Weltgrößter Siemens-Standort

Andrea Gillhuber,

Campus Erlangen nach Milliardeninvestition eröffnet

Siemens hat den Campus Erlangen mit der Eröffnung von ‚Modul 8‘ vollständig fertiggestellt. Rund eine Milliarde Euro investierte der Konzern seit 2014 in den Ausbau des Standorts, an dem heute rund 16.000 Beschäftigte arbeiten.

V.l.n.r Martin Jandt, Jörg Volleth, Veronika Bienert, Jörg Vocke, Rainer Brehm, Christian Eichinger, Michael Six. © Siemens

Mit der Eröffnung von Modul 8 hat Siemens den Campus Erlangen fertiggestellt. Damit ist zugleich die weitgehende Konsolidierung der Siemens-Standorte in der Metropolregion Nürnberg abgeschlossen.

Seit 2014 investierte der Konzern nach eigenen Angaben rund eine Milliarde Euro in den Ausbau des Standorts. Auf dem Campus arbeiten heute rund 16.000 Beschäftigte. Insgesamt entstanden 18 Neubauten, darunter ein Empfangsgebäude und ein Laborgebäude. Vertreten sind alle operativen Geschäftsbereiche von Siemens sowie Siemens Foundational Technologies, die Niederlassung Mittelfranken und die Siemens Professional Education.

Offener Campus statt abgeschlossener Forschungsstandort

Der frühere Forschungsstandort wurde zu einem öffentlich zugänglichen Campus mit Arbeitsplätzen, Gastronomie und Einzelhandel umgestaltet. Nach Angaben des Unternehmens soll die räumliche Zusammenführung verschiedener Unternehmensbereiche die Zusammenarbeit zwischen den Geschäftseinheiten sowie mit Forschungseinrichtungen, Kunden und Partnern fördern.

„Mit dem Siemens Campus Erlangen ist aus einer Vision Realität geworden. Der Campus steht für Innovation, Zusammenarbeit und Nachhaltigkeit und zeigt, wie moderne Arbeitswelten und urbane Entwicklung erfolgreich zusammenwirken. Hier entstehen in interdisziplinären Teams die Technologien und Lösungen von morgen“, sagte Veronika Bienert, Finanzvorständin der Siemens AG und Sprecherin des Vorstands für die Metropolregion Nürnberg.

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Nachhaltigkeit als zentrales Konzept

Beim Bau des Campus setzte Siemens auf verschiedene Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der CO₂-Emissionen. Dazu zählen der Einsatz regenerativer Energien, Regenwassernutzung, Dachbegrünungen und intelligente Gebäudetechnik. Darüber hinaus kamen bei neueren Gebäuden Holz-Hybrid-Bauweisen, All-Electric-Konzepte sowie CO₂-reduzierte Baustoffe zum Einsatz. Nach Unternehmensangaben ermöglichen diese Maßnahmen einen nahezu CO₂-neutralen Betrieb des Campus.

Mit Modul 8 bezieht der Unternehmensbereich Digital Industries seine neuen Räumlichkeiten. Dort werden Kompetenzen in den Bereichen Automatisierung und industrielle Software gebündelt.

Weitere Investitionen am Standort geplant

Parallel zur Fertigstellung des Campus treibt Siemens die Entwicklung des Standorts Erlangen weiter voran. Seit dem vergangenen Jahr entsteht am Erlanger Europakanal der Siemens Technology Campus als Entwicklungs- und Fertigungsstandort.

Das Projekt Siemens Campus Erlangen wurde von Siemens Real Estate geleitet. Nach Angaben des Unternehmens sollen die dort entwickelten Konzepte künftig auch an weiteren Siemens-Standorten weltweit eingesetzt werden.

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