Intec-Kongress „Ressourceneffiziente Produktion“

Wie Digitalisierung die industrielle Produktion verändert

Bereits zum fünften Mal findet im Rahmen des Leipziger Messeverbunds Intec und Z (7. bis 10. März 2017) der Kongress „Ressourceneffiziente Produktion“ statt. Am 8. März diskutieren Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft unter dem Motto „Mehrwert digitale Fabrik“ im Congress Center Leipzig (CCL) darüber, wie die Digitalisierung helfen kann, Ressourcen einzusparen und gleichzeitig die Produktivität der Industrie zu steigern.

Der Kongress „Ressourceneffiziente Produktion“ wird bereits zum fünften Mal parallel zum Messeduo Intec und Z ausgerichtet. Foto: Leipziger Messe / Martin Klindtworth

Die Experten aus Forschung, Entwicklung und Industrie werden beim 5. Kongress „Ressourceneffiziente Produktion“ während der Intec und Z 2017 in ihren Vorträgen schildern, wo es im Produktionsalltag Optimierungspotenziale sowie Stellschrauben für mehr Effizienz gibt.

Das Messedoppel Intec und Z 2017 lädt vom 7. bis 10. März nach Leipzig ein. Foto: Leipziger Messe / Uwe Frauendorf

Starten wird das Vortragsprogramm mit dem Referat von Fraunhofer-Präsident Prof. Reimund Neugebauer: „More from less – Herausforderungen und Treiber zukünftiger Produktionstechnik“. Anschließend wird Prof. Hubert Waltl, Vorstand für Produktion und Logistik bei der Audi AG, erläutern, wie die smarte Fabrik funktioniert. Im mexikanischen San José Chiapa, nordöstlich von Puebla, eröffnete der Automobilhersteller im September 2016 eine neue Produktionsstätte für die Q5-Fertigung. Das Werk ist mit allen anderen Standorten vernetzt und ein Beispiel dafür, wie Audi die Digitalisierung und Vernetzung vorantreibt. Thomas Riediger, Leiter Planung der Porsche GmbH, wird in seinem Vortrag darstellen, wie „Produktion 4.0" in seinem Unternehmen umgesetzt wird. Zudem wird er genauer auf gemeinsame Projekte mit dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU eingehen. Dr.-Ing. Johannes Voigtsberger, Leiter Produktion Elektrofahrzeuge BMW Group Werk Leipzig, BMW AG, hält den Vortrag „Disruption und Wandlungsfähigkeit als Grundlage für langfristigen Erfolg“.

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Effizienz erfordert komplexe Betrachtung der Prozesse

Doch nicht nur bei den Automobilherstellern steht die Digitalisierung mit Blick auf effiziente Prozesse ganz vorn. Wie das Thema Ressourceneffizienz im Produkt und im Prozess umgesetzt wird, darüber wird Martin Altrock, Leiter Facility Management bei der MTU Reman Technologies GmbH, am Beispiel der energieeffizienten Motorenaufbereitung Auskunft geben. Matthias Kunath, Geschäftsführer der envia Therm GmbH, wird auf dem Kongress „Ressourceneffiziente Produktion“ neue Geschäftsmodelle für die Energieversorgung vorstellen, die ein effizientes Produzieren unterstützen. Zusätzlich wird Thomas Reppahn, Leiter Zentrales Prozess- und Produktmanagement Logistik bei der Schenker Deutschland AG, über Best-Practice-Beispiele aus der Lagerlogistik berichten.

Das neue Audi-Werk im mexikanischen San José Chiapa, nordöstlich von Puebla, ist mit allen anderen Standorten vernetzt und Beispiel dafür, wie der Automobilhersteller die Digitalisierung und Vernetzung vorantreibt. Foto: Audi

Neben diesen und anderen Praxisbeispielen steht eine Vielzahl wissenschaftlicher Vorträge auf dem Programm. So werden beispielsweise in verschiedenen Referaten die Forschungsergebnisse des Fraunhofer-Verbundprojekts E³-Produktion, das sich in den letzten Jahren intensiv interdisziplinär mit der ressourceneffizienten Produktion befasst hat, dargestellt. Und Dr. Mohamad Bdiwi, Abteilungsleiter Robotertechnik am Fraunhofer IWU, wird über die Mensch-Roboter-Kooperation in der smarten Fabrik sprechen.

Die Kongressbesucher haben darüber hinaus die Gelegenheit, sich auf den Messen Intec oder Z direkt über die entsprechenden Anwendungen zu informieren. kf

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