Werkstoffe für Energiespeicher
Solarzellen aus dem Drucker
Neue Werkstoffe für Energiespeicherung und Energiewandlung stehen im Mittelpunkt der Forschung des Materialwissenschaftlichen Zentrums für Energiesysteme (MZE), das nun am Campus Süd des KIT gebaut wird. Den Neubau für 27,4 Millionen Euro finanzieren Land und Bund jeweils zur Hälfte. Die Mittel hatte das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg in einem Wettbewerb zur Etablierung materialwissenschaftlicher Forschungsbauten in Baden-Württemberg ausgelobt. Zeitgleich entsteht in unmittelbarer Nachbarschaft das MikroTribologie Centrum der Fraunhofer-Gesellschaft, das sich mit wissenschaftlichen Aspekten von Reib- und Verschleißprozessen beschäftigt
"Neue Materialien für die Energieversorgung, etwa für wiederaufladbare Batteriesysteme und druckbare Solarzellen, sind entscheidende Voraussetzungen für die Energiewende. Zu ihrer Entwicklung wird das MZE maßgeblich beitragen, dazu arbeiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen am KIT eng zusammen. Für die große Unterstützung beim Aufbau des Materialwissenschaftlichen Zentrums für Energiesysteme danken wir Bund und Land sehr", betont Professor Holger Hanselka, Präsident des KIT.
Primär materialwissenschaftlich ausgerichtete Arbeitsgruppen mit insgesamt circa 200 Mitarbeitern, die sich mit Prozesstechnik, der Charakterisierung sowie der Modellierung und Simulation von neuen Materialien für Energiesysteme beschäftigen, werden im MZE fachübergreifend unter einem Dach zusammengeführt. Der Forschungsneubau eröffnet somit erstmals die Möglichkeit einer hochgradig interdisziplinären Zusammenarbeit von Ingenieuren und Naturwissenschaftlern.
Der Forschungsneubau mit einer Nutzfläche von circa 4.200 Quadratmetern entsteht unter Projektleitung von Vermögen und Bau Baden Württemberg, Amt Karlsruhe, auf dem Campus Süd des KIT in unmittelbarer Nähe des Audimax. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Ende 2015 geplant.
Zeitgleich entsteht neben dem MZE der Neubau für das MikroTribologie Centrum der Fraunhofer-Gesellschaft. Im MikroTribologie Centrum werden das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM Freiburg und das Institut für Angewandte Materialien des KIT ihre enge Zusammenarbeit in der Mikrotribologie künftig bündeln. Die Mikrotribologie erforscht Reibung und Verschleiß bei Bauteilen, die deren Lebensdauer verkürzen und die Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit technische Systeme beeinträchtigen. bw









