Wirtschaft + Unternehmen
"Zentrales Know-how"
SCOPE: ERP-Anbieter bieten heute Lösungen, die in der Lage sein sollen, die Fertigung in Echtzeit zu steuern – etwa SAP mit seinem Adaptive Manufacturing Ansatz. Wo liegen die Unterschiede zu einer MES-Lösung wie von TIG?
Frohner: MES-Lösungen verfolgen den Ansatz, von der Maschinen-Datenerfassung in übergeordnete Lösungen, wie z.B. SAP, zu integrieren, während ERP-Lösungen von anderen Grundbedürfnissen, wie der Materialwirtschaft, Einkauf, etc. ausgehen. Die MES-Lösung von TIG ist stark in der Erfassung und Visualisierung von allen Daten, die direkt aus der Produktion kommen und bildet mit den klassischen ERP-Lösungen ein geschlossenes System. So können relevante Betriebs- Produktions- und Prozessdaten zur Laufzeit verarbeitet, Soll-Ist-verglichen und visualisiert werden.
SCOPE: Auch MES-Lösungen gibt es heute etliche am Markt. Was ist der Vorteil der Lösung von TIG?
Frohner: Wir kommen aus der Steuerungsentwicklung, d.h. die sehr unterschiedlichen Notwendigkeiten, Maschinendaten zu erfassen, sind bei TIG sehr gut abgedeckt. Maschinen-Datenerfassung ist unser zentrales Know-how, was uns von Mitbewerbern abhebt. Wir sind auch stark in der Qualitätssicherung und in der Leitstandsthematik. Funktionell ist unser Produkt im „High-End-Segment“ angesiedelt und wird vorzugsweise von Automotiv-, Medizinaltechnik- und Verpackungstechnik-Zulieferanten gekauft.
SCOPE: Ihre Lösung wird stark im Spritzgussbereich eingesetzt. Eignet sie sich auch für andere Branchen?
Frohner: Ja, wir setzen das TIG-System auch für andere Branchen ein wie z.B. Metallverarbeitung, Textilverarbeitung oder für den Bereich der Assemblierung. Unsere neu entwickelte, modular einsetzbare Maschinen-Datenerfassung ermöglicht das baukastenartige Zusammenstellen der Elektronik-Komponenten und Sensoren, um jede beliebige Maschine an das Leitrechnersysstem anschließen zu können. Und das unabhängig vom Hersteller, der Steuerung oder des Baujahres.for-insertion-at-end








