet die Werkzeugmaschinenindustrie dazu einen ganz wichtigen Beitrag, denn Effizienz und Vermeidung von Verschwendung sind quasi ihr Geschäftsmodell“, sagt Welcker. Auch beim Bau von Werkzeugmaschinen selbst steht Nachhaltigkeit im Fokus. Energie- und ressourceneffiziente Produktion, lange Lebensdauer, attraktive Überholbarkeit, Updatefähigkeit der Steuerungen, Second und Third Life – damit sind sie ein gutes Beispiel dafür, wie sich eine Kreislaufwirtschaft umsetzen lässt.
Nach acht Jahren Hochkonjunktur für die Werkzeugmaschinenindustrie hat sich die weltweite Investitionsgüternachfrage seit dem vierten Quartal 2018 beruhigt. In Deutschland sank der Auftragseingang in den ersten sechs Monaten 2019 ebenfalls um mehr als ein Fünftel. Nicht zuletzt deshalb hat der VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) seine Produktionsprognose für Deutschland auf minus 2 Prozent revidiert.
Die EMO zeigt jedoch frühzeitig, in welche Technologien künftig investiert wird. Unter anderem eröffnen neue Angebote durch die Digitalisierung und die Einführung der künstlichen Intelligenz sowie neue Produkte durch den breiten Einsatz generativer Verfahren neue Dimensionen im Hinblick auf Effizienz- und Qualitätssteigerung.








