Digitalisierung der Fertigung

Mara Hofacker,

Joint Venture von Sandvik Coromant und Microsoft

Sandvik Coromant und Microsoft haben eine Kooperation gestartet, die mit die Entwicklung und Digitalisierung der Fertigungswirtschaft vorantreiben soll.

Nadine Crauwels, Präsidentin von Sandvik Coromant. © Sandvik Coromant

Sandvik Coromant hat ein Projekt mit Microsoft gestartet, um die Entwicklung und Digitalisierung der Fertigungswirtschaft voranzutreiben. Durch die Verknüpfung des Zerspanungs-Know-hows von Sandvik Coromant mit technischen Lösungen von Microsoft sollen Teile der Produktionskette vernetzt werden und so Lösungen für die nächste Generation der Fertigung entstehen. Die Vereinbarung schließt außerdem eine Beschleunigung des internen Digitalisierungsnetzwerks für Sandvik Coromant ein.

Hélène Barnekow, CEO von Microsoft Schweden. © Microsoft

Das CoroPlus-Angebot von Sandvik Coromant wurde in Teilen zusammen mit Microsoft entwickelt und basiert auf Azure IoT Suite, Cortana Intelligence Suite sowie Dynamics 365 for Field Service. Es soll unter anderem Menschen, Maschinen, Werkzeuge und Daten auf einer einzigen Plattform vernetzen, damit die Kunden von Sandvik Coromant eine bessere Basis für ihre Entscheidungen erhalten. Darüber hinaus bietet es einen Überblick über verschiedene Entwicklungen im Fertigungsbereich. So können Einsparungen wie beispielsweise Reduktionen der Maschinenausfallzeiten erzielt werden.

„Für uns ist die Zusammenarbeit mit Microsoft ein Schlüsselfaktor für den Erfolg unserer digitalen Strategie. Wir sind eine historische Beziehung eingegangen und freuen uns auf die Fortsetzung unserer gemeinsamen Reise. Wir schaffen Mehrwert, indem wir zusammen Lösungen für die Fertigungsindustrie entwickeln und umsetzen, die Effizienz, Nachhaltigkeit und Wachstum garantieren. Mit dieser einzigartigen Partnerschaft beschreiten wir einen neuen Weg, um bei der Entwicklung unserer Kompetenzen enger zu kooperieren“, erläutert Nadine Crauwels, Präsidentin von Sandvik Coromant.

Anzeige

Ein Aspekt des CoroPlus-Angebots von Sandvik Coromant besteht darin, dass die Daten auf Maschinenebene nicht nur zur Einstellung der Anlage oder zur Benachrichtigung der Techniker bei Wartungsbedarf eingesetzt werden, sondern diese auch Manager bei potenziellen Problemen warnen. Die Daten werden auf Werkzeugebene gesammelt, das heißt das industrielle Werkzeug des Kunden wird „intelligent“ und kann jederzeit für einen effizienten Einsatz und zur Vermeidung von Produktionsausfällen angepasst und eingestellt werden.

Die Partnerschaft mit Microsoft folgt einem integrierten Ansatz zur Digitalisierung von Daten, Wissen und Erfahrungen, den Sandvik Coromant täglich zur Betreuung seiner Kunden einsetzt. Er wird auch als zusätzliches Tool für die Verschlankung der Produktion dienen.

„Sandvik Coromant ist Weltmarktführer in der Zerspanung und kann auf eine lange Erfolgsbilanz in der Weiterentwicklung des industriellen Sektors in Schweden wie auch international verweisen. Es ist unglaublich inspirierend, dass sich das Unternehmen entschieden hat, den nächsten Schritt des Weges mit uns zu gehen. Das ist ein wirklich eindrucksvolles Beispiel, wie Digitalisierung neue Geschäftsmöglichkeiten für ein Unternehmen schafft, um sich weiterzuentwickeln und immer besser bei dem zu werden, was es tagtäglich tut“, fasst Hélène Barnekow, CEO von Microsoft Schweden zusammen.

Gestartet wurde das neue Joint Venture zwischen Sandvik Coromant und Microsoft im ersten Quartal 2020 mit Aktivitäten in Schweden und weiteren Ländern. 

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Digitales Typenschild

Digitalisierung im Maschinenbau

Dass der Maschinenbau der Zukunft digital ist und sein muss, daran zweifelt heute kaum jemand mehr. Doch auf dem Weg dorthin lauern Stolpersteine, denen es auszuweichen gilt. Sonst droht Gefahr, dass die Digitalisierungsbestrebungen nicht zur...

mehr...

Automatisierungs-Toolset

Das IIoT als Gesamtkonzept

Digitalisierung, Vernetzung und IIoT beschäftigen immer mehr Unternehmen, die ihre Produktion voranbringen oder neue digitale Services und Produkte anbieten wollen. Doch der Weg vom IoT-Pilotprojekt zum Einsatz in der Breite ist oft steinig.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige