Wirtschaft + Unternehmen

Visionen werden Wirklichkeit

Heutzutage gilt das Internet als selbstverständlicher Bestandteil der persönlichen Kommunikations-Umgebung vieler Menschen. Oberflächlich gesehen scheint die technologische Revolution abgeschlossen. Was allerdings die Bedeutung des World Wide Web in der Wirtschaft angeht, insbesondere in der Beziehung von Unternehmen untereinander sowie zu ihren Zulieferern und Vertriebspartnern, so ist die Revolution noch in vollem Gange und das Potenzial längst nicht ausgeschöpft.

Als bedeutsame betriebswirtschaftliche Innovation dieser neuen Technologie steht dabei die integrierte überbetriebliche Zusammenarbeit im Mittelpunkt, die das Funktionieren ganzer Wirtschaftszweige und Branchen grundlegend verändert. Der Traum, die Kommunikationskanäle und zugleich den Austausch von Waren, Geld und Leistungen zwischen Unternehmen effizienter zu gestalten und darüber hinaus an Kundennähe zu gewinnen, wurde mit einem Schlag Wirklichkeit. Wenn Einkaufs- und Vertriebsprozesse schon heute fließend ineinander übergehen und Menschen in unterschiedlichen Rollen innerhalb mehrerer Unternehmen dank verzahnter Internet-Anwendungen so zusammenarbeiten, als ob sie zum gleichen Unternehmen gehörten, so ist zumindest aus informationstechnischer Sicht die Grenze zwischen den Unternehmen praktisch überwunden.
Dabei hatte sich aus der relativ starren, auf ein einzelnes Unternehmen ausgerichteten logistischen Kette in den vergangenen Jahren zunächst das unternehmensübergreifende Konzept des Supply Chain Managements (SCM) entwickelt, das jetzt auf der Basis des Internet dynamische Netzwerke für die unternehmensübergreifende Logistik entstehen lässt. Darin finden sich Partner und Wettbewerber gleichermaßen wieder. Die Mitglieder der neuen Wirtschaft agieren überall dort als Partner, wo dies die Effizienz steigert, ohne dass dabei die leistungsbedingten Wettbewerbsvorteile außer Kraft gesetzt würden.

Kunden und Lieferanten integrieren
Unter Nutzung des Internet wird die logistische Kette im eigenen Unternehmen um unternehmensübergreifende Liefer- und Vertriebskanäle erweitert, und zwar nicht nur punktuell zu ausgewählten Partnern, sondern potenziell zu allen Marktteilnehmern. Unterstützt durch virtuelle Marktplätze entsteht eine neue Form des integrierten Zusammenarbeitens, wobei Unternehmen gleichzeitig kooperieren und im Wettbewerb zueinander stehen können.

Ein Beispiel für einen solchen virtuellen Marktplatz ist SupplyOn (www.supplyon. com), der von dem gleichnamigen Joint Venture gegründete elektronische Marktplatz von Automobilzulieferern für Zulieferunternehmen. Mit Hilfe dieser elektronischen Kommunikations- und Transaktionsplattform auf der Basis von http://mySAP.com werden Geschäftsprozesse der Automobilzulieferer mit ihren Lieferanten deutlich vereinfacht und beschleunigt und somit Kosten erheblich reduziert. Die Standardisierung von Geschäftsprozessen, die über den Marktplatz abgewickelt werden, und entsprechender Schnittstellen spielen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen eine entscheidende Rolle.
Internet-Browser unterstützen die Beteiligten zu jedem Zeitpunkt darin, aktuelle Informationen wie Abrufe, Lieferungen und Abrechnungen des Kunden zu verfolgen. Die dadurch entstehende Flexibilität verschafft den Prozessbeteiligten nicht nur Spielraum für Optimierungen im Produktionsprozess, sondern ermöglicht es auch bei Störungen innerhalb der logistischen Kette kurzfristig umzudisponieren.

Arbeit im digitalen Raum
Die Technik Collaborative Engineering wird darüber hinaus Simultanentwicklungen ermöglichen und dadurch die Einbindung einer Vielzahl externer Partner in ein gemeinsames Projekt unterstützen. Hierbei stehen allen Beteiligten Entwicklungsdokumente in einem digitalen Raum zur Verfügung. Änderungen werden mit Hilfe von Workflow-Komponenten elektronisch verschickt. Die offene Plattform mySAP Marketplace unterstützt dabei unternehmensübergreifende Geschäftsprozesse auch über Systemgrenzen hinweg und bezieht sowohl SAP-Lösungen als auch Fremd-Lösungen mit ein.

Durch den fokussierten Ansatz sind elektronische Marktplätze wie SupplyOn oder proprietäre Unternehmensportale wie die großer Hersteller attraktiv sowohl für Betreiber als auch ihre Teilnehmer. Die Unternehmen können flexibel und schnell auf Anforderungen aus dem Markt reagieren und sind somit in der Lage, schnell ein leistungsstarkes Angebot an Services und Funktionen aufzubauen. Der Einkauf innerhalb eines Unternehmens wird mit derarti- gen Marktplätzen weiterentwickelt. Einkäufer haben nun direkten Zugriff auf die aktuellen Katalogdaten vieler Anbieter, und der Markt gewinnt in bemerkenswerter Weise an Transparenz. Unternehmen können nun Routineaufgaben in der Beschaffung direkt an den einzelnen Mitarbeiter im Unternehmen übertragen, während Einkäufer sich auf die strategischen Einkaufsaufgaben wie das Aushandeln kundenspezifischer Konditionen konzentrieren.
Aber nicht nur Geschäftspartner definieren ihre Unternehmensprozesse untereinander neu. Auch die Beziehungen zu den Kunden, seien es Konsumenten oder Großabnehmer, werden völlig neu bewertet und gestaltet. Diese Entwicklungen im Customer Relationship Management (CRM) haben in der SAP-Lösung die entsprechenden Prozesse entstehen lassen, die den Kunden anstelle der anbieterorientierten Ansätze der Vergangenheit in den Mittelpunkt stellen. Die individuellen Bedürfnisse bilden nun den Ausgangspunkt kundenspezifischer Logistikketten, die sich um einen kundenorientierten Anbieter herum zum Netzwerk zusammenfügen.
Die Pflege der Kundenbeziehungen und die Optimierung der Logistik können heute nicht mehr voneinander losgelöst betrachtet werden. Schon länger wünschte man sich Antworten, die über nicht integrierte Insellösungen hinausgehen. Das Internet schließlich brachte den Durchbruch von der so genannten ¿Mass Customization¿ hin zur einzelkundengenauen Individualisierung auch großer Mengen von Produkten und Dienstleistungen, die nicht mehr im Widerspruch zur Profitabilität steht.

Ressource Wissen
Auch in anderer Hinsicht zeigt sich, was all diese technologischen Entwicklungen erfreulicherweise von bisherigen Neuerungen unterscheidet: Der Mensch an seinem Arbeitsplatz rückt wieder in den Mittelpunkt. Sein Beitrag in einer virtuellen Gemeinschaft unterschiedlicher Unternehmen wird immer wichtiger, und dazu erhält er jenes Wissen aus dem Internet und jene informationstechnischen Werkzeuge, die er für das effiziente und kreative Ausfüllen seiner individuellen Rolle benötigt. Der mySAP Workplace erfüllt diese Bedingungen, da er dem Benutzer, ausgehend von einem zentralen Einstieg, einen schnellen, einfachen und komfortablen Zugriff auf alle von ihm benötigten internen und externen Inhalte und Dienste bietet. Über das personalisierte Arbeitnehmerportal gelangt er per Mausklick an alle relevanten Informationen und Anwendungen für seine tägliche Arbeit ¿ mittels einer Oberfläche, die leicht zu verstehen, zu nutzen und anzupassen ist.

Angesichts der rasanten Entwicklung in der Informationstechnologie kommt der Wahl einer sicheren und verlässlichen Softwareplattform entscheidende Bedeutung zu. Dadurch können Unternehmen ihre betriebswirtschaftlichen Zukunftsstrategien Schritt für Schritt im Internet umsetzen, ohne sich immer wieder auf völlig neuartige Softwarekonzepte einzulassen.
Die Lösungen mit Weitblick werden letztlich das Rennen machen und die Standards für jene große Phase des E-Business setzen, die noch vor uns liegt. Als Anbieter betriebswirtschaftlicher E-Business-Lösungen hat sich die SAP deshalb von Anfang an das Ziel gesetzt, mit mySAP. com eine Plattform für die Zukunft zu schaffen, die zum einen die zu erwartenden ebenso wie die noch ungeahnten Entwicklungen antizipiert, zum anderen den Unternehmen den schnellen und rentablen Einstieg ins Internet ermöglicht. Entscheidend ist, dass http://mySAP.com sowohl für die Integration der internen als auch der unternehmensübergreifenden Geschäftsprozesse ein umfassendes Lösungsangebot anbietet, das darüber hinaus offen ist und den Aufbau beliebiger internetgestützter Geschäftsprozesse erlaubt.

Christoph Behrendt

Links: http://www.sap.de

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