Zerspanen
Optimierter Bauraum und hohe Steifigkeit
Lackierroboter müssen ständig verbessert werden, um noch schneller immer komplexere Geometrien in immer kleineren Kabinen in bestmöglicher Qualität zu lackieren. Der Teil, auf den es beim Lackierroboter besonders ankommt, ist die Handachse, deren Ende das Lackzerstäubersystem aufnimmt. Diese Achse soll möglichst leicht, kompakt, wartungsfrei und montagefreundlich sein. Die Schaeffler Gruppe Industrie hat das zum Anlass genommen, für diese Handachsen ein so genanntes Dreiringlager zu entwickeln. Es optimiert den Bauraum der Handachse, erhöht ihre Steifigkeit und ist einfach zu montieren.
Zwei dieser Dreiringlager kommen in einer neuen Roboterhandachse zum Einsatz, die Atlanta Antriebssysteme für einen der wichtigsten Anbieter von Lackiersystemen – Dürr in Stuttgart – hergestellt hat. Gemeinsam mit dem Kunden haben die INA-Fachleute das Lager innerhalb von elf Monaten (von Anfrage bis Serienreife) realisiert.
Das Dreiringlager besteht aus zwei Vierpunktlager-Laufbahnsystemen mit randschichtgehärteten Laufbahnen, außenverzahnten Lagerringen und einem Mittelring. Die Wälzkörper werden in Käfigsegmenten geführt. Es ersetzt zwei Kreuzrollenlager und drei verzahnte Ringe, die miteinander zu verschrauben sind. Das reduziert die Anzahl an Bauteilen von fünf auf eines! Zusätzlich zu den Dreiringlagern wurden in jeder Achse Rillenkugel-, Vierpunkt- und Axial-Schrägnadellager sowie Nadelkränze eingesetzt.
Die Schaeffler Gruppe zählt mit rund 58.000 Mitarbeitern an weltweit mehr als 180 Standorten und einem Gruppenumsatz von 7,2 Mrd. Euro (2004) zu den weltweit führenden Wälzlagerherstellern und Automobilzulieferern. Zum Unternehmensverbund gehören die Schaeffler KG mit den Marken INA und FAG sowie die LUK-Gruppe. Die Sparte Industrie liefert über die vier Branchenmanagements Produktionsmaschinen, Schwerindustrie, Antriebs- und Schienenverkehrstechnik sowie Consumer Products Lagerlösungen für rund 60 verschiedene Industriebereiche. ms









