Presshärten
Hochfeste Stähle umformen
Als Zulieferer der Automobilindustrie muss man schnell auf sich verändernde Kundenwünsche reagieren können und die vorhandenen Kapazitäten so aufbauen, dass man verschiedene wirtschaftliche Baulose mit kurzen Umrüstzeiten auf der gleichen Linie produzieren kann.
Daher ist die Linie des Unternehmens Kirchhoff Automotive zum Presshärten auf maximale Flexibilität ausgerichtet. In der vollautomatischen Linie zum Presshärten laufen die Teile über die Werkstückzufuhr von der Palette in den Erhitzungsofen, in dem sie auf 950 °C erwärmt werden. Anschließend werden sie in eine 800-Tonnen Hydraulikpresse mittels des AP&T-Pressenroboters Speed Feeder transportiert. Das Werkzeugwechselsystem ist für Presswerkzeuge mit einem Gewicht von bis zu 26 Tonnen geeignet und kann diese innerhalb weniger Minuten austauschen. Die Linie ist mit Pyrometern zur Messung der Temperaturen der erwärmten Bauteile ausgestattet. Die Position der Pyrometer wird automatisch geregelt, damit sich eine hohe Produktqualität auch mit schnellen Umstellungen kombinieren lässt.
Hochfest und doch leicht
Geringeres Gewicht bei gleichzeitig höherer passiver Sicherheit in der automobilen Karosserie wird erreicht durch den Einsatz höchstfester Stähle. Kirchhoff Automotive ist einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie für Karosserieteile und -Module und entwickelt seit einiger Zeit Metallkombinationen und -Hybride, um dieser Zielsetzung gerecht zu werden. Die zum Umformen höchstfester Stähle nach Ansicht des Unternehmens am besten geeignete Produktionstechnologie ist das Presshärten. Begonnen hat die Einführung dieses Verfahrens mit einer Testanlage, bestehend aus Presse und Ofen. Nachdem man umfangreiche Erfahrungen auf dem Gebiet der Umformtechnologie gesammelt hatte, traf man die Entscheidung in eine eigene Presshärtungslinie am Standort Iserlohn zu investieren. Ausschlaggebend waren zunehmende Kundenwünsche und ein ansprechendes Angebot von AP & T.
Nur ein Systemlieferant
Die gesamte Linie zum Presshärten unterliegt dem Konzept "Ein Verantwortlicher Partner", wobei der Rollenherdofen vom Kunden beigestellt wurde. Somit hat es der Automobilzulieferer in der gesamten Projektphase, auch im alltäglichen Betrieb der Anlage, mit nur einem Ansprechpartner zu tun (ohne Ofen). Selbstverständlich werden auch alle Bestandteile der Pressenlinie vom selben Steuersystem geregelt, wodurch sich der Betrieb für die Bediener erleichtert. Die Firma Kirchhoff betrachtet die Kooperation mit nur einem hauptverantwortlichen Ansprechpartner für die gesamte Produktionslösung als Vorteil. Das war einer der Gründe für die Entscheidung zugunsten von AP & T. Bei Kirchhoff ist man davon überzeugt, dass im Presshärten als Produktionstechnologie ein großes Zukunftspotential liegt und immer mehr Karosseriebauteile auf diese Weise hergestellt werden. Man hat auch erkannt, was zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit dieser Technologie erforderlich ist. ee








