Schleifwerkzeuge

Andreas Mühlbauer,

Motorkomponenten schleifen statt drehen

Mit galvanisierten cBN- und Diamant-Schleifwerkzeugen von Saint-Gobain Abrasives, die mit einer neuen Technologie hergestellt werden, lassen sich komplexe Getriebe- und Motorenkomponenten schneller, präziser und kostenoptimierter schleifen.

Komplexe Getriebe- und Motorenkomponenten schneller und präziser schleifen. © Saint-Gobin

Aufgrund der konstruktiven Vorteile der einlagigen ­Aeon-Schleifwerkzeuge ist es möglich, mit neuen Maschinenkonzepten in der Großserie konkurrierende Zerspanverfahren, wie etwa das Drehen, wirtschaftlich zu ersetzen. Das zeigt das Beispiel „Abrichtfreies Hochgeschwindigkeits-Einstechschleifen von Ventilnadeln für Einspritzdüsen“. Die Norton-Winter-Aeon-Technologie zielt auf die Verbesserung der Prozessstabilität, Senkung der Herstellkosten und Erhöhung der Maschinenverfügbarkeit ab und vereint dafür fortschrittliche Galvanotechnik zur elektrolytischen Abscheidung einer hochfesten und gleichzeitig duktilen Nickelbindung mit cBN- beziehungsweise Diamant-Kornspezifikationen. Andreas Eckhardt, Product Manager Direct Plated Products Superabrasives bei Saint-Gobain Abrasives: „Dank des gezielten Engineerings lässt sich das Aeon-Werkzeug mit seinen großen Spanräumen bezüglich Spezifikation, Geometrie, Aufbau und Nachbehandlung etwa in Haltekraft, Härte und Zähigkeit der Nickelbindung optimal auf spezielle Prozessanforderungen anpassen.“

So haben Aeon-Schleif­werkzeuge sehr hohe Kornhaltekräfte, die große Kornüberstände ermöglichen. Daraus resultieren unter anderem eine hohe Verschleißresistenz auch in stark belasteten Zonen und lange Standzeiten auch bei hohen Abtragsraten. Aufgrund ihrer sehr gleichmäßigen Belagdicke verfügen Aeon-cBN- und Diamant-Werkzeuge über konstante, hochpräzise Profil- und Maßhaltigkeit ohne Abweichung vom Sollmaß sowie über sehr gute Oberflächenqualität bei einer durchgehend hohen Zerspanleistung.

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Eckhardt sagt: „Die Profiltoleranz selbst bei großen und bis zu 250 kg schweren Werkzeugen liegt bei ±5 μm. Die hohe Qualität beziehungsweise Härte des Grundkörpers von Aeon-Superabrasives ermöglicht darüber hinaus mehrfache Wiederbelegungen ohne Qualitätsverlust. Da die Schleifmittel nicht abgerichtet werden, entfallen kostenintensive Nebenzeiten, und auf der Schleifmaschine wird keine Abrichteinheit benötigt.“

Innovative Maschinentechnik

Durch diese Vorteile eignen sich Aeon-Schleifwerkzeuge, die Performance moderner Schleifanlagen – wie etwa jene der Erwin Junker Maschinenfabrik aus Nordrach – auch bei schwierig zu zerspanenden Werkstoffen beim Schleifen von Düsen, Nadeln, Kolben, Ventilkörpern oder Rollenlagern auszureizen. Der Spezialist im Bereich des cBN-Schleifens stellt mit der Grindstar ein Maschinenkonzept zur Verfügung, das die Drehbearbeitung durch abrichtfreies Hochgeschwindigkeits-Einstechschleifen ersetzt. Dadurch lassen sich insbesondere bei der Bearbeitung von Großserien mit cBN oder mit Diamant als Schleifmittel insbesondere in der Großserie hohe Einsparpotenziale realisieren.

Eckhardt: „Die komplette Bearbeitung in einer Maschine reduziert Prozessrisiken und Stillstandszeiten signifikant. Die Herstellung butzenfreier Teile ist zu 100 Prozent sichergestellt. Auch konvexe oder ebene Stirnflächen lassen sich fertigen. Und selbst schwer zerspanbare Werkstoffe, die bisher nicht gedreht werden konnten, lassen sich bearbeiten. Ebenso ist die Weich- und Hartbearbeitung möglich.“ Die Grindstar ist mit einer neuartigen Kühlmitteltechnik ausgerüstet, die lange Werkzeugstandzeiten ermöglicht. Die Maschinenverfügbarkeit beträgt über 96 Prozent. am

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