Unternehmensübernahme

Melanie Steinbeck,

Keba baut Frankreich-Geschäft mit Übernahme von Transtechnik aus

Der französische Automatisierungsmarkt zählt zu den größten Europas und für die österreichische Keba Gruppe gewinnt er weiter an Bedeutung. Mit der Übernahme der Transtechnik SAS sichert sich der Automatisierungsspezialist mit Hauptsitz in Linz erstmals einen eigenen Standort in Frankreich. Die Akquisition soll die lokale Präsenz stärken und die direkte Betreuung industrieller Kunden im französischen Markt ausbauen.

Von links: Christoph Knogler, CEO KEBA Gruppe und Bruno Coupechoux, Geschäftsführer Transtechnik © KEBA / Transtechnik

Aus langjähriger Zusammenarbeit wird eine Übernahme

Die Wahl fällt auf einen langjährigen Partner. Transtechnik mit Sitz in Ahuy nahe Dijon entwickelt seit 1987 kundenspezifische Automatisierungs- und Mechatroniklösungen und begleitet industrielle Kunden über den gesamten Projektverlauf – von der Beratung und Planung über die Auswahl, Auslegung und Integration geeigneter Komponenten bis hin zur Inbetriebnahme. Das Unternehmen verbindet fundiertes Produkt-Know-how mit hoher Applikationskompetenz und entwickelt passgenaue Lösungen für industrielle Anforderungen.

Mit langjähriger Markterfahrung und ausgeprägter Kundennähe hat sich Transtechnik im französischen Automatisierungsmarkt etabliert. Das Unternehmen betreut Kunden aus unterschiedlichen Branchen, darunter Kosmetik, Verpackung und Lebensmittel, und verfügt über umfassende Projektierungskompetenzen.

Keba und Transtechnik arbeiten bereits seit vielen Jahren im Bereich der Industrieautomation zusammen. Mit der Übernahme wird aus dieser Partnerschaft nun eine organisatorische Einheit: Transtechnik wird als 100-Prozent-Tochter Teil des Geschäftsbereichs Industrial Automation der Keba Gruppe. Beide Unternehmen sehen darin den nächsten strategischen Wachstumsschritt und die Grundlage für den weiteren Ausbau des Frankreich-Geschäfts.

Anzeige

Frankreich als strategischer Wachstumsmarkt

Mit der Übernahme kombiniert Keba die Markt- und Applikationskompetenz von Transtechnik mit dem eigenen Automatisierungsportfolio sowie der Expertise in der Linearmotortechnologie. Zugleich gewinnt die Unternehmensgruppe eine lokale Organisation in einem ihrer wichtigsten europäischen Zielmärkte.

Der Standort in Ahuy bei Dijon bleibt ebenso erhalten wie die Marke „Transtechnik“ für das Projektgeschäft in Frankreich. Sämtliche Mitarbeitenden werden übernommen. Auch die bisherigen Eigentümer bleiben als lokales Management an Bord und sollen die weitere Entwicklung der Keba Gruppe in Frankreich mitgestalten.

„Die Übernahme von Transtechnik ist ein konsequenter Schritt in unserer Wachstumsstrategie für Frankreich. Wir stärken damit unsere lokale Präsenz in einem der wichtigsten europäischen Automatisierungsmärkte und schaffen die Basis, unser Geschäft dort langfristig weiter auszubauen. Zugleich verbinden wir die Markt- und Applikationskompetenz von Transtechnik mit der technologischen Breite der Keba Gruppe. Mittelfristig werden wir mit diesem ersten Standort in Frankreich einen Hub etablieren, den wir für das lokale Business Development aller Keba Geschäftsfelder nutzen werden“, erläutert Christoph Knogler, CEO der Keba Gruppe.

Für Keba ist die Übernahme zugleich ein weiterer Schritt beim Ausbau der Aktivitäten in Frankreich. Bislang ist die Gruppe dort bereits mit Automatisierungs- und SB-Lösungen sowie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge vertreten. Mit Transtechnik kommt nun ein eigener Standort hinzu, der die direkte Betreuung industrieller Kunden stärken und die weitere Marktdurchdringung unterstützen soll.

„Transtechnik und Keba kennen einander seit vielen Jahren aus der erfolgreichen Geschäftsbeziehung im französischen Markt. Die Zugehörigkeit zur Keba Gruppe eröffnet uns neue Möglichkeiten, unser Lösungsangebot weiterzuentwickeln und unsere Kunden auch künftig zuverlässig und mit hoher technischer Kompetenz zu begleiten. Gleichzeitig bleiben die Marke Transtechnik, unser Team und unser Standort in Ahuy nahe Dijon erhalten – das schafft Kontinuität für Kunden, Partner und Mitarbeitende“, erklärt Bruno Coupechoux, Geschäftsführer von Transtechnik.

Closing für Herbst 2026 geplant

Die Vertragsunterzeichnung erfolgte am 15. Juli 2026. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Das Closing wird vorbehaltlich aller erforderlichen behördlichen Genehmigungen im Herbst 2026 erwartet.

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Personalie

Wago holt Björn Twiehaus als neuen CEO

Zum 15. September 2026 übernimmt Björn Twiehaus (48) die Position des Chief Executive Officer (CEO) der Wago Gruppe. Twiehaus folgt auf Jürgen Koopsingraven, der die CEO-Funktion derzeit interimistisch zusätzlich zu seiner Aufgabe als Chief...

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren