Oberflächentechnik

Daniel Schilling,

Innovative Beschichtung

Der elsässsische Werkzeughersteller Alsameca setzt für seine Produkte ein innovatives Beschichtungsverfahren ein, das für nanokristalline, extrem glatte und harte Oberflächen sorgt. Dahinter steckt auch das gemeinsame Engineering mit dem Partner Cemecon.

Dank automatisierter Messtechnik kann Alsameca die engen Toleranzen der komplexen Werkzeuge für spezielle Anwendungen kompromisslos einhalten. © Alsameca, Cemecon

Automotive, Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik – Hightech-Branchen sind für eine prozesssichere, hochgenaue und nicht zuletzt auch wirtschaftliche Fertigung ihrer Bauteile aus oft schwer zerspanbaren Materialien auf erstklassige Präzisionswerkzeuge angewiesen. Alsameca aus dem französischen Lutterbach (Departement Haut-Rhin) hat sich mit hochwertigen Zerspanwerkzeugen einen Namen in diesen Industriezweigen gemacht. Bei Lösungen gerade für spezielle Anwendungen arbeitet das Unternehmen eng mit dem Beschichtungsexperten Cemecon zusammen – beispielsweise bei diamantbeschichteten Wendeschneidplatten.

Hochmoderner Maschinenpark

Wer die Produktion von Alsameca in Lutterbach betritt, dem fällt neben der Sauberkeit und der offenkundigen Ordnungsliebe sofort der hochmoderne Maschinenpark ins Auge. Automatisierte Schleifzentren, robotergesteuerte Prüfstände, optimiertes Produktionsmanagement – der Hersteller von Präzisionswerkzeugen und Nachschleifern scheut keine Kosten und Mühen, um die Qualität seiner Produkte und gleichzeitig eine schnelle Reaktionsfähigkeit zu gewährleisten. Ziel ist es, „unsere Produktivität zu steigern, Marktanteile zu gewinnen und wettbewerbsfähig zu bleiben“, so Pascal Guichard, Gründer und Direktor der Firmengruppe ASP, zu der auch Alsameca gehört. Dafür investiert er stetig in die Automatisierung und digitale Technologien. 2008 schloss sich Alsameca der Gruppe ASP (Affûtage Service Performance) mit insgesamt 49 Mitarbeitern an. ASP ist für ihre Vielseitigkeit beim Schleifen und bei der Herstellung von Zerspanwerkzeugen und Verschleißteilen (Vollhartmetall, gelötetes Hartmetall oder Schnellstahl) bekannt.

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Seit 42 Jahren schleift Alsameca Präzisionswerkzeuge – heute mit 19 Mitarbeitern jährlich rund 140.000 Werkzeuge  – und hat schon viele abgestimmte Lösungen für die unterschiedlichsten Industrien konzipiert. So wissen die Experten genau, wie wichtig das Zusammenspiel von Substrat, Schneidengeometrie und Beschichtung ist. Deswegen hat ASP auch eigene PVD-Beschichtungskompetenz im Haus und setzt diese hauptsächlich bei Standardwerkzeugen erfolgreich ein. Bei Präzisionswerkzeugen für spezielle Anwendungen, wenn erstklassige Premium-Beschichtungen gefragt sind, stützt sich Alsameca zusätzlich auf die Erfahrung von Cemecon.

Leichtbaustoffe bearbeiten

Die Alsameca-Wendeschneidplatten punkten mit außergewöhnlichen Schneidengeometrien, Mehrschneidigkeit und hohen Vorschüben. „Unsere CCDia-Beschichtungen sind mit ihren nanokristallinen, extrem glatten und harten Oberflächen hinsichtlich Leistung, Qualität und Präzision anderen Beschichtungslösungen überlegen und tragen deutlich zu noch höherer Effizienz bei. Gerade auf Wendeschneidplatten für die Zerspanung von CFK und GFK, Graphit, NE-Metallen oder Kunststoff eröffnen CCDia-Beschichtungen enorme Potenziale“, so Jean Cariolini, Sales Europe bei Cemecon. Die leistungsstarke Kombination aus den Wendeschneidplatten von Alsameca und den Diamant-Beschichtungen von Cemecon erreicht hervorragende Ergebnisse beim Bearbeiten von Leichtbauwerkstoffen für die Automobilindustrie sowie die Luft- und Raumfahrt.

Möglich wird das nicht zuletzt durch die Anpassung der Parameter im gemeinsamen Engineering von Cemecon und Alsameca: Dort stimmen die Experten im engen Dialog die Beschichtung genau auf die Anforderungen und Anwendung ab, sodass sie sich mit Substrat und Geometrie zu einer optimalen Zerspan-Lösung für die jeweilige Anwendung verbindet – perfekt für die anspruchsvollen Werkzeugkonzepte und besonderen Applikationen von Alsameca.

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