Produktion im Norden

Heute startet die Nortec in Hamburg

Mit rund 450 Ausstellern (2014: 400) öffnet heute die Nortec in Hamburg ihre Pforten. Bis einschließlich Freitag führt die Fachmesse für Produktion im Norden Entscheider und Experten zusammen, begleitet von einem attraktiven Programm mit Sonderschauen und Vorträgen zu aktuellen Themen wie 3D-Druck und Industrie 4.0.

Bild: HMV/N/Nortec

Staatsrat Dr. Rolf Bösinger von der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg eröffnet die Nortec um 9:30 Uhr in Halle A3.

Als wichtigste Branchenplattform im Norden hat die Nortec hat ein einzigartiges Netzwerk mit mehr als 30 Kooperationspartnern aus Branchen wie Erneuerbare Energien/Windtechnik, Medizintechnik, IT, Elektronikfertigung, Luftfahrttechnik und Maritime Technik geknüpft. Verbände, Industrievereinigungen, Netzwerke und Cluster aus dem gesamten norddeutschen Raum unterstützen die Fachmesse. Sogar aus Nordrhein-Westfalen, Sachsen und dem Raum Berlin-Brandenburg sind Partner dabei.

Darüber hinaus bietet die Messe eine Zeitreise durch die Produktion „früher, heute und morgen“ und lädt damit auch Technikbegeisterte und alle, die es werden wollen, zu einem Besuch ein.

Die Zukunft: Die Potenziale des 3D-Drucks im Fahrzeugbau

Der visionäre Sportwagen „Light Cocoon“ des Wiesbadener Entwicklungs-Dienstleisters EDAG gibt eine Vorahnung davon, welche Rolle der 3D-Druck, auch Additive Fertigung genannt, zukünftig im Fahrzeugbau spielen kann. Das Fahrzeug ist extrem leicht, weil Teile der Karosserie aus dem 3D-Drucker stammen. Dazu ist sie mit einer Außenhaut aus wetterbeständigem Textil überzogen, die der Outdoor-Spezialist Jack Wolfskin beigesteuert hat. Als Gestaltungsgrundlage des Prototyps diente das bionische Muster eines Blatts.

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Die Nortec präsentiert die Konzeptstudie „Light Cocoon“, an dessen Entwicklung auch das Laserzentrum Nord LZN Hamburg beteiligt war, im Rahmen der Sonderschau 3D-Druck. Hier zeigen namhafte Anbieter außerdem die neueste Generation der 3D-Drucker und 3D-Scanner für industrielle Anwendungen und stellen innovative Software-Lösungen sowie aktuelle Trends der Additiven Fertigung vor.

Die Gegenwart: Der Rennwagen mit Elektroantrieb

Elektromobilität wird von der Bundesregierung als wichtiger Schritt auf dem Weg zur Einhaltung der Klimaziele Deutschlands angesehen. Auf der Nortec demonstrieren Studierende der Technischen Universität Hamburg eindrucksvoll, welche Konstruktionsfinessen zur Anwendung kommen und was der eigenkonstruierte Elektroantrieb leisten kann. Seit 2011 entwickeln die rund 50 Nachwuchsforscher des Teams e-gnition jedes Jahr einen neuen Rennboliden, mit dem sie an der internationalen Rennserie Formula Students teilnehmen und sich mit Fahrzeugen anderer europäischer Universitäten auf Formel-1-Strecken wie Hockenheim und Silverstone messen.

Den aktuellen Boliden egn15 können die Besucher der Nortec live in Aktion erleben. Er verfügt über 288 Lithium-Polymer-Akkuzellen und hat eine Reichweite von 22 Kilometern. Mit einer Leistung von 80 kW (108 PS) und seinen zwei Synchronmotoren beschleunigt er in 3,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 130 km/h. Die wird der knapp drei Meter lange und rund 220 kg schwere Rennwagen bei den Vorführungen in Halle A3 zwar nicht erreichen, doch dafür können Interessierte dem e-gnition-Team beim Auswerten der Daten über die Schulter schauen.

Die Vergangenheit: Flotte Flitzer mit Verbrennungsmotor

Deutlich gemächlicher, doch ungleich lauter geht es bei den Fahrzeugen zu, die das Hamburger Museum der Arbeit vorstellt. In einer Sonderschau werden die legendären Oldtimer von Cuno Bistram präsentiert. Der Hamburger Konditormeister hatte Ende der 1940er und Anfang der 1950er Jahre insgesamt sechs Kleinwagen mit Zweitaktmotor konstruiert, die an Rennwagen aus den 1930-Jahren erinnern. Während einer der Flitzer als straßenzugelassenes Fahrzeug konstruiert wurde, waren die anderen bis in die 1970er Jahre hinein als Fahrattraktion im Tierpark Hagenbeck im Einsatz. Die Straßenversion wurde bis 2015 in einem amerikanischen Museum ausgestellt, die Hagenbeck-Renner gerieten in Vergessenheit und wurden 2013 von Dr. Claus Hagenbeck und Cuno Bistrams Töchtern dem Museum der Arbeit zur Konservierung übergeben.

Die Nortec zeigt jetzt das erste teilrestaurierte und fahrtüchtige Bistram-Fahrzeug aus dem Tierpark Hagenbeck. Den zweiten Bistram-Rennwagen, der auf der Fachmesse ausgestellt wird, hatte Hagenbeck erst im März 2015 aus Amerika zurück nach Hamburg geholt. Hierbei handelt es sich um das weltweit einzige Exemplar, das seinerzeit von Cuno Bistram als Straßenfahrzeug genutzt wurde. Es soll in den kommenden Jahren ebenso wie die vier anderen Hagenbeck-Fahrzeuge behutsam in seinen ursprünglichen Zustand versetzt werden. Hierfür arbeitet das Museum der Arbeit mit der Ausbildungsinitiative yourmove und Nikolas Aichele in dem Cuno Bistram-Projekt zusammen.

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