zuruck zur Themenseite

Artikel und Hintergründe zum Thema

Leitmesse für Werkzeugmaschinenbau unter den Top 5 weltweit

AMB "der Superlative" feierlich eröffnet

Bei strahlendem Sonnenschein eröffnete Ulrich Kromer, Chef der Messe Stuttgart, am Dienstag die AMB. Wieder ist die Messe komplett ausgebucht; viele Aussteller, die gar keinen Platz oder weniger als gewünscht erhielten, mussten vertröstet werden.

Freuen sich über eine erfolgreich angelaufene AMB: Ulrich Kromer, Geschäftsführer Messe Stuttgart; Ingo Rust MdL, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Finanzen, Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer Verein Deutscher Werkzeugmaschinen fabriken e.V. (VDW); Markus Heseding, Geschäftsführer Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) Fachverband Präzisionswerkzeuge.

Erstmals wuchs deshalb ein Messestand auf drei Etagen. Ab 2018 wird eine zusätzliche Messehalle die Situation deutlich entspannen. Die AMB erwartet an den sechs Messetagen gut 90.000 Besucher, das wäre ein neuer Rekord.

"Es ist eine AMB der Superlative, unsere neun Hallen sind restlos belegt. Wir haben 1.357 Aussteller, 26 Prozent davon aus dem Ausland, vertreten sind 29 Länder." Damit bestätige die AMB endgültig ihre Position als europäische Leitmesse für den Werkzeugmaschinenbau und unter den Top 5 weltweit. Von 105.200 Bruttoquadratmeter Ausstellungsfläche entfielen etwa 55.000 auf den Bereich Maschinen, 35.000 auf Präzisionswerkzeuge, 12.000 auf Zubehör und Peripherietechnologie, die restlichen rund 3.000 nutzten die Entwickler von CAD/CAM/CAE-Produkten.

AMB "eine der ganz Großen"

"Der wachsende Auslandsanteil zeigt, welch internationale Reputation die AMB hat", stimmte Uwe Karl Beckmeyer, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, zu. Er verwies auf die Exportquote von über 68 Prozent bei den Werkzeugmaschinen und mehr als 45 Prozent bei den Präzisionswerkzeugen, die Deutschland zu einer der exportstärksten Nationen mache. "Die AMB ist das Schaufenster für innovative Produkte exzellenter Qualität."

Anzeige

Landtagspräsident Guido Wolf hob die Bedeutung von Industrie 4.0 hervor, bei der es um die Zukunft der Wirtschaft, gerade auch in Baden-Württemberg, gehe. "Hier sind Menschen mit den gleichen Ideen, Produkten und Unternehmensphilosophien unterwegs, die dafür sorgen, gute Arbeitsplätze im Land Baden-Württemberg zu sichern." Wolf: "Es geht darum, aus Wertschöpfungsketten Wertschöpfungsnetzwerke zu generieren."

Heimspiel für den Werkzeugmaschinenbau

Die starke Position Baden-Württembergs als Zentrum des deutschen Werkzeug- und Maschinenbaus betonte Staatssekretär und Mitglied des Landtages Ingo Rust, selbst Ingenieur, der die Grüße von Wirtschaftsminister und Schirmherr der AMB, Dr. Nils Schmid, überbrachte. In keiner anderen Region der Welt gebe es eine "derart starke Konzentration von Branchenunternehmen, Zulieferern, Kunden und Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen. Elf von 20 Topstandorten des deutschen Maschinenbaus befinden sich in Baden Württemberg", zitierte er eine Studie von Prognos. Er begrüßte den Schritt, mit der AMB China (Nanjing) die Messe auch ins Ausland zu exportieren.

Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn empfahl der Branche, "mit grünen Ideen schwarze Zahlen zu schreiben". Effizienz, der Umweltgedanke und Ressourcenschonung müssten "Merkmal der Produktion und technischen Entwicklung werden, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein". Stuttgart verdanke seine starke Position als Innovationsstandort seinen hervorragenden Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, aber auch einer herausragenden Berufsausbildung.

Der anschließende Messerundgang begann mit der Parallelveranstaltung 'European MINT Convention' (EMC) und der Sonderschau 'WorldSkills', wo der Nachwuchs arbeitsteilig Modellautos der Formel 1fertigte. Unter Leitung von AMB-Projektleiter Gunnar Mey ging es weiter zum baden-württembergischen Handwerkstag. Dort demonstrierten kleinere Betriebe ihren Beitrag zur Zerspanung. Am dreistöckigen Messestand der Paul Horn GmbH erläuterte Inhaber Lothar Horn die Bedeutung der Präzisionswerkzeuge: "Ohne Werkzeuge fährt kein Auto, fliegt kein Flugzeug und dreht sich kein Windrad."

Das Topthema Industrie 4.0 zeigte Christian Thönes, Technikvorstand der DMG Mori Seiki AG, dem größten Aussteller der AMB. 'Celos' heißt eine neue Form der Maschinenbediendung, die letztlich darauf abziele, "eine ganze Fabrik via Smartphone steuern zu können". Energieeffizienz stand im Mittelpunkt der 'PTW Innovationstour', die Prof. Dr.-Ing. Eberhard Abele, Leiter des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen der technischen Universität Darmstadt, vorstellte. Gemein-sam mit vielen Unternehmen erarbeitet sein Institut Konzepte für die energetische Ver-zahnung von Maschinen und Gebäudetechnik.

Zur AMB 2014 werden vom 16. bis 20. September mehr als 90.000 Fachbesucher und rund 1.300 Aussteller erwartet. Unterstützt wird die AMB 2014 von den ideellen Trägerverbänden VDMA-Fachverband Präzisionswerkzeuge, VDMA Fachverband Software sowie VDW-Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. kf

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
zurück zur Themenseite
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Anzeige

Wettbewerbsvorteile bei großen Maschinen

Ob 3D-gedruckte Bauteile für Maschinen und Anlagen, Prototypen oder Hilfsmittel für die Konstruktion: Die Additive Fertigung ist für moderne Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Automatisierung nahezu unverzichtbar, wenn man in der...

mehr...

Lineartechnik

Transporttechnik aus dem Baukasten

Viele Transportaufgaben lassen sich mithilfe von Lineartechnik realisieren. Um das Zusammenspiel von Lineareinheit, Motor, Getriebe und Steuerung zu vereinfachen, bieten sich vorkonfigurierte Lösungen an. So kann der Aufwand für Recherche und...

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren