NC-Simulationstool
„Rädchen im Ganzen“
SCOPE: Die V-förmige Erholung der letzten Jahre stellte die Unternehmen vor gewaltige Herausforderungen. Welche Lösung stellen Sie bereit, um suboptimale Prozesse in der Fertigung zu optimieren?
Block: Nicht nur der Auftragsboom nach gelöstem Investitionsstau war für die Erholung verantwortlich. Der Aufschwung ging Hand in Hand mit höheren Preisen für Rohstoffe und Energie, mit steigenden Löhnen für Fachkräfte und immer größerem Konkurrenzdruck aus Asien und Osteuropa. Da galt es, und gilt immer noch, enge Termine, hohe Auslastung, Fachkräfte- und Ressourcenknappheit flexibel zu handhaben und suboptimale Prozesse so schnell als möglich zu optimieren. Unser NC-Simulationstool Vericut ist nur ein Rädchen im großen Ganzen, fungiert allerdings als Schaltstelle am vielleicht neuralgischsten Punkt des Unternehmens: der Fertigung. Das NC-Simulationstool verhindert hier das Worst Case-Szenario: Maschinenstillstand durch Maschinenkollision. Das kann sich kein einziges produzierendes Unternehmen leisten. Vor allem in Deutschland nicht, das Produkte mit dem Gütesiegel „Made in Germany“ immer noch – und völlig zu Recht – zu höheren Preisen als der Wettbewerb verkauft.
SCOPE: Konkret gefragt: Was droht denn in diesem Fall?
Block: Die Folgen einer Maschinenkollision, zumal im Zeitalter der 5-Achs-Bearbeitung eine ernst zu nehmende Gefahr, wären weit reichend: still stehende und damit nicht produktive Maschinen und Bediener, beschädigtes Material, kaputte Werkzeuge und im schlimmsten Fall sogar Klagen durch Lieferverzug. Auch der gute Ruf des Unternehmens steht hier auf dem Spiel. Jedes Unternehmen, das den NC-Code früher nach bestem Wissen und Gewissen ohne Softwareunterstützung prüfte und dabei das Abenteuer Crash erlebte, kann davon ein Lied singen.
SCOPE: Und das verhindert das NC-Simulationstool?
Block: Für den Anwender ist das Tool der einzig sichere Weg, die reale Bearbeitungssituation mit einer virtuellen Bearbeitungsmaschine auf dem Schreibtisch zu simulieren. Darüber hinaus optimiert Vericut die Bearbeitungsvorschübe des NC-Programms, so dass die Fertigung nachhaltig effizienter und schonender abläuft. Soll heißen, dass Einfahrzeiten reduziert oder eliminiert werden, die Maschinenkapazitäten erhöht und Reparatur- wie Ausschusskosten vom Start weg gesenkt werden.
SCOPE: Zeitnahe Implementierung und ein schneller Return on Investment zählen zu den Kernargumenten von Softwareanbietern. Jedoch haben bzw. hatten Ihre User beim Fräsen, Drehfräsen und Drehen sowie beim Bohren, Nieten und Schleifen zwar im Kern das gleiche Problem, können jedoch nicht als identische Gruppe mit gleichen Bedürfnissen und Wünschen betrachtet werden. Ist das richtig?
Block: Das ist korrekt. Wir bedienen neben dem Maschinen- und Anlagenbau etliche andere Branchenzweige wie Automotive, Aerospace, ja selbst die Segmente Consumer und Education. Dass die Ansprüche da unterschiedlich sind, liegt in der Natur der Sache. Ein Beispiel: CGTech kann nicht nur die notwendige Maschinenkonfigurationen für jede Werkzeugmaschine im Unternehmen erstellen, sondern verfügt schon über eine beträchtliche Reihe vorkonfigurierter Werkzeugmaschinen.Und dass wir die schnelle, effektive Implementierung von Vericut in die Prozesslandschaft des Kunden eng begleiten, ist selbstverständlich. Enge Zeitfenster und solide Kostenstrukturen inklusive.








