Innovationsranking - Deutschland nur auf den Plätzen
Rang sechs stellt nicht zufrieden
"Gutes kann immer noch besser werden", erklärte Hartmut Rauen, Mitglied der VDMA-Hauptgeschäftsführung, anlässlich der Veröffentlichung des Innovationsindikators 2014. "Als weltbester Produktionsstandort dürfen wir uns mit Rang sechs unter 35 Industrienationen nicht zufrieden geben." Forschung und Innovation müsse zwar im ureigenen Interesse der Unternehmen liegen. Aber auch der Staat könne seinen Beitrag leisten. Industrie 4.0 sei ein gutes Beispiel. "Erst in der industriellen Anwendung und nicht umgekehrt, wie von interessierten Kreisen gerne behauptet, entfaltet die Digitalisierung ihren Nutzen", so Rauen. "Dafür brauchen wir eine breitenwirksame Produktionsforschung und finanziell gestärkte Innovations-Netzwerke der Industriellen Gemeinschaftsforschung".
Mit einem Indikatorwert von 56 Zählern liegt es deutlich hinter den führenden Ländern Schweiz (76 Punkte) und Singapur (65 Punkte). Der Abstand zu den unmittelbar vor Deutschland liegenden Ländern Schweden (56), Belgien (58) und Finnland (60) ist relativ gering. Nach Deutschland folgen Norwegen (54 Punkte) und die Niederlande (53 Punkte) . Die USA findet sich auf Platz 13 mit 52 Zählern.
"Mit Industrie 4.0 haben wir als Produktionsstandort die riesige Chance, unseren Vorsprung im Miteinander von Forschung und Industrie auszubauen." Ingenieurwissenschaftliche Forschung auf Spitzenniveau benötigte aber ebenfalls einen hinreichenden und verlässlichen Finanzierungsrahmen. "Schon allein deshalb muss aus dem Kooperationsverbot ein Kooperationsgebot in der Bildung werden", forderte Rauen. "Mit einer raschen Grundgesetzänderung würde diese innovationsfeindliche Kleinstaaterei endlich beendet". Intelligenteres Produzieren in Deutschland benötige eine intelligente Politik. "Restzweifel bestehen: der politische Intelligenztest einer steuerlichen Forschungsförderung wurde bis dato nicht bestanden", so Rauen. bw









