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Immer die beste Verbindung
Abgesehen davon, dass alternative, wärmearme Fügeverfahren stark im Aufwind sind, wird das Verbinden von Materialien durch die Schweißtechnik auch in Zukunft die Produktion dominieren. Das klassische Schweißen durchläuft zur Zeit einen Wandel. Der Einsatz hochmoderner Software eröffnet völlig neue Perspektiven.
Schweißmaschinen lassen sich bereits heute jederzeit updaten. Das heißt, Schweißversuche für neue Werkstoffe und Werkstoffpaarungen werden selbstverständlich auch heute noch in Labors durchgeführt, die Maschinen und Anlagen direkt am jeweiligen Produktionsort dann allerdings mittels modernster Datenübertragung auf einfache Art und Weise technologisch aufgerüstet. Gutes Beispiel hierfür ist das Verschweißen vom Zukunftsleichtmetall Magnesium ¿ realisiert nur durch reine Software-Änderung der MIG/MAG-Anlage. Die robusten, langlebigen Leistungsteile (Stromquelle) liefern weiterhin die Power; die Intelligenz kommt über die Software.
Beispielsweise können alle Daten über MMC-Systeme in Verbindung mit dem Internet leicht übertragen werden. Virtual solutions by Dalex steht für diese Chancen gleichermaßen im automatisierten wie auch im Handbetrieb von Schweißanlagen. Maschinen und Anlagen sind somit immer auf dem neuesten Technologiestand. Daraus entwickelt sich zukünftig enormer Kundennutzen und ein neues Denken in der Produktionsplanung.
Prozesssicherheit durch Intelligenz
Prozesssicherheit ist ein weiteres zentrales Thema in der modernen Produktionstechnik. Die einzelnen Schweißzyklen werden heute schon, in naher Zukunft noch detaillierter, in ihre einzelnen Segmente zerlegt und optimiert. Gleichzeitig sorgen Chips, integriert in die Schweißanlagen, für direkte Erfassung der Arbeits- beziehungsweise Prozessdaten, selbstverständlich auch der Störungen im Produktionsprozess, ausgelöst von was auch immer. Der Schweißautomat wird transparent, der Handschweißer auch. Beispielsweise wird unser QS-System Prozessdaten in 100 Millisekunden-Schritten aufzeichnen und dokumentieren, und das auf einem briefmarkengroßen mobilen Chip mit 64 MByte.
Nahezu jede QS-Auswertung kann am PC gefahren werden; die Grenzen liegen nur im Rahmen zulässiger oder zu vereinbarender BDE in den Produktionsbetrieben. Transparente Zeiten für den komplexen Schweißprozess. Diese Möglichkeiten führen zu einer deutlichen Aufwertung der klassischen breit gestreuten und preiswerten MIG und WIG Schweißverfahren.
Die Vorgabe ¿dem Anwender die beste Verbindung¿ schließt neben dem Widerstandsschweißen auch einen Blick auf alternative Fügeverfahren, zum Beispiel durch mechanisches Umformen, mit ein. Die Möglichkeiten der Produktionstechnik werden unter Zuhilfenahme dieser sehr innovativen Verfahren stark erweitert. Als Beispiele seien hier angeführt das Verbinden von lackierten Blechen oder materialseitig ungleicher Werkstoffpaarungen. Widerstandsschweißen und Clinchen liegen doch näher zusammen als man denkt.
Beide Verfahren kommen ohne Zusatzmaterialien aus, beide Verfahren wirken zwar mit unterschiedlichen Antrieben, doch immer senkrecht auf die zu verbindenden Bleche. Das Widerstandsschweißen erfährt seine Innovationen unter anderem durch elektrische Servoantriebe und verbessert damit die Qualität durch reproduzierbare und besser steuerbare Prozesse erheblich. Und wenn es gelingt, Clinchpunkte hinsichtlich ihrer ohnehin schon guten Festigkeitswerte noch weiter zu verbessern, wird sich Clinchen mit dem Widerstandsschweißen sehr gut ergänzen und noch weiter in den Bereich des Stanznietens vordringen.
Dies sind jedenfalls schöne Perspektiven. Womit ich mich bis zum Jahr 2005 vorwage. Die zur Verfügung stehende Klaviatur der technischen Möglichkeiten läßt das Herz für kreative Prozessplaner und Anwender höher schlagen.
Wolfgang Luckhardt
Links: http://www.dalex.de








