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Siemens plant Verkauf der Business Unit Water Technologies
Siemens will im Rahmen des vor Kurzem gestarteten Unternehmensprogramms "Siemens 2014" in den kommenden zwei Jahren eine Ergebnismarge der Sektoren von mindestens zwölf Prozent erzielen und dafür unter anderem die Produktivität um rund sechs Milliarden Euro steigern. Einer der fünf Hebel des Programms ist, die Kerngeschäfte des Unternehmens zu stärken. Mit dieser Zielsetzung übernimmt das Unternehmen für rund 680 Millionen Euro im Sektor Industry die Firma LMS International und ordnet außerdem sein Wassergeschäft neu. Dieses soll auf die Siemens-Kernkompetenz für Automatisierungs- und Antriebstechnik fokussiert werden, während die Aktivitäten zur Aufbereitung und Behandlung von Wasser und Abwasser zum Verkauf gestellt werden.
Mit über 1200 Mitarbeitern und einem Umsatz von mehr als 140 Millionen Euro für die ersten neun Monate des Jahres 2012 (1. Januar bis 30. September) ist LMS Geschäftspartner für etwa 5.000 Unternehmen der Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt sowie anderer Industrien. Das Privatunternehmen mit Sitz in Leuven, Belgien, vertreibt seine Simulationssoftware zur Bewertung mechatronischer Systeme hinsichtlich Akustik, Vibrationen, Schwingungen, Betriebsfestigkeit und Dynamik in 15 Ländern. Dabei ist LMS nach eigenen Angaben der weltweit einzige Anbieter mit einer kompletten Softwareplattform zum Modellieren, Simulieren und Testen mechatronischer Systeme in Fahrzeugen, Flugzeugen und anderen komplexen Produkten. Mit dem Zukauf von LMS will Siemens in diesem Softwaresegment eine Spitzenposition erreichen und die Innovationskraft und -geschwindigkeit seiner Kunden maßgeblich steigern. Die Übernahme von LMS steht unter dem Vorbehalt behördlicher Zustimmung.
Im Wassergeschäft konzentriert sich Siemens künftig auf Lösungen entlang seiner elektrotechnischen Kernkompetenzen, die in der Automatisierungs- und Antriebstechnik zum Betreiben von Wasser- und Klärwerken sowie von Meerwasserentsalzungsanlagen liegen. Das in der Business Unit Industrial Automation Systems befindliche Geschäft mit Lösungen für die Steuerung, das Management sowie die Instrumentierung von Wasserprozessen führt Siemens unverändert fort. Dagegen soll das in der Business Unit Water Technologies gebündelte Geschäft, das im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von etwa einer Milliarde Euro verzeichnete, im Bereich der mechanischen, biologischen und chemischen Behandlung und Aufbereitung von Wasser und Abwasser verkauft werden. Der überwiegende Teil dieses Geschäfts ist von lokalen Lösungen in einem hochfragmentierten Marktumfeld geprägt und weist daher kaum Gemeinsamkeiten mit dem globalen Siemens-Vertrieb auf. Zudem gibt es nur geringe Synergien mit dem Geschäft für Automatisierungs- und Industriesoftware. kf








